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Kaschrut und Politik?

Im deutschsprachigen Raum gibt es mehrere Kaschrutlisten; also Listen in denen man ablesen kann, welche Produkte nun koscher sind und welche nicht. Gemeinden und Organisationen verstehen das als Unterstützung der »observanten« Mitglieder.
Die Gemeinde Kahal Adass Jisroel hat eine erstellt, es gibt eine vom Bet Din Berlin mit Rabbiner Yehuda Teichtal von Chabad Lubawitsch, die Israelitische Kultusgemeinde Wien gibt jährlich eine Liste (»Hamadrich«), es gibt eine Liste der Orthodoxen Rabbinerkonferenz (»Rabbi, ist das koscher?«), die Israelitische Religionsgesellschaft Zürich gibt ebenfalls eine heraus.

In anderen Ländern (außerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz) gibt es mehrere Organisationen die koschere Lebensmittel zertifizieren und mit einem »Stempel« versehen. Natürlich geht jede dieser Organisationen davon aus, gründlicher zu sein als alle anderen und damit auch vertrauenswürdiger. Ob nun alle Kunden allen vertrauen, ist eine andere Frage. Man soll schon von Personen gehört haben, die Produkte mit bestimmten Zertifizierungen mit spitzen Fingern zurückgelegt haben und den Ladenbesitzer angeschaut haben, als würde der Schweinskopfsülze verkaufen.
Es ist ein Gerücht, dass es Listen gibt, welcher Kaschrutaufseher vertrauenswürdig ist, also keine Koscherliste für Koscherlistenersteller.

Umso erstaunlicher ist es, dass es Leute gibt, die bei Facebook fragen: »Warum brauchen wir jetzt eine zweite Kaschrutliste?« Oder: »Was ist die Absicht dahinter?« Man ist versucht zu antworten: »Aus welcher Parallelwelt kommt diese Frage?« Wie weit weg von der Realität ist denn das?
»Warum brauchen Sie noch ein Buch, Sie haben doch schon eines?«
Wie lautet die nächste Frage? Vielleicht: Warum setzen sich nicht einfach alle Beteiligten weltweit an einen Tisch und geben eine gemeinsame Liste heraus?
Jeder, der schon einmal eine Gemeindevollversammlung besucht hat, wird genau wissen, warum diese Frage naiv ist.
Aber zurück zum Hintergrund der Frage – der ist auch für mich ein wenig demotivierend – denn vor wenigen Wochen schrieb ich einen Artikel für die Jüdische Allgemeine, in dem ich einige Listen vorstellte und eine Vision für die Zukunft entwarf (alle Herausgeber stellen Daten zur Verfügung, Profis bauen daraus eine App). Wenige Tage später präsentiert sich eine nagelneue Liste im Netz und der Artikel ist schon wieder überholt. Nachdem sich lange nichts auf dem Gebiet getan hat und die neue Liste der Orthodoxen Rabbinerkonferenz nicht nur inhaltlich überzeugen konnte.
Jetzt gibt es eine weitere (online): Die des »Vaad haKaschrut Deutschlands«. Hier gibt es (übrigens sehr smart gelöst) Listen von Produkten die »einfach koscher« sind, Listen mit Produkten die »koscher leMehadrin« (also besonders strikt) sind und Listen mit Produkten von denen die Hersteller sagen, sie seien koscher. Darüber hinaus findet man eine Liste aller Firmen, die sich beteiligte Rabbiner angeschaut haben.

Da müsste man eigentlich »Mazal Tov! Schkojach!«

Aber ich schrieb bereits: Manche fragen sich ernsthaft ob das sein muss. Der Hintergrund ist wohl eher politisch, denn der »Vaad haKaschrut« (die Kaschrutaufsicht) ist eine Einrichtung von Chabad und das scheint einigen (jetzt aufgepasst, thematisch passender Kalauer) »nicht zu schmecken«. Wenn es darum geht, es einfacher zu machen in Deutschland koscher zu leben, sollten wir doch eigentlich zufrieden sein, wenn es mehrere Organisationen gibt, die sich damit beschäftigen. Das erhöht Transparenz, die Zertifizierungen liegen nicht in einer Hand und sind somit hoffentlich keinen politischen Spielchen unterworfen.
Also alles gut und ein Angebot mehr verfügbar.

