Archiv für die Kategorie 'Dialog Trialog'

Aug 13 2010

Die A* Frage

von Chajm unter Dialog Trialog,Jüdisches

Im deutschen Sprachraum gibt es eine Frage die Juden recht häufig gestellt wird und die man gemeinhin durchaus als A****l*chfrage bezeichnen kann – einige jüdische Leser werden das kennen: Man unterhält sich einige Sätze lang. Es wird klar »Aha. Deutscher Jude« und es könnte sein, dass man recht schnell gefragt wird »Watt sagen Sie denn dazu, watt Israel da mit den Palästinensern macht?« Das ist die A****l*chfrage.
Michael Wuliger (Autor des Der koschere Knigge) beschreibt das etwas diplomatischer:

Gehen Sie mal davon aus, dass dieser Jude höchstwahrscheinlich Ihnen ähnlicher ist, als Sie vermuten. Die Bundesliga interessiert ihn mehr als die Lage in Gaza, über die Fahreigenschaften seines Wagen denkt er häufiger nach als über die Vergangenheitsbewältigung. ABBA hört er lieber als Klezmermusik. Und öfter als den Talmud liest er den Kicker. Also nerven Sie den armen Mann – oder die Frau – nicht mit Ihrer Betroffenheit beim Besuch des Holocaustmahnmals oder Ihren Ideen zum Nahostkonflikt. Fragen Sie ihn bitte auch nicht nach komplexen Details der religiösen Speisegesetze. Er kennt sie wahrscheinlich nicht. Sie würden ja auch, wenn Sie Katholik sind, beim Bier keine Debatte über die theologischen Aspekte der Transsubstantion führen wollen. Ach und noch was: Sie müssen einen Juden auf der Fete nicht zwingend mit „Schalom“ begrüßen. Ein freundliches „Guten Tag“ reicht völlig aus.
Interview mit Cicero (hier)

Das gilt offenbar auch für andere Länder. Kurz geschildert aus meiner Sicht: Drei Frauen kommen in einen Laden. Es stellt sich heraus, dass der Laden einem jüdischen Marokkaner gehört. Die erste Konversation gilt noch dem Zusammenleben von jüdischen und muslimischen Marokkanern und *zack* sind wir schon bei Israel:

Was der Besitzer erzählt, erinnert Maya an eine Theorie, die wir kürzlich in einem Comic über Palästina lasen: Nicht die Religion, sondern die ethnische Herkunft von “weißen” Israeliten sei Grund für die rassistische Politik Israels. Juden aus Nordafrika seien unvoreingenommener gegenüber Palästinensern. “Wären alle in Israel so wie der Verkäufer, könnte man dort in Frieden leben”, sagt Maya zu mir. von hier

Der Text von Kübra Yücel (die auch bemerkenswert nette Artikel zum Miteinander von Juden und Muslimen schreiben kann) aus der taz zeigt zum einen, wie man sich auf gar keinen Fall verhalten sollte, wenn man mit jemandem ein interessantes Gespräch führen möchte und transportiert zum anderen eine recht krude These zum Nahostkonflikt (bei Lila eine nette Replik entdeckt).
Warum das Iii-bäh ist, einen jüdischen Marokkaner, jüdischen Deutschen, jüdischen Russen oder jüdischen Briten für irgendwelche Vorgänge irgendwo auf der Welt zur Verantwortung zu ziehen, beschreibt die Autorin aber eigentlich selber in einem Interview:

Ich lebe hier in Deutschland. Natürlich finde ich es schrecklich, was in einigen Ländern geschieht und vielen anderen Muslimen geht das mit Sicherheit genauso. Aber unser Lebensmittelpunkt ist hier, wir sind nicht verantwortlich für die Verbrechen, die anderswo geschehen. von hier

Bemerkenswert erscheint mir die Haltung, dass man gerne so lange weiterdiskutieren möchte, bis man sein Gegenüber mit der eigenen Meinung missioniert hat und diese Meinung/Haltung auch selber nicht hinterfragt. Der Marokkaner aus der Geschichte weiß das offenbar:

Mich trifft das tief. “Sag ihm, ich habe kein Problem”, raunze ich. “Er hat anscheinend eines.” Kritisch kuckt mich der Verkäufer an. Dann lacht er freundlich, auf einmal wäre es ganz leicht, zu der friedlichen Stimmung von vorhin zurückzukehren.
Aber ich will das Thema Palästina nicht so schnell zu den Akten legen und bitte Maya um eine letzte Übersetzung: “Kein Land auf dem Blut eines anderen.” Der Verkäufer lacht und sagt: “inschallah, inschallah.” von hier

Diese Verbissenheit ist kein sehr sympathischer Charakterzug und keine Einladung zum Austausch von Meinungen; sondern lediglich ein Ausdruck von besonderem Sendungsbewusstsein. Nur: Wenn alle Akteure vor Ort (Israel-Palästina) so handeln würden (es gibt Ausnahmen und Konfliktparteien die per Definition nicht an einem Kompromiss interessiert sind), dann wäre die politische Situation um ein Vielfaches schlimmer.

39 Kommentare

Jul 14 2010

Zum jüdisch-islamischen Dialog

Der jüdisch-islamische Dialog ist, ausgerechnet in diesen Zeiten, nicht das leichteste Unterfangen, aber er findet statt (auch in dieser Mailingliste). Für diejenigen, die sich erst langsam auf dieses Terrain wagen wollen, habe ich einige Eckpunkte zusammengestellt. Den Beitrag verfasste ich für das famose Blog des Österreichischen Jüdischen Museums. Er ist hier zu finden.
Falls Ihr Anregungen oder Fragen dazu habt, gerne in den Kommentarbereich im Blog des OJM.

Keine Kommentare

Mrz 29 2010

Proteste im Ruhrgebiet

von Chajm unter Deutschland,Dialog Trialog

Proteste gg. ProNRW an der Gelsenkirchener Horster Straße
Am Wochenende kam es im Ruhrgebiet zu Protesten diverser Aktionen von ProNRW und zumindest in Gelsenkirchen war auch eine Vertreterin der jüdischen Gemeinde erfreulicherweise vor Ort in der Moschee, um Solidarität auszudrücken. Dort nahm man gemeinsam mit Vertetern anderer Religionen am Freitagsgebet teil. Dass es hier noch Notwendigkeit für interreligiösen Dialog gibt, macht ein Gelsenkirchener Blogger deutlich, der offenbar Stimmungen von Moscheemitgliedern eingefangen hat:

Weniger schön war, dass Mitglieder der DITIB [Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion] Moschee meinten, dass die Pro’s doch besser bei den “Juden” demonstrieren sollten, bei denen wäre man richtig, aber doch bitte nicht vor einer Moschee! Auch wetterten sie gegen den neuen Moscheebau in der Schüngelbergsiedlung, denn das wäre ja “Milli Görus” und die sind keine richtigen Moslems, eher Fanatiker. Einzig und allein richtig seien nur die Moscheen von der DITIB, da sie staatlich sind, so die Moscheemitglieder! von hier

Hier wird deutlich, dass die übermäßige Israelsolidarisierung der Islamhasser natürlich ihre spaltende Wirkung entfaltet. Gerade deshalb ist es richtig, dass Mitglieder und Vorsitzende der Gemeinden sich aktiv an der Auseinandersetzung beteiligen und am Dialog mitwirken; denn der Dialog funktioniert ja und findet statt.

2 Kommentare

Jan 25 2010

Finger weg von diesem Buch!

von Chajm unter Dialog Trialog

Dazu raten auch die Töchter des Autoren Samir Selmanovic, Ena und Leta.
Samir Selmanovic hat nämlich ein bemerkenswertes Buch geschrieben »It’s Really All About God: Reflections of a Muslim Atheist Jewish Christian«: Über den interkonfessionellen Dialog – nicht in Form von Selbstverneinung und ständiges gegenseitiges Zurücknehmen der eigenen Traditionen, sondern über das Entdecken der eigenen Religion und ihrer Werte. Im christlich-jüdischen Dialog führt das häufig nur zu einem Monolog über das Judentum und Debatten darüber, statt zu weiterführenden Diskussionen.
Was gemeint ist, stellt er in einem Video selber ganz gut vor:

