Sätze wirken lassen

Textabschnitte gibt es, die muss man erst einmal ein paar Minuten wirken lassen. Das hier ist so einer. Wurde lokal gedruckt und der Journalist über den gesprochen wird, hat einen -(zu un-?)recht unbeachteten- Artikel gemacht. Wenden wir uns dem entsprechenden Absatz zu:

Kein Wunder, dass beim letzten Besuch von Rabbiner Brandt beim Schabbat nicht einmal zehn Beter anwesend waren, das nötige Quorum, um einen vollständigen jüdischen Gottesdienst abzuhalten”, erklärt Avidan.
Das Gemeindezentrum sei gut besucht: “Allerdings nicht von Juden, sondern von Nicht-Juden, die gerne an Kulturveranstaltungen und an Führungen teilnehmen.” Das kommentiert er in seinem Bericht: “Man darf die Frage stellen, für wen das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Bielefeld 2,5 Millionen Euro ausgegeben haben: für die Mitglieder der jüdischen Gemeinde oder für am Judentum interessierte Christen?” von hier

Die Neue Westfälische berichtet eigentlich nur über die Querelen in der Jüdischen Gemeinde Bielefeld. Der, in Deutschland lebende, Israeli Igal Avidan hatte einen Radiobeitrag über die Gemeinde Bielefeld gemacht, auf den sich die Neue Westfälische hier berief.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon. Sein Buch »Tzipporim: Judentum und Social Media« behandelt den jüdischen Umgang mit den sozialen Medien. || Um per Mail über neue Beiträge informiert zu werden, bitte hier klicken

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Man darf die Frage stellen, für wen das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Bielefeld 2,5 Millionen Euro ausgegeben haben: für die Mitglieder der jüdischen Gemeinde oder für am Judentum interessierte Christen?

    Hallo zusammen:

    ist zwar gerade Schabbes, habe heute aber Dienst in der Klinik, deshalb einfach ein paar Zeilen zwischen den OP’s:

    wenn dieser investierte Geldbetrag von den Juden nicht angenommen wird, von den am Judentum interessierten Christen aber schon, dann ist das doch ok, oder!? Ich finde es übrigens klasse, dass sich in Deutschland offenbar mehr und mehr Christen für das Judentum interessieren! Es gab bei Euch im Land ja Zeiten, da sah das immerhin etwas anders aus.

    Wenn sich nun umgekehrt mehr und mehr Juden immer weniger für das Judentum interessieren würden (so lese ich den Artikel jedenfalls), wäre das zwar schade, in einer offenen Gesellschaft m.E. aber völlig ok!

    weiterhin Gut Schabbes!

    Miles

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