Archiv für die Kategorie 'Dialog Trialog'

Jan 25 2010

Finger weg von diesem Buch!

von Chajm unter Dialog Trialog

Dazu raten auch die Töchter des Autoren Samir Selmanovic, Ena und Leta.
Samir Selmanovic hat nämlich ein bemerkenswertes Buch geschrieben