Hitlers Verwandter in Israel

Nein, Nein. Hier folgt kein abstruser X-ter Nazivergleich. Hier folgt der Verweis auf einen Artikel von Tanya Gold im Guardian. Sie berichtet über einige Konvertiten in Israel. Unter anderem von einem, der mit Hitler verwandt ist und zum Judentum fand. Ein anderer wurde Rabbiner.

Virtually unnoticed in the English-speaking world, he was exposed seven years ago in an Israeli tabloid. Then he sank from sight. I went to Israel to meet him – and on the way I was plunged into the strange subculture of the Nazi-descended Jews.
I am walking through the alleys of the Old City of Jerusalem, to meet Aharon Shear-Yashuv. He is the son of a Nazi. And yet he was a senior rabbi in the Israeli armed forces. He lives in an apartment in the Jewish quarter, near the Western Wall. I walk through a pale gold alley; Orthodox Jewish men in long black coats and round fur hats dart past. He opens the door and looks like every other rabbi I have ever met – a black suit, a beard, a questioning shrug. He takes me into his study, settles into a chair, and says, in a thick German accent: “My father was in the Waffen-SS.” von hier

Der Bericht reiht nicht nur die kurzen Biographien der Menschen einander, sondern ist verpackt in einer Art Suche nach einem Motiv. Buße? Scham? Wechsel auf die Opferseite? Eine interessante Reise, auf die Tanya Gold uns mitnimmt.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Zitat: Today, he believes Germany is doomed. “People there don’t get married, and if they do they have one child,” he says. “But the Turks and the other foreigners have many children. So it is a question of time that Germany will no longer be German.”

    Aha. Reines deutsches Blut muss es sein, sonst ist es nicht “deutsch”!! Doch ein bisschen Rassist, der Herr Konvertit, nicht? Sein SS-Papa wäre sicherlich stolz, wenigstens ein Mal in seinem Leben.

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  2. Hallo Chajm, was hat Dich an dem Artikel so besonders interessiert, daß Du ihn hier eingestellt hast?

    Ich fand ihn sehr “meinungsjournalistisch”. Wie es so üblich ist in den Medien heutzutage. Die Autorin hat nicht besonders umfassend recherchiert, sondern sie hatte eine Meinung und die wollte sie bestätigt haben. Sie suchte also nach Fällen, die sie bestätigen konnten. Und die hat sie dann auch gefunden. Was erfahren wir aber darüber hinaus über die Motive Deutscher, die zum Judentum konvertieren?

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  3. Ich fand ihn einfach wegen der Thematik -bemerkenswert- vielleicht sogar interessant; qualitativ hochwertig dagegen nicht wirklich. Natürlich hat sich die Autorin auf bestimmte Aspekte konzentriert und dem Artikel so ein bestimmte Richtung gegeben und vermutlich stand diese bereits zuvor fest… da hast Du wohl Recht.

    Wenn ich gut gefunden hätte, dann hätte ich das dazu vermerkt 😉

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