Magazin über virtuelles Judentum

SecondLife MagazinSecond Life ist als Trendthema ein wenig abgeflaut und die Artikel sind ein wenig versachlichter und zu schnell erregen andere Services das Aufsehen der Medien (wie etwa twitter.com). Im Februar vertrat ich in der Jüdischen Allgemeinen Seiten wie SecondLife brächten das Judentum nicht voran. Dieser Meinung bin ich nach wie vor, dennoch passiert einiges im jüdischen Teil von SecondLife, sogar soviel, dass es nun ein Magazin nur zu diesem Thema gibt und einen virtuellen Journalisten in der virtuellen Welt virtuelle Interviews führen lässt. Das 2lifemagazine, berichtet von nun an für eine jüdische Leserschaft aus der bunten Welt von Second Life. Wie der Forward berichtet, hat die Schweizerische Jüdische Medien AG, die Tachles und den Aufbau herausgibt, mit dem SecondLife erfahrenen, in New York lebenden, Journalisten Julian Voloj (Kafka Schnabel im SecondLife) die Initiative ergriffen und das Magazin auf die Beine gestellt. Zu Pessach schon erschien die erste Nummer.
Themen sind natürlich jüdische Orte in der SecondLife Welt und die Vorstellung jüdischer Avatare dort.

This is an outlet where they feel secure to be Jewish. Because youre just a computer animation, you can basically do whatever you want. So a lot of people are discovering Judaism there, he said. von hier

Sicher ist es natürlich, weil man einigermassen anonym durch die gerenderte Welt schreiten oder fliegen kann, so wie mein virtueller Abgesandter Talmy Writer, mit dem ich natürlich auch mehrere Blicke in die Synagoge geworfen habe.
Synagoge in Second Life
Dort unterwegs, traf ich natürlich auch schnell Antisemiten die vermutlich nicht nur virtuell nicht viel von Juden halten. Vor den nervenden Avataren konnte man sich durch einfaches Teleportieren in einen anderen Teil der Onlinewelt retten, das ist ein unbestreitbarer Vorteil dieser anderen Realität.
Die aktuelleste Ausgabe des 2lifemagazines kann man auf der Homepage des Magazins herunterladen.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

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