Die jüdische Kefije

Die Kefije, auch Palästinensertuch genannt, wird hierzulande (eigentlich überall in der westlichen Welt) gerne als modisches Accesoire von linksgerichteten Jugendlichen getragen, dabei ist es aber in seiner ursprünglichen Intention eigentlich ein Symbol für den Kampf gegen Israel. Manchmal wird sie diffus als Symbol für den Widerstand verstanden, in erster Linie steht sie aber, wie bereits beschrieben, für den Kampf gegen Israel. Die FAZ beschreibt, wie das Tuch nach Deutschland kam:

Das Palästinensertuch kam, folgen wir den Hinweisen von Forschern, die sich mit der Geschichte der 68er-Bewegung befaßt haben, in die dafür völlig unvorbereitete Bundesrepublik Deutschland, als sich Mitglieder des Palästina-Komitees – eines Sprosses des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes – nach Palästina aufmachten, um sich vor Ort die PLO und deren Kampfmethoden anzuschauen und davon zu lernen. Die gleiche Situation: Die Sonne schien, die Häupter brauchten Schutz. Die Tücher lagen für die Gesandten griffbereit. FAZ-online

Für junge Jüdinnen und Juden ist/sollte das Tuch daher eigentlich ein Tabu sein. Damit man aber modemäßig nicht zurückbleiben muß, gibt es jetzt auch die Kefije Jisraelit

Kefije israelit

Diese stellt Daniel Sieradski auf Orthodox Anarchist vor:

For Mark Israel, creator of the kaffiyeh yisraelit, The Khaffiya has become a trendy accessory among students but has obvious connections to the Arab cause preventing Jews from wearing it. Our idea was to produce an Jewish/Israeli version that would allow the wearer to identify themselves with Israel and at the same time be fashionable. In that, Israel wanted to allow Jewish people to wear this popular item without any reference to being a supporter of Arab or anti-Israel groups.

As an art piece, I consider it an intellectual provocation a think piece, if you will particularly when contextualized within the safe setting of an art gallery. As a fashion accessory? I find it a somewhat troubling co-optation of a Palestinian symbol of resistance one with a lot of baggage, as the kaffiyeh rises in ascendancy on the far-Right and the far-Left as a symbol of explicit hostility towards Israel and its supporters. von hier

Eine Bezugsadresse hat er auch genannt:

Pre-orders, props, and hate mail can be directed to mark at bianca-alena dot co dot uk.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon. Sein Buch »Tzipporim: Judentum und Social Media« behandelt den jüdischen Umgang mit den sozialen Medien. || Um per Mail über neue Beiträge informiert zu werden, bitte hier klicken

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