Alte Juden erzählen neue Witze

und natürlich treffen sie unter der Gürtellinie – Old Jews Telling Jokes präsentiert sie, aber sooo alt sind die Juden nun nicht:

Jörg Lau hat diesen Schatz gehoben und darauf hingewiesen!

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

13 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. @Naomi: Abgesehen davon, dass Du recht hast, nimmt man die Mitzvot bezüglich Götzendienst mal raus, ist es ja noch besser:
    warum darf man laut orthodoxer Halacha am Shabbes kein Handy benutzen ?
    Nun, wegen der Funken, die beim Betätigen elektrischer Schalter und Taster entstehen! Das fällt dann nämlich unter die Mitzveh am Shabbes kein Feuer zu entzünden. Abgesehen davon, dass es dafür ja auch solche wie mich gibt, glaube ich kaum, dass bei den modernen Handys mit ihren Micro-Sensortasten überhaupt keine Funken mehr entstehen. Und selbst wenn es beim tippen funkt, ist der Tip mit dem Stift für die Zähne trotzdem totaler Quatsch. Denn wenn es Funken gibt, erzeugt sie der, der das Handy bedient und da ist es Adoshem dann ja wohl egal, ob der die Kneppel mit den Finger, den Zehen oder den Zähnen quetscht.
    Insgesamt ist diese Meldung daher aber auch eher ein Witz, der einem das Lachen gefrieren läßt. Denn auch wenn Yedioth Ahronoth streng zionistisch und eher contra-orthodox ausgerichtet ist, gehe ich gerade deshalb davon aus, dass es sich bei dieser Meldung um kein Fake sondern um eine echte Meldung handelt. Und wenn Magen David Adom wirklich solche Ratschläge und Handlungsanweisungen von den Orthodoxen annimmt, zeigt es nur, wie stark der Einfluss der Orthodoxen mittlerweile in Israel ist und wie weit es, sogar unter halachischen Gesichtpunkten, damit her ist.

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  2. Hierbei handelt es auch um Mukze.

    “Denn wenn es Funken gibt, erzeugt sie der, der das Handy bedient und da ist es Adoshem dann ja wohl egal, ob der die Kneppel mit den Finger, den Zehen oder den Zähnen quetscht.”

    Nein, das hat mit Funken nichts zu tun (frag doch einfach, denn das kannst du ja nicht wissen). Es gibt Notfälle, dass, wenn man das Telefon in Notfällen, (wenn es sich nicht um eindeutig um Pikuach Nefesch handelt) am Schabbes anders benutzt als sonst, es dann erlaubt ist. Eine Bekannte meiner Mutter hatte vor Jahren eine Chemotherapie und da sie am Schabbes Angst hatte, dass es ihr schlecht geht und sie mich bat, mich dann anzurufen, wenn es ihr sehr schlecht geht, habe ich deswegen damals meinen Rabbiner gefragt, was ich tun solle, wenn sie mich anruft. Er informierte sich bei einem kompetenten Rabbiner in Israel. Der sagte, dass ich das Telefon anders als am Wochentage in die Hand nehmen solle (zum Beispiel mit der linken Hand, wenn es normalerweise mit der rechten Hand nimmt), dann wäre das Halachisch erlaubt.
    Was da nun bei Sanitätern zu tun hat, deren Aufgabe es ist, Menschenleben zu retten, verstehe ich nicht ganz, denn die Übertretung der Mitzwot am Schabbes betrifft auch alle die zum Beispiel im Krankenhaus arbeiten und viele andere auch.

    “Magen David Adom wirklich solche Ratschläge und Handlungsanweisungen von den Orthodoxen annimmt, “‘

    In der Meldung steht aber: “gläubigen Rettungssanitätern”, also nicht den Magen David insgesamt.

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  3. Du hast es selber geschrieben. Es ging aber um Fälle wie mein obig beschriebener, wo es nicht direkt um Lebensgefahr geht, man es aber nicht ausschließen kann, dass es dazu kommen könnte. Dann ist, wie ich schrieb, erlaubt ( durch eine andere Bedienung eines Telefons als man es sonst macht).

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  4. Was mich etwas verwirrt: Warum sollten observante Juden, die ein Problem damit haben ans Telefon zu gehen, am Schabbes im Rettungsdienst arbeiten? Was sollen sie denn machen, nachdem sie das Telefon mit den Zähnen bedient haben? Zu Fuß und ohne Ausrüstung zum Notfall eilen? Und den Patienten dann dort lassen? Weil tragen ist ja nicht, und autofahren schon erst recht nicht.

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  5. Ja, Naomi, diese Fragen stellen sich in der Tat. Ich finde diese Meldung auch sehr verwirrend, zumal diese Angelegenheiten in Bereichen, an denen am Schabbat gearbeitet werden muss, nichts neues sind und sicher auch nicht, dass observante Juden dort arbeiten.

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  6. > Kerzenanzünden ja erst um 21,28 Uhr

    Man sollte erwähnen, dass in einer Stadt Schabbes ist, wenn die (einzige!) Gemeinde Mismor sagt (vorausgesetzt das war nach Plag).

    Es geht bei Elektrizität nicht bloss um Funken. Es gibt verschiedene Erklärungen, aber auf jedenfall ist das Schliessen elektrischer Stromkreise am Schabbat nicht erlaubt. Hinzu kommt Jesaia 58:13
    und die daraus abgeleiteten Halachot.

    > andere Bedienung als sonst.

    Stichwort zum Nachschlagen: “Shinui” (Veränderung).
    So wie die antireligiöse Partei.

    YM

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  7. Pingback: Jdische Witze aus Berlin | Chajms Sicht

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