Beten wie Du willst…

In einem Forum, zu dem ein Leser unter diesem Beitrag verlinkt hat, wird bzw. wurde (ganze Teile des Themas wurden durch einen umsichtigen Administrator entfernt) von den Diskutierenden in den Raum hinein behauptet, Juden und Israelis insbesondere, würden Muslime per se hassen. Nun, viele werden wissen, dass diese Behauptung Blödsinn ist und das schlaue Menschen schon hätten merken können, dass an dieser Behauptung nichts dran ist. Ich verweise auf folgende Beiträge aus diesem Blog: Schanah Tovah und Ramadan Mubarak!, Pionier der jüdisch-islamischen Freundschaft wird geehrt und So ist das gedacht (eine kleine Auswahl zu diesem Themenkreis). Für die Anhänger der Apartheitsthese brachte der Rundbrief der israelischen Botschaft in der vergangenen Woche folgende kleine Meldung aus Maariv:

Erstmals wird am Ben-Gurion-Flughafen ein muslimisches Gebetshaus eingerichtet. Die Krankenhäuser Tel Hashomer und Rambam werden dem Beispiel folgen.
Das Gebetshaus, das im Terminal 3, dem Terminal der abreisenden Passagiere, gebaut wird, wird einigen Dutzend Gläubigen Platz bieten. Das muslimische Gebetshaus wird nach bester muslimischer Tradition mit Teppichen an den Wänden ausgeschmückt sein und farbige Fenster sowie Verzierungen in geometrischen Formen und kalligraphischen Korantexten erhalten.
Außerdem wird das Gebetshaus mit Koranbüchern und anderen heiligen Büchern ausgestattet. Wie üblich, wird es getrennte Bereiche für Frauen und Männer geben, und in den angrenzenden Toiletten wird es eine Einrichtung zur
Reinigung von Gesicht und Füßen geben.
Bis heute gab es weder für die abreisenden, noch für die ankommenden muslimischen Passagiere, die ein Zehntel aller Personen ausmachen, die sich über den Ben-Gurion-Flughafen bewegen, einen Platz zum Beten, so der Knessetabgeordnete Raleb Majadele (Arbeitspartei). Vor ca. einem Monat war ich am Flughafen und mir wurde versprochen, dass sich dies ändern werde. Gestern erhielt der Knessetabgeordnete ein offizielles Schreiben vom Generaldirektor der Flughafenbehörde, Gabi Ofir, in dem ihm erklärt wurde, dass der gewünschte Gebetsraum eingerichtet wird. (Maariv, 8.12.06)

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon. Sein Buch »Tzipporim: Judentum und Social Media« behandelt den jüdischen Umgang mit den sozialen Medien. || Um per Mail über neue Beiträge informiert zu werden, bitte hier klicken

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