Sep
03
2008
Nur mal kurz angemerkt, wer da für wen ins Rennen geht: Für Obama geht Joe Biden ins Rennen, der über sich selber sagt, er sei Zionist und für McCain geht Sarah Palin ins Rennen. Sie mag offenbar keine Eisbären, ist aber ganz offenkundig für den Kreationismus
(siehe hier). Das Furchtbare daran ist vielleicht, dass es genau dafür eine Klientel gibt…
Aug
12
2008
Der Boston Globe zeigt in seiner Serie The Big Picture, dass Russland seine Interessen sehr rigoros durchsetzt. Alle Bilder hier.
Mai
28
2008
Fragt nicht, was dieses Blog für Euch tun kann, fragt, was Ihr für dieses Blog tun könnt.
Wenn jemand eine Idee hat, wer mir eine Middle East Version von InDesign sponsern könnte, dann bin ich für sachdienliche Hinweise äußerst dankbar…
Mai
08
2008
Hier ist ja seit einer Woche nicht passiert. Deshalb hier eine kleine Statusmeldung:
Heute ist nicht nur JomHaAtzmaut, was ja an sich ein riesiger Grund zu feiern ist (wie verhält sich der Trubel von Jom HaAtzmaut eigentlich zu den Vorschriften der Omer-Tage?), sondern auch Donnerstag. Am Donnerstag wird der Haushalt mit Offlinelesestoff versorgt:

Vieles davon bleibt bis zum Schabbat liegen und wird dann verarbeitet. Die Jüdische Allgemeine bringt übrigens ein 60-seitiges Special zu Israels rundem Geburtstag. Die ZEIT glänzte heute mit einem Artikel über die Jewish Agency. ZEIT Autorin Gisela Dachs (die regelmäßig aus Israel berichtet) untersucht die Frage, ob die Jewish Agency überhaupt noch zeitgemäß ist:
Umgekehrt wird von liberaler Seite am Sinn der ganzen Einwanderungspolitik gezweifelt. Jüngst forderte ein Journalist in der Zeitung Ha’aretz die Abschaffung der Jewish Agency, weil Israel keine Neubürger mehr brauche, um sein Bestehen zu garantieren: »Die Tore sollten weiter offenbleiben für alle Juden, doch mit den Bemühungen, Menschen zur Einwanderung zu überreden, sollte man aufhören.« Außerdem gebe es auf der ganzen Welt kaum noch Juden, die in echter Gefahr lebten. Es sei – ironischerweise – vielmehr die nationale Heimstätte Israel zur schwierigsten Kampfzone des jüdischen Volkes geworden. von hier
Der Artikel (und die anderen aus der ZEIT vergangener Woche) ergänzen ganz gut die Berichterstattung der übrigen Medien.
Apr
14
2008
Dieser Tage ist es nicht besonder politisch korrekt zu hinterfragen, was eigentlich die Tibet-Aktivisten erreichen wollen (siehe meinen Beitrag hier). In diesem Zusammenhang geht es immer wieder um das „olympische Feuer” und dessen Schutz. Wenn man betrachtet, wer es zum ersten Mal entzündet hat, dann widerspricht das in interessanterweise dem, was da heute zum olympischen Gedanken erklärt wird. In den deutschen Medien ist das Thema nicht besonders beliebt, deshalb zitiere ich die New York Times. Sie widmet sich ausführlich der Sache:
If you want to know how the Olympic torch really began its “Journey of Harmony,” as the Chinese call its current relay, if you want to see why the torch has had to pass through a human obstacle course composed of protesters, SWAT teams and police in San Francisco, Paris and London, then do not look to Tibet’s grievances against China. Look to the opening of Leni Riefenstahl’s 1938 film, “Olympia.”
In that homage to Berlin’s 1936 Olympic Games the origins of this ritual are revealed. Never before had a lighted torch been relayed from a Greek temple in Olympia to an athletic competition, let alone by thousands of runners trying to keep it from being extinguished.
von hier
Dem Artikel aus der NY Times ist eigentlich nicht mehr hinzuzufügen…
Apr
01
2008
Es gibt ein Land, in dessen Sprache das Wort für „Frau” wörtlich übersetzt bedeutet „von niederer Geburt” und das Wort für „Mann” dementsprechend „Wesen höherer Geburt”. In diesem Land ist der Besuch vieler heiliger Stätten Männern vorbehalten. In der Religionsauslegung dieses Staates ist seine Religion die einzig richtige.