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Die Rabbinerkonferenzen – Freunde?

Briefwechsel Rabbinerkonferenzen

Eine ganze Zeit lang gab es in Deutschland zwei Rabbinerkonferenzen. Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz der orthodoxen Rabbiner und die Allgemeine Rabbinerkonferenz für die meisten Rabbiner, die nicht Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz sind oder waren und zu verschiedenen Strömungen des Judentums gehören.

Wenn man gewisse Spannungen erwartet hätte, hätte man sie natürlich hier erwartet. Doch mit der wachsenden Anzahl von Chabad-Rabbinern, wurde eine weitere Rabbinerkonferenz begründet, die allerdings Deutscher Rabbinerrat heißt. Weil von der wachsenden Anzahl von Chabad-Rabbinern die Rede war, ist klar, zu welcher Strömung die Mitglieder dieser Konferenz größtenteils gehören: Zu Chabad.
Es hat den Anschein, als sei das notwendig geworden, weil die Orthodoxe Rabbinerkonferenz keine Chabad-Rabbiner aufnehmen wollte.

Die beiden Organisationen existierten ersteinmal unabhängig voneinander und dann muss es Widerstand gegen die Formierung des Rabbinerrates gegeben haben, denn, so berichtet jedenfalls Chabad, wandte sich jemand offenbar an das Oberrabbinat des Staates Israel, genauer gesagt, an den sefardischen Oberrabbiner Schlomoh Amar und der wiederum wandte sich mit einem Brief an Chabad.

I turn to you, dear Rabbis of Germany, and call upon you to try and find what unites the Jews for the sake of G-d, and not what causes Machlokes (Chas V’Shalom). It is befitting for the honor of Torah that all Orthodox forces in Germany united together and work hand in hand in the face of the challenges and important missions which are facing you, and I do not see any obstacle in your path.
Auszug aus der englischen Übersetzung von hier

Chabad wiederum antwortet darauf und lässt wenige Fragen bezüglich der Einschätzung der Orthodoxen Rabbinerkonferenz offen:

It is true that Germany has an organization of modern-Orthodox Rabbis known as the ORD, which unites the Rabbis of the official communities, but for some odd reason this organization is only willing to accept Rabbis of official communities, and is steadfastly refusing to accept religious Rabbis, leaving the vast majority of religious Rabbis without any central body supporting them.

This is not the place to present all the shameful episodes and harrassment which the ORD has given to Rabbis who tried to join their ranks, we will just present a few short points, and hopefully at some point the Rabbi will grant us the opportunity to present the complete picture.

The Rabbi is surely aware of the sad situation in Germany, which has official communites which are affiliated with the Reform movement, and some communities which are „united“ (that have both an orthodox and reform departments), but even the latter do not follow the Torah way.
Auszug aus der englischen Übersetzung von hier

Der Autor des Artikels, Shalom Abramowitz, zeigt ebenfalls eine klare Haltung zur religiösen Ausrichtung der ORD:

The genuinely Orthodox Rabbis (including Chabad Rabbis) have been trying as much as possible to influence their local communities to adhere to Halachic standards and to to fall for any Reform-Style ideas presented by the ORD.
von hier

Eines steht fest: Langweiliger ist es durch den Zuwachs nicht geworden.
Doch die Differenzen werden vermutlich nicht durch das israelische Oberrabbinat gelöst werden, sondern irgendwann die Tatsache, welche der beiden Konferenzen tatsächlich mehr Einfluss auf ihre Anhänger haben.