Hier kann man einen Auszug lesen, der sich damit beschäftigt, wer Samir Selmanovic selber ist. Heute ist er Pfarrer bei den Siebenten-Tags-Adventisten, was auch erklärt, warum er in seinem Buch nach einem Ort für das Gebet am Schabbat sucht. Diese Freikirche feiert anscheinend den Samstag als Ruhetag, statt des Sonntags – allerdings ohne es dabei auf die Missionierung von Juden abgesehen zu haben -obwohl es auch in dieser Strömung Vertreter gibt, die das gerne tun würden. Sein Engagement ist übrigens nicht nur literarischer Art. Er gehört zu den Begründern einer interkonfessionellen Initiative in Manhattan, dem »Faithouse«.
Über amazon kann man das Buch hier bestellen.

3 Kommentare

Jan 21 2010

Deutschtürken und der Holocaust

Die Zeit bringt recht überraschend ein dreiseitiges Feature über das Verhältnis der Deutschtürken zur Schoah, inklusive einer Umfrage und kommt zu dem Schluss

In Deutschland lebende Türken sehen die Beschäftigung mit dem Holocaust auch als ihre Sache an. Aber sie sympathisieren wenig mit Israel. von hier

Die vollständigen Grafiken der Umfrage kann man hier herunterladen.
Interessant wäre es gewesen, die Antworten auf die gleichen Fragen von Deutschen zu lesen, die keinen türkischen Hintergrund haben. Vermutlich mögen sie den Staat Israel ebenso wenig. Über allgemeine antisemitische Ressentiments erfahren wir sehr wenig.
Zudem lesen wir auch über Ufuk Topkara, der in verschiedenen Artikeln mal der Moslem ist, der das Judentum und die Schoah erklärt, manchmal der Deutschtürke, oder einfach der Mann mit Migrationshintergrund (siehe beispielsweise hier einen Artikel aus der FAZ und hier aus der taz über ihn, sogar hier im Blog war er bereits Thema).

3 Kommentare

Jan 10 2010

Kritik der Kritiker

von Chajm unter Deutschland,Dialog Trialog

Henryk Broders Argumente gegen den Islam werden im Internet gerne weiterverarbeitet und abgeschrieben. Bemerken konnten Leser dieses Blogs das unter anderem in den Kommentaren zu diesem Artikelhier. Nun meldet sich der Leiter der Feuilletonredaktion, Claudius Seidl, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu Wort und kritisiert die Argumente der Kritiker (hier). Das tut er in Einzelschritten und recht genau und kommt zu dem Schluss:

Diese Befunde sind schon deshalb deprimierend, weil sie keinen anderen Schluss zulassen, als dass die Muslime in unsere westlichen, säkularisierten Gesellschaften nicht integriert werden können – es sei denn, sie hörten auf, Muslime zu sein. von hier

Wenn Henryk Broder das tun würde, was er an anderen ankreidet (den Muslimen), nämlich sich für die Rechte der Frauen einzusetzen (beispielsweise), dann sollte er sich vor der Kölner Synagoge in den Sitzstreik begeben und fordern, dass Frauen unten bei ihren Männern sitzen dürften. Hat er das jemals gemacht oder öffentlich kritisiert? Wohl eher nicht.