Das ist eigentlich keine Kultur, mit der man sich hierzulande unkritisch auseinandersetzen würde: Dennoch hissten gestern zahllose Gemeinden und Städte vollkommen unkritisch die Fahne des Landes. Es handelt sich natürlich nicht um den Iran. Es handelt sich um Tibet. Dessen Autonomie und Wiedereinsetzung der ursprünglichen Regierung bedeutet die Wiedereinsetzung der Theokratie und die Wiederherstellung eines feudalen Systems in dem die großen Klöster den Hauptanteil des Landes besitzen und das Blidungswesen dominieren. Über diese werden dann auch alle wirtschaftlichen Aktivitäten abgewickelt. Für diese Staatsform werden hier die Flaggen gehisst und in den Augen der chinesischen Regierung jede Kritik an deren Vorgehen ad absurdum geführt; denn man kann anschließend nicht hergehen und behaupten, man engagiere sich für die Befreiung des tibetischen Volkes. Die Besetzung Tibets und das Vorgehen Chinas in dieser Region soll damit nicht gerechtfertigt werden; aber man darf seine eigene Position getrost auch mal hinterfragen.
Aug
11
2007
Wegen meiner kurzen Abwesenheit hier, beginnen wir mit etwas leichter Kost. Der Tag als das Internet abstürzte:
Breaking News: All Online Data Lost After Internet Crash
Jul
31
2007
Und nun zu etwas völlig anderem – widmen wir uns dem Fußball. Auf dem Server dieses Blogs läuft seit einigen Tagen auch eine Seite für ein privates Tippspiel zur ersten Fußballbundesliga (hier). Wer von meinen Lesern Interesse daran hat, der kann sich gerne anmelden (zu gewinnen gibt es natürlich nichts). Auf talmud.de dagegen kann man seit Neuestem die israelische Liga verfolgen und natürlich auch dort, fleißigst mittippen (hier), wenn die zwölf Mannschaften der ליגת העל Ligat ha’al ab dem 18. August gegeneinander antreten. Israelischer Fußball steht nicht gerade im Fokus der Öffentlichkeit (außerhalb Israels), aber zuweilen gab es mal Anfragen, wo man sich darüber informieren kann. Nun also auch auf talmud.de.
Jun
26
2007
Die Achse des Bösen gibt es nun auch als Bildschirmschoner für die politisch informierten PC-Arbeitsplätze. Während also der Nutzer den Rechner nicht verwendet, zeigt dieser die Länder der Achse mit einem Gradmesser für Übelkeit des jeweiligen Staates. Herunterladen kann die ganze Geschichte hier. Der Schoner ist ein Werbegimmick für das Buch „Bad Lands” von Tony Wheeler, der all diese bösen Länder bereist hat und gleich ein, wahrscheinlich sehr interessantes, Buch daraus gemacht hat:
‘You guys really are the axis of evil’, our guide splutters over his stein of beer in the Pyongyang duck restaurant. ‘You’re always leaning out of the windows and taking photographs when I tell you not to.’
In an age of plastic knives on planes, Tony Wheeler can make the extraordinary claim of having visited all the rogue countries currently on newsreaders’ lips. Bad Lands is a witty first-hand account of his travels through places often perceived as having some of the most repressive and dangerous regimes in the world: Afghanistan, Albania, Burma, Cuba, Iran, Iraq, Libya, North Korea and Saudi Arabia. Taking into account each country’s attitude to human rights, terrorism and foreign policy, he asks ‘what makes a country truly evil?’ and ‘how bad is really bad?’ – all the while engaging with a colourful cast of locals and hapless tour guides, ruminating on history and debunking popular myths. von hier
Mit großem Dank an K. für das Auffinden und weitersagen dieser Geschichte
Apr
23
2007
Am 16. April wurden die Gewinner des Pulitzer-Preises bekannt gegeben. Die Fotografin Renée C. Byer, hat für die Regionalzeitung Sacramento Bee, hat Cyndie Madsen und ihren an Krebs erkrankten Sohn Derek begleitet. Für die daraus entstandene Dokumentation A Mother’s Journey hat sie den Preis erhalten.

Die Bilder sind äusserst eindrücklich, teilweise beklemmend, sie kann man hier betrachten. Wer sich dem stellen möchte oder kann, sollte das auch tun.