Jüdische Blogs in deutscher Sprache

Im Juli erschien in der Jüdischen Allgemeinen der Artikel Digitale Freistilringer in dem eine ganze Reihe proisralischer Blogs kurzerhand zu jüdischen Blogs erklärt wurden. Wie Jüdisches Berlin feststellte, wurde auch jemand zum Geburtshelfer der deutschsprachigen jüdischen Blogosphäre erklärt, der damit zunächst überhaupt nichts zu tun hatte. Dementsprechend wurde nun nachgelegt und ein kurzer Gang durch die deutschsprachige jüdische Blogosphäre unternommen. Ach ja, der Artikel ist von mir… und hier abrufbar.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

22 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ein guter Beitrag, aber ein – für mich – recht arger Fehler ist dir unterlaufen.
    Die Autorin Anna, die http://www.mittendrin.wordpress.com betreibt, ist keine orthodoxe Jüdin und scheint für sich auch nicht in Anspruch zu nehmen, eine zu sein. Aus diversen Beiträgen und vor allem aus den Diskussionen in den Kommentarfunktionen geht deutlich hervor, das sie das Judentum für sich sehr offen interpretiert und lebt. Schließlich ist ihr israelischer Mann auch nicht religiös 😉

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  2. Ich denke nicht, dass es mir zusteht zu beurteilen, in welchem Maße sich jemand als orthodox bezeichnen darf/kann/soll. Zur Orthodoxie gehört noch mehr. Ich weiß nicht, in welchem Maße jemand Schomer Schabbat ist… Wenn Anna schreibt, sie ist orthodox, dann nehme ich das mal so an und prüfe nicht alle Beiträge durch, ob sie in die Schablone von etwas passen, was ich als Orthodoxie verstehe…

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  3. Gut, eigentlich ist es mir auch egal, wer nun orthodox ist und wer nicht.
    Allerdings habe ich leider den Eindruck, dass man sich scheut, einfach zuzugeben, dass man reformiert oder sonst was ist. Um zum Ausdruck zu bringen, dass man ein religiöser Jude ist, muss man sich nicht den Stempel “orthodox” aufdrücken.

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  4. @Ron Kann es sein, dass Du Dich da in etwas verrennst? Ich habe bisher nur das Gegenteil erlebt: Gemeinden in denen niemand observant (diesen Begriff würde ich verwenden um zu bezeichnen, dass jemand nach der entsprechenden Auslegung der Halachah lebt) ist, bezeichnen sich in Deutschland häufig als orthodox. Im Ausland können orthodoxe Gemeinden von ihren Mitgliedern gewisse Standards verlangen.
    Was aber die Orthodoxie der Bloggerin betrifft: Da würde ich sie lieber selber fragen und keine Mutmaßungen anstellen.

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  5. Hallo Chajm,

    danke für den Artikel, der gleich meine Besucherzahlen in die Höhe getrieben hat. (Schade, dass ich es nicht vorher wusste, sonst hätte ich eine Begrüßung für alle neuen LeserInnen geschrieben.)

    Natürlich konntest Du nicht über Deinen Blog selber schreiben, aber er ist u.a. für mich das Vorbild für meinen Blog und Geburtshelfer. Und zumindest dies sollte hier an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden.

    Danke!

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  6. Pingback: Danke an Chajm « www.simanija.de – Anmerkungen zu meiner juedisch-deutschen Welt

  7. Danke für diesen tollen Beitrag, Chaim! Eine Freundin hat mich gerade auf den Artikel aufmerksam gemacht, ich selbst lese die Jüdische Allgemeine gar nicht regelmäßig (scheint ja ein Fehler zu sein *grins*). Bei so viel Werbung wird es jedenfalls höchste Zeit für mich, wieder mehr zu bloggen.

    LG
    Anna

    PS: Spannende Diskussion hier im Kommentarbereich, da halte ich mich mal lieber raus, andere Leute scheinen mich und meine Lieben ja besser zu kennen als wir uns selbst *dickesgrüneslachsmiley*

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  8. Damit bietet sich die Gelegenheit, die JA – soweit möglich – auf ihre Wirksamkeit zu prüfen. Denn die direkten Zugriffszahlen auf die Überblickseite (juden.in.deutschland.googlepages.com) sind seitdem kaum hochgegangen (jedenfalls nicht so, wie man es hätte erwarten dürfen).

    Hierfür fallen mir folgende Erklärungsansätze ein, die einander natürlich nicht ausschließen:

    1. Die Adresse ist viel zu lang, damit die JA-Leser Lust hätten, sie einzutippen;
    2. Die JA-Leser interessieren sich nicht für einen solchen Überblick;
    3. Die JA-Leser interessieren sich nicht für deutsch-jüdische Blogs (d.h. sie lesen den Beitrag, aber besuchen nicht die Blogs);
    4. Die JA-Leser interessieren sich nicht für Beiträge über deutsch-jüdische Blogs (oder übers Internet überhaupt);
    5. Die JA hat gar nicht so viele Leser, wie man sonst so denkt (…würde ich aber gleich ausschließen, denn sie nennt doch beachtliche Vertriebszahlen).

    Vielleicht habe ich etwas vergessen; ansonsten scheinen mir die wichtigsten Möglichkeiten damit gedeckt zu sein. Mehr kann ich jedoch nicht sagen. Vielleicht könnten andere, deren Adressen du den Lesern mitgeteilt hast, berichten, was für Wirkungen bei ihnen bislang zu beobachten waren, damit ein Vergleich möglich wäre.

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  9. @Yoav Da müsste man tatsächlich die anderen Blogger fragen. Eine Rückmeldung habe ich direkt erhalten. In der hieß es, die Zugriffszahlen seien überraschend in die Höhe gegangen und habe erst durch Kenntnisnahme des Artikels das Phänomen erklären können… Das war eine Stimme.

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  10. meine besucherzahlen sind tatsächlich am 13. hoch gegangen, nicht dramatisch, aber sichtbar. am 14 waren sie wieder zurück auf dem üblichen level.

    ich weiss nicht, ob ich neue leserInnen gewinnen konnte. es würde mich freuen. meine erfahrung ist aber, dass links in printmedien am wenigsten bringen, da tatsächlich kaum einer die adresse abtippt, wenn er sie in einer zeitung gelesen hat. (ich selber mache das auch nicht). erfolgreich sind in meinen augen nur verlinkungen und themen, die gerade heiss diskutiert werden 🙂

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