Jemand rein und jemand raus

Die Berliner Gemeindevorsitzende Lala Süsskind ist ins Zentralratspräsidium gewählt worden. Schon am 21. September 2008 wurde Lala Süsskind in das Präsidium gewählt, weil Feliks Byelyenkov das Präsidium verlassen hatte. Zugleich wurde Stephan Kramer, in seinem Amt bestätigt und seine Amtszeit bis zum März 2015 verlängert. Nahezu zeitgleich verkündet der Verband der Gemeinden in Sachsen-Anhalt, seine Mitgliedschaft im Zentralrat ruhen zu lassen (siehe hier), interessant ist die Begründung. Ein Teil derer scheint der Mann zu sein, der bis zum März 2015 amtieren wird:

Wenn als Begründung auf die Tätigkeit von Generalsekretär Stephan J. Kramer als Kommissarischer Geschäftsführer in der Synagogengemeinde zu Magdeburg hingewiesen wird, so kann ich dies nicht nachvollziehen. Nach Erkenntnissen der Landesregierung habe Kramer eine ausgesprochen erfolgreiche Tätigkeit geleistet. Eine Prüfung durch den Landesrechnungshof für die Jahre 2004/05 sei ohne Beanstandung gewesen. Neben seinen zahllosen dienstlichen Verpflichtungen übe Kramer die Tätigkeit in Magdeburg ehrenamtlich aus. von hier

Zores gab es in Sachsen genug, wie lange kann der Streit dort noch schwelen?

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. 1.)Interessant: Mit Lala Suesskind zieht nun wieder eine “Deutsche” ins Präsidium. Obwohl die Jahre voranschreiten, scheint der ZR auch zukünftig keine besonderen Anstrengungen zu unternehmen, Juden aus der ehem. Sowjetunion an seinen Entscheidungen teilhaben zu lassen. Das ansich zeugt bereits vom undemkratischen Charakter dieser Instutione.
    2.) Ich kann die Entscheidung der Gemeinde Magdeburg gut nachvollziehen. Natürlch ist eine GS Kramer ein gutes Argument, aus dem Zentralrat auszutreten. Wie der Vorstand des ZT so blind sein kann, diesem Mann weitere Jahre zu geben, kann ich nicht nachvollziehen. Anstatt intigrierend zu wirken, polarisiert dieser Mann und hat am Aufbau jüdischen Gemeindelebens herzlich wenig mitgewirkt. Die Tatsache, dass in Magdeburg noch immer keine Neuwahlen stattfanden, spricht für das geringe Demokratieempfinden von Herrn Kramer. Nunja…

    Antworten

  2. > “Es kann nicht schaden,
    > Menschen in einem Glauben großzuziehen”, sagt [Lala Süsskind].
    > Was diese später daraus machen, bliebe abzuwarten.
    > “Hauptsache, sie sind glücklich.”
    (von hier)

    Enthusiasmus fuer die juedische Sache klingt anders, oder?

    Gut Schabbes

    YM

    Antworten

  3. Nach jahrelanger Wahlkampf-Beobachtung kann ich leider nur sagen:

    Mich kotzt dieses verdammte Zeug wie “God bless America” etc. etc. langsam extrem an.

    Keiner der Kandidaten ist auch nur eine Spur intelligent und kommt auch nicht über jahrhundertealte Stereotypen (“God bless America”) und primitive Allgemeinplätze hinaus.

    “Wir” leben doch im 21. Jahrhundert – und nicht mehr im 17. Jh.

    Aber leider gibt es ja überall nur noch Deppen und Idioten weltweit mit einer grossen Schnauze (aber leider keinem Wissen – z.B. wie man Finanzkrisen verhindert)…

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.