11 Kommentare

Nov 30 2009

Minarettdiskussion

von Chajm unter Dialog Trialog

Stopp Ja
Die Schweiz ist ein Land, in dem es ganze vier Minarette gibt (wie Jörg Lau informiert) und nun gibt es kaum einen Ort im Internet, an dem sich Befürworter und Gegner der Schweizer Volksabstimmung nicht heftigst angehen. Das ist beim erwähnten Blogeintrag von Jörg Lau der Fall, aber beispielsweise auch bei Spreeblick. Dabei gibt es einige wenige Punkte die man der Diskussion noch hinzufügen kann. Während einige das (vorläufige?) Minarettverbot als Sieg der direkten Demokratie feiern, schlagen andere die Hände über dem Kopf zusammen. Kann also die direkte Demokratie direkte Grundwerte – und das Recht auf freie Religionsausübung ist ein solches, zumindest im deutschen Grundgesetz (Artikel 4, §2) – aushebeln? Was ist, wenn morgen mit 50,1 Prozent der Stimmen beschlossen wird, Nichtchristen aus dem Land zu verweisen? Oder die Ausübung des Judentums aus irgendeinem Grunde zu verbieten? Offenbar reicht es ja nur aus, bestimmte Ängste anzusprechen, damit das Abstimmungsergebnis wie gewünscht ausfällt. Tatsächlich dürfte die Abstimmung nur der Beginn sein. Weitere Initiativen zum Verbot von Moscheen generell und islamischen Kulturzentren werden wohl folgen. Wenn man schon einmal dabei ist, kann man ja gleich auch Synagogen verbieten. Ein Schächtverbot besteht übrigens bereits.
Es sollte klar sein, dass nicht wichtig ist, was architektonisch passiert, sondern in den Köpfen der Menschen. Sollte der Schweizer Bürger sich tatsächlich um eine vermeintliche Islamisierung sorgen, dann sollte er sich Sorgen um Staaten machen, die mit Schweizer Hilfe tatsächlich ein solches Programm fahren, aber der Iran ist ein guter Handelspartner der Schweiz.
Eine Diskussion über Minarette und den Bau von Moscheen im Allgemeinen kann, meines Erachtens nach, nur auf baubehördlicher Ebene geführt werden (passt es architektonisch ins Straßenbild? ist es sicher? welche Änderungen müssen vorgenommen werden, damit es passt) und nicht, ob man es grundsätzlich erlaubt oder nicht, ob eine Gruppe ihre religiösen Einrichtungen ausstatten darf wie sie es wünscht. De facto sollte da gleiches Recht für alle gelten.
Lassen wir einen prominenten jüdischen Architekten zu Wort kommen – Salomon Korn- Weiterlesen »

92 Kommentare

Aug 10 2009

Veranstaltung: Was nach Dresden?

von Chajm unter Dialog Trialog,Jüdisches

Veranstaltungshinweis:
Auf tragische Weise hat uns der Mord an Marwa El-Sherbini in einem Dresdner Gerichtssaal vor Augen geführt, wie virulent und gefährlich menschenverachtende Ressentiments in unserer Gesellschaft sein können. Der tödliche Vorfall in der sächsischen Hauptstadt wirft zahlreiche Fragen auf, die, wie viele glauben, im Nachgang zum Mord unbeantwortet blieben: Haben unsere Gesellschaft, unsere Institutionen und Politiker bei der Bekämpfung des Hasses und Diskriminierung versagt? Wird das Problem der religiös oder rassistisch bezogenen Menschenfeindlichkeit immer noch als Problem „der Anderen“ behandelt? Und wie, wenn überhaupt, soll die politische Klasse in Deutschland auf solche Vorfälle reagieren?
In der muslimischen Community wurden die Reaktionen auf den Mord an Marwa El-Sherbini als unausreichend angesehen, und als Zeichen für die fehlende Anerkennung von Musliminnen und Muslimen in unserem Land gedeutet. Auch jüdische Menschen haben häufig das Gefühl mit wachsenden antisemitischen Ressentiments in Deutschland allein gelassen zu sein.
Wo stehen wir als Vielfaltsgesellschaft angesichts dieser Entwicklungen? Und wohin bewegen wir uns in der Zukunft? Darüber wollen wir mit führenden Politikern diskutieren.

Verantwortung der Politik und Gesellschaft angesichts alter und neuer Formen der Menschenfeindlichkeit:

Centrum Judaicum
Oranienburger Strasse 28-30 Berlin
19.00 – 20.30 Uhr
13. August 2009
Weiterlesen »

Keine Kommentare

Feb 10 2009

Kleine Moschee

von Chajm unter Dialog Trialog

“You call the mosque ‘the cross-less church’?”
“Sometimes…”
“What do you call a synagogue?”
“Synagogue. I don’t want to offend anybody.”


Jewschool
bringt einen Hinweis auf Little Mosque on The Prairie (hier online schauen).
Die Sendung läuft offensichtlich im Schweizer Fernsehen unter dem Titel „Unsere kleine Moschee“ . Nicht zufällig ist wohl die Assoziation mit dem Titel „Unsere kleine Farm“ (diese Sendung habe ich übrigens immer als Einschlafhilfe empfunden).
Beschrieben wird von Muslimen in der (fiktiven) kanadischen Stadt Mercy in der Prärie von Saskatchewan mit 14.000 Einwohnern. Eine Rolle spielt die lokale Moschee, die sich im (gemieteten) Gemeindehaus der Anglikanischen Kirche befindet und in Fatimas Café, einem Diner. Der „große Macher” der muslimischen Gemeinschaft Yasir Hamoudi,hat als Unternehmer das Gebäude für die Einrichtung der Moschee unter dem Vorwand gemietet, Büroräume für sein Unternehmen pachten zu wollen.
Bürgermeisterin von Mercy ist eine Dame namens Ann Popowicz (könnte ein jüdischer Nachname sein) regiert. Lustigerweise wird der Vorsitzende der Gemeinschaft von Carlo Rota gespielt, der auch bei 24 mitwirkt.
In dem Mikrokosmos werden viele Stereotype aufgegriffen und mit ausreichend Ironie bedacht, so gibt es den Radiojournalisten Fred Tupper, für den Muslime allesamt Terroristen sind, die Teenagerin Layla Siddiqui, die ihre Rolle sucht und zugleich an Jungs interessiert ist. Das Haus ihres Vaters ist für sie „Baberistan“. Dann gabt es Sarah Hamoudi, die zum Islam konvertiert ist und so ihre eigenen Probleme mit dem religiösen Alltag hat.
Der Humor ist bissig (wie man dem Zitat oben entnehmen kann).

Erste Folge:

Auch großartig und vermutlich auch auf einige Gijurkandidaten zutreffend ist die Folge The Convert.

Ein Kommentar

Jan 19 2009

In Berlin: Antisemitismusbekämpfung in Berlin und Deutschland

Angesichts der aktuellen Entwicklungen dürfte die Veranstaltung einen Nerv treffen:

Neue Strategien gegen ein altes Phänomen:
Antisemitismusbekämpfung in Berlin und Deutschland
Am Mittwoch, den 28. Januar 2009
17.30 – 19.00 Uhr
Centrum Judaicum (Grosser Saal)
Oranienburger Strasse 28-30
10117 Berlin

Wieder mal macht sich unter jüdischen Menschen in Deutschland die Verunsicherung breit: Vor dem Hintergrund der Zuspitzung des Nahostkonflikts fallen wieder antisemitische Äußerungen, auf Berliner Strassen werden judenfeindliche Parolen skandiert, jüdische Menschen und sogar das Wachpersonal vor jüdischen Einrichtungen werden zur Zielscheibe tätlicher Angriffe.
Ein Senator, eine Abgeordnete und ein prominenter Historiker diskutieren am 28. Januar 2008 mit Sergey Lagodinsky über ihre Einschätzung der Lage in der Hauptstadt und darüber, was Politik und Gesellschaft tun können, um den alten Hass in seinen neuen Formen effektiv zu bekämpfen

Dr. Ehrhart Körting, Innensenator des Landes Berlin
Bilkay Öney (Grüne), – Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses
Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Bundeswehruniversität München, Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München

Sergey Lagodinsky (Moderation) – Präsidium der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Grußwort: Lala Süsskind – Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Am Mittwoch, den 28. Januar 2009
17.30 – 19.00 Uhr
Centrum Judaicum (Grosser Saal)
Oranienburger Strasse 28-30
10117 Berlin

Bitte beachten, dass der Einlass durch Sicherheitsmaßnahmen am Eingang verzögert werden kann.

6 Kommentare

Ältere Einträge »