Es ist offensichtlich geworden, dass der angestaute (also bereits vorhandene) Antisemitismus in Deutschland sich seit dem Flotttillendesaster ein Ventil sucht. Dabei ist es unerheblich, ob die Tzahal mit Blumen wirft oder Menschen tötet (so zynisch das auch ist, siehe hier). Jedenfalls findet das nun immer noch ungebremst statt und es ist offensichtlich, dass recht viele türkische/türkischstämmige Jugendliche, sich solidarisieren (natürlich nicht alle, aber eine signifikante Anzahl). Ein gutes Beispiel hätten wir hier:

Der junge Herr zitiert Hitler und möchte Juden gleich vergasen. Kein Einzelfall in den sozialen Netzen, wie wir in der letzten Zeit erfahren durften.
Indiskutabel? Natürlich! Bilkay Öney, Mitglied der SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses, sortiert in der Jüdischen Allgemeinen die Diskussion deshalb neu und mischt als Politikerin mit türkischer Abstammung die Karten ein wenig neu; leider nur in der Jüdischen Allgemeinen -wie es ausschaut – und deshalb zunächst an der Zielgruppe vorbei. Vermutlich werden die entsprechenden Medien den Beitrag Öneys später aufgreifen. Jedenfalls wäre es wünschenswert:
Die türkische Gemeinde bildet die größte Minderheitengruppe in Deutschland. Sie ist gleichzeitig diejenige, die im Mittelpunkt der Integrationsdebatte steht und sich am häufigsten gegen Vorurteile wehren muss. Für dieses Anliegen ist die Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinschaft unerlässlich. Bisher hat diese die türkische Minderheit stets verteidigt und in Schutz genommen: beim Kopftuchstreit, beim Moscheenstreit und als in Mölln (1992) und Solingen (1993) die Häuser von Türken brannten. Nun brennt es politisch wieder. Denn jemand zündelt. Aber wo ist die türkische Stimme in Deutschland, die sich für jüdische Belange starkmacht? von hier
Das Zündeln am Pulverfass führt also nicht nur lokal (in der Türkei) zu einer Mobilisierung und Empörung der Massen, zum Nutzen einer einzelnen Partei, sondern hat den Effekt, dass auch in Deutschland soetwas passiert. Was zu bösesten Folgen führen kann. Besonnenheit scheint also angesagt zu sein.
Dazu stellt sie eine interessante, vielleicht rhetorische Frage:
Wie hätte wohl das türkische Militär reagiert, wenn sich israelische Friedensaktivisten gegen den Willen Ankaras auf den Weg in die kurdischen Gebiete gemacht hätten, um die PKK mit Hilfsladungen zu versorgen? Hätte das türkische Militär die Israelis passieren lassen? Auch von hier
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