Warum man sich übrigens an das Rabbinat des Staates Israel wendet, ist mir noch nicht so ganz klar. Es ist ja für den Staat Israel zuständig und nicht für Deutschland.

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Wuppertal hat einen neuen Rabbiner

Bergische Synagoge

Im November hieß es hier, der Wuppertaler Rabbiner ginge nach Düsseldorf. Das tut er tatsächlich auch und hinterlässt so einen freien Platz für einen nachrückenden Kandidaten.
Dieser steht offenbar nun fest.
Es ist Rabbiner Dr. David Vinitz, Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz, der bisher im Landesverband Westfalen-Lippe, unter anderem, die Gemeinden Bochum und Recklinghausen als Wanderrabbiner betreut hat. Dr. Vinitz stammt aus Sibirien, hat in Irkutsk zunächst Geschichte studiert und sich dann später in Israel dazu entschlossen Rabbiner zu werden. Für die Organisation Shavei Israel kümmerte er sich zunächst um Subbotniki und kam dann nach Dortmund, um von dort aus die übrigen Gemeinden des Landesverbandes zu versorgen. Mit einem festen Bezugspunkt wird er die Möglichkeit haben, ein wenig mehr Energie in einen konkreten Ort investieren zu können.
Viel Erfolg in Wuppertal!

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Düsseldorf hat einen neuen Rabbiner

Es ist, als würde man mit dem Auto von der Einfahrt an die Straße heranrollen. Man schaut nach Links, man schaut nach Rechts und sieht ein Fahrzeug kommen. Dann wartet man, bis es vorbeigefahren ist, fährt raus und dann kracht von der anderen Seite der LKW ins Auto. Ich war vollkommen auf die Vermutung fixiert, dass das Hamburger Modell sich in Düsseldorf durchsetzt und der bereits vorhandene Rabbiner von Chabad Rabbiner der Stadt Düsseldorf wird. Nun hat die Jüdische Gemeinde aber genau dies nicht entschieden.

Er wird die Stelle ab 2012 nicht übernehmen. Das Amt wird Rabbiner Aharon Ran Vernikovsky (Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz) bekleiden.
Rabbiner Vernikovsky wechselt damit aus dem beschaulichen Wuppertal (über 2000 Mitglieder aber keine Website?) in die große Gemeinde am Rhein.
Er wurde in Petach Tikwah geboren, kam als Jugendlicher aber bereits nach Berlin. Seine jüdische Ausbildung durchlief er dann aber wieder in Israel. Offenbar spricht Rabbiner Vernikovsky kein Russisch, die Betreuung der russischsprachigen Gemeindemitglieder verbleibt also vermutlich bei einem Rabbiner der einen russischen Hintergrund hat. Eine Überraschung.

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Neuer Transfer – Ruhe für Freiburg

Bleiben wir einfach in der Analogie zum Transfermarkt zur Bundesliga, wenn wir über die Gemeinden und ihre Rabbiner sprechen:

Ein neuer (kann man durchaus in zwei Lesarten verstehen) Rabbiner bringt jetzt etwas Sicherheit in die Israelitische Kultusgemeinde Freiburg, nachdem diese ihren letzten Rabbiner gekündigt hatte (siehe auch hier). Rabbiner Avraham Radbil (Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz) wechselt von Köln nach Freiburg und steigt in die großen Fußstapfen, die sein Amtsvorgänger dort hinterlassen hat. Ganz gleich, was man ihm hinterher nachgesagt hat insbesondere auch die Lokalzeitung, die äußerst ausführlich über die Angelegenheit berichtete. Diese titelt nun Der neue Rabbiner ist cool und porträtiert den jungen Gemeinderabbiner.

Dank an Yankel Moishe für den Hinweis!

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Gijurprogramm? Nie gehört

Es passiert also (endlich) etwas. Einige Gemeindemitglieder werden Aushänge der Orthodoxen Rabbinerkonferenz in den Gemeinden gesehen haben:

Kinder jüdischer Väter, aber keiner jüdischen Mutter, können an einem Konversionsprogramm teilnehmen. Es finden Blockseminare statt die in die Lage versetzen sollen, einen orthodoxen Gijur machen zu können. Dieser wird dann anschließend organisiert. Unter Beteiligung des israelischen Oberrabbinats.
Dieses sagt nun aber offenbar Gijurprorgamm? – das berichtet die Nachrichtenseite Kikar HaSchabbat:

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Man kenne das Organ, aber ein solches Schreiben hätte man nicht unterzeichnet.

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Unappetitliches Freiburg

Nach Hamburg stellt nun die Israelitische Kultusgemeinde Freiburg einen langjährigen Rabbiner frei. Wie die Badische Zeitung berichtet, habe es gravierende Unregelmäßigkeiten gegeben. Geschäftliche und religiöse. Rabbiner Benjamin Soussan – Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz -sei fristlos entlassen worden. Damit ist es das zweite Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz, welches gewisse Schwierigkeiten hat. Der Webmaster der Gemeinde war jedenfalls fleißig und hat jegliche Spur des ehemaligen Gemeinderabbiners getilgt. Dabei hieß es noch vor kurzer Zeit Unser Rabbiner Benjamin Soussan, Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz und Landesrabbiner von Baden, kümmert sich mit ganzem Herzen um die Freiburger (google cache). Hoffentlich einer der letzten Fälle.

Update: Die Jüdische Allgemeine hat den Fall in einer aktuellen Ausgabe ebenfalls beleuchtet. So heißt es:

Die ORD zeigt sich in einer Stellungnahme entsetzt über die Vorwürfe an Rabbiner Soussan und spricht von einer einseitigen Rufmordkampagne: Landesrabbiner Soussan sei ein ordentliches Mitglied der ORD und als Rabbiner anerkannt als Landesrabbiner bleibe er auch weiterhin im Amt.
Kampagne Noch schärfer reagiert in einer Pressemitteilung der Oberrat sämtliche Vorwürfe seien frei erfunden und entbehren jeglicher Grundlage. Die scharfe Reaktion von ORD und Oberrat erfolgte wohl auch darum, weil der Freiburger Streit via Badische Zeitung auch an die nichtjüdische Öffentlichkeit gelangte. von hier

und die Badische Zeitung kontert:

Was die Anerkennung Benjamin Soussans als Rabbiner angeht, so steht diese für die IRGB außer Frage: „Rabbiner Benjamin David Soussan ist anerkanntes Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz in Deutschland (ORD). Die IRGB anerkennt grundsätzlich alle Rabbiner der ORD.“ Die ORD selbst spricht von Rufmordkampagne. Soussan ist Gründungsmitglied der ORD. Die Organisation existiert seit 2003. Seit Dezember 2010 ist Soussans Sohn Julien-Chaim im Vorstand. Dokumente, die die Vorwürfe widerlegen, wurden der BZ auch auf Nachfragen nicht vorgelegt. von hier

Weiter heißt es in dem Artikel

Drei Tage vor den BZ-Berichten hatte der Oberrat schriftlich den sogenannten Restvorstand der jüdischen Gemeinde der Vorsitzende Mikhail Kats war Mitte 2010 zurückgetreten gebeten, diese Vorwürfe nicht öffentlich zu machen und vorgeschlagen, sich auch im Interesse Soussans auf eine Abfindung zu einigen. Zitat: „So könnte es nach außen hin als normaler Übergang dargestellt werden.“ Gegenüber der BZ erklärte Fuhl, von dem Plan, Soussan in den Ruhestand zu verabschieden, höre er zum ersten Mal. auch von hier

Wobei mir nicht vollkommen klar ist, warum die Badische Zeitung so sehr ausführlich über den Fall berichtet, der für den Großteil der Leser eigentlich von geringem Interesse sein dürfte.

Update 2 – zum Thema Aufmerksamkeit Die Frage nach dem Interesse für die Leser hat die Badische Zeitung mittlerweile beantwortet. Man berichte über die Vorgänge in der Gemeinde so, wie man auch über entsprechende Vorgänge in einer katholischen oder evangelischen Gemeinde berichten würde. Die angesprochenen Problematiken wären überall Thema und von öffentlichem Interesse.

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Rabbinical Council Siddur

Anzeige für den RCA Siddur
Im vergangenen Jahr kündigte das Rabbinical Council of America einen neuen Siddur an. Dabei dürfte es sich um einen neuen Siddur aus dem Hause ArtScroll handeln und ArtScroll hat vermutlich schwer am Korensiddur zu knacken. Bei dem neuen Siddur wird es sich aber auch um einer überarbeitete Fassung des bereits existierenden Siddurs des RCA sein. Im Gegensatz zu den anderen ArtScroll Siddurim findet man hier einzelne Gebete für den Staat Israel und im kommenden Siddur auch für Feiertage, die den Staat Israel betreffen. Zwei weitere Besonderheiten preist die Anzeige an: Eine verbesserte Typographie und eine einfachere Übersetzung. Beides bietet auch der großartige Siddur von Koren an.
Ein anderes Topfeature soll die Website sein:

RCA Siddur Website

Noch hat die Seite kaum Funktionen, viele Menüpunkte haben keine Funktion, doch bereits jetzt gibt es sogar How To Videos, was sehr sympathisch ist. Das großartigste an ihnen ist, dass sich die RCA bei der Auswahl pluralistisch zeigt. Wurden doch Reform How Tos gewählt:

Zunächst war ich etwas verwirrt, dass auch in einigen orthodoxen Synagogen die Torah in Blickrichtung der Gemeinde gelesen wird, aber als das Mädchen die Torah hielt, war klar, dass Rabbi David aus dem Video vermutlich kein orthodoxer Rabbiner ist… Entweder ist das RCA sehr tolerant, oder bei der Erstellung der Website sind einfach verschiedene Fehler gemacht worden – aber das ist ja nahezu ausgeschlossen. Eine solche Organisation wird auf gar keinen Fall bei ihrem öffentlichen Auftritt nachlässig sein. Die ORD wirft ja auch nicht mal eben in hoher Auflage ein eher unterdurchschnittliches, nicht beendetes Dokument unter die Leute. Ups. Haben sie ja gemacht

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Rabbiner Teitelbaum ist wieder da

Vor etwa zwei Jahren verließ Rabbiner Teitelbaum überraschend und schnell die jüdische Gemeinde Köln (siehe auch hier). Aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen, wie es hieß. Weitere Spekulationen folgten, aber etwas genaues wussten vermutlich nur einige wenige.
Nun ist er wieder da. Von einer mittelgroßen Gemeinde wie Köln (etwa 4500 Mitglieder) in eine kleine Gemeinde: Bremen mit etwa 1000 Mitgliedern. Wie der Weser Kurier berichtet, habe Teitelbaum eine Initiativbewerbung an die Gemeinde gesendet. Es sei bekannt gewesen, dass Bremen einen Rabbiner suche und Teitelbaum würde passen. Weiter wird berichtet, dass Rabbiner Teitelbaum die Staatsbürgerschaft besitzt und seine Deutsch- und Russischkenntnisse für diese Position ideal seien. Seine Tätigkeit in Köln hat jedoch keine Erwähnung gefunden.

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Avraham Radbil zu seiner Smichah

Übergabe der Smicha in München

Lassen wir doch, abseits der schlagwortartigen Medienaufmerksamkeit, den frischgebackenen Rabbiner Avraham Radbil selber zu Wort kommen:

Als aller erstes würde ich mich gerne, für die einmalige Gelegenheit, ein paar Worte an euch richten zu dürfen bedanken, aber auch für die Möglichkeit mich bei allen, die gemeinsam diesen Tag möglich gemacht haben bedanken zu dürfen.

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