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Die Zeit: Juden-Jena-Sprüche sind ein Skandal!

Endlich ist das seltsame Verhalten einiger Fußballfans in den Medien angekommen. Zeit Kolumnist Steffen Dobbert hat einen Kommentar zu den Verhältnissen in deutschen Stadien verfasst:

Einen schwerwiegenderen, leider auch nicht einmaligen Skandal, gab es aber tatsächlich vor Kurzem im deutschen Fußball. Vor etwa einer Woche kam es in der Oberliga im Spiel zwischen dem Halleschen FC (HFC) und dem FC Carl Zeiss Jena II allerdings zu keinem Spielabbruch. HFC-Fans hatten immer wieder antisemitische Parolen gebrüllt. Die Juden-Jena”-Rufe waren so laut, dass sie laut Zuschaueraussagen der Schiedsrichter und seine Assistenten unmöglich überhört haben konnten – im Spielberichtsbogen dokumentierte der Unparteiische die Randalen und Schmährufe der Hallenser Fans nicht. von hier

Vor dem Hintergrund, dass Makkabi Berlin auch nicht mehr unbehelligt auf jedem Platz Berlins spielen kann, ein wichtiger Kommentar außerhalb der jüdischen Medien.

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Mehr koschere Metzger für Italien

Mehr koschere Metzger für Italien und eine Preisaufsicht, um koscheres Fleisch erschwinglich zu machen, versprach der neue Mann an der Spitze der Juden Roms Riccardo Pacifici (44). Er wurde am Sonntag gewählt und gehört der Pro Israel Liste an, die für einen Kampf gegen Antisemitismus steht und sich für den Staat Israel einsetzt. Über seine Pläne sprach er am 1.April in der Zeitung Il Messaggero, darunter die neue Initiative, koscheres Fleisch für die 15.000 Gemeindemitglieder erschwinglich zu machen. Zudem wurde der Bau zweier Sportzentren angekündigt und der Bau einer Synagoge in der Stadt Ostia (den meisten wohl durch Lateinlehrbücher bekannt). Zudem möchte Pacifici diejenigen Juden erreichen, die zwar in Rom leben, aber keine Bindung an die Gemeinde haben. Es sieht also zunächst danach aus, als hätte der neue Mann einen Plan und versucht die Zukunft des Judentums in der europäischen Metropole sichern, in der Juden wohl am längsten leben.

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Westliche Bürger für die Theokratie

Es gibt ein Land, in dessen Sprache das Wort für Frau wörtlich übersetzt bedeutet von niederer Geburt und das Wort für Mann dementsprechend Wesen höherer Geburt. In diesem Land ist der Besuch vieler heiliger Stätten Männern vorbehalten. In der Religionsauslegung dieses Staates ist seine Religion die einzig richtige.
Das ist eigentlich keine Kultur, mit der man sich hierzulande unkritisch auseinandersetzen würde: Dennoch hissten gestern zahllose Gemeinden und Städte vollkommen unkritisch die Fahne des Landes. Es handelt sich natürlich nicht um den Iran. Es handelt sich um Tibet. Dessen Autonomie und Wiedereinsetzung der ursprünglichen Regierung bedeutet die Wiedereinsetzung der Theokratie und die Wiederherstellung eines feudalen Systems in dem die großen Klöster den Hauptanteil des Landes besitzen und das Blidungswesen dominieren. Über diese werden dann auch alle wirtschaftlichen Aktivitäten abgewickelt. Für diese Staatsform werden hier die Flaggen gehisst und in den Augen der chinesischen Regierung jede Kritik an deren Vorgehen ad absurdum geführt; denn man kann anschließend nicht hergehen und behaupten, man engagiere sich für die Befreiung des tibetischen Volkes. Die Besetzung Tibets und das Vorgehen Chinas in dieser Region soll damit nicht gerechtfertigt werden; aber man darf seine eigene Position getrost auch mal hinterfragen.