Gute Nachbarschaft

Kein Zugang!

Nichts geht über freundliche Nachbarn. Das Foto entstand neben der Synagoge Selm-Bork, die von EtzAmi für Gebete genutzt wird…

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

9 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Offensichtlich wird unsere Präsenz also wahrgenommen 🙁 und die Leute drohen uns schon mit Hunden. Müsste man eigentlich mal weitläufig publik machen, auch an die Verantwortlichen in Selm…

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  2. @Baleblog:”Huch?! Wer ist denn wütend?” Na der philosemitische Gutmensch, wer sonst! Scherz beiseite, solche Ausfälle, gerade die indifferenten, machen mich einfach sauer und reizen mich immens zu Gegenmaßnahmen. Nun hängt das Ding ja an einem Privatgebäude und bezieht sich auf einen privaten Durchgang. Da ist es in der BRD erstaunlicher, oder sagen wir treffender, bezeichnenderweise so, dass die Rechtsprechung das Privateigentum über alles stellt. Ich habe z.B. einen Neufascho in der unmittelbaren Nachbarschaft, der zu jedem WM-Fußballspiel, an dem die Staatsauswahl der BRD teilnimmt, die Reichskriegsflagge aus dem Fenster hängt. Bei Telefonaten diesbezüglich mit der Polizei und dem Staatsschutz bekomme ich dann zu hören, dass der das darf und das das Rechtens ist, weil es ja sein Fenster und keine öffentliche Versammlung ist. Auf meine Frage, was passiert, wenn ich den Lappen selber runterhole, bekam ich die Antwort, dass ich mich strafbar machen würde und mit einer Anzeige zu rechnen hätte.
    Deshalb würde ich in Borken erstmal den smarten Weg gehen.
    Ich würde die Investition nicht scheuen und mir in einem Baumarkt das sonst gebräuchliche gelbe Schild mit dem Aufdruck “Privatweg. Durchgang verboten” besorgen, mit drei vier Leutchen bei dem Menschen anklingeln, mich als Abordnung von EtzAmi vorstellen, die Irritation die sein Schild auslöst zum Ausdruck bringen und ihn dann schmalzfreundlich bitten, doch das gelbe Schild stattdessen aufzuhängen. Wenn dann immer noch das alte Sch…Schild hängenbleibt, würd ich ihm den Adolf mit Töle drunterhängen.
    Und wenn das dann immer noch nicht hilft, dürft Ihr mich mal gerne als Adolfparodie einladen, damit ich ganz offiziell als Ver-Führer dem Volksgenossen mal ins Gewissen rede, dass sein Schild nicht mehr dem “gesunden Volksempfinden” entspricht.
    gitt shabbes,
    Dein
    Shabbes-Goi

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  3. “Im Umfeld der ehemaligen Synagoge in Selm-
    Bork wird spürbar, wie stark heute eine Ablehnung
    gegen die Zeugnisse der jüdischen
    Geschichte in unserer Gesellschaft sein kann.
    Auch hier gibt es Probleme mit der Zuwegung,
    die ursprünglich von der Hauptstraße aus
    bestand und derzeit kaum ausgeschildert
    nur mühsam über Umwege gefunden werden
    kann (Abb. 11). Diese Synagoge wird aber
    seit Kurzem wieder für Gottesdienste von Etz
    Ami, der Jüdischen Liberalen Vereinigung e. V.
    im Ruhrgebiet und Münsterland, genutzt. Das
    lässt hoffen ”

    Ja, hm, fairerweise könnte man sagen, daß betreffender Nachbar (den ich nicht kenne!) ein Blumenbeet entlang der ursprünglichen Tür, die direkt in den Betsaal führt, gepflanzt hat, und daß es vermutlich heute sein Grundstück ist, das direkt an die Synagoge angrenzt. Möglicherweise meinte er das Schild nicht antisemitisch, sondern war nur nicht erpicht auf Leute, die versuchen, über das Blumenbeet in die Synagoge zu gelangen. Wer auch immer das sei, schließlich finden auch Volkshochschulkurse dort statt.
    Wenn man um die Synagoge herum geht kommt man an die (heutige) Eingangstür. Trotzdem hätte man sicher das oben erwähnte neutrale Schild wählen können…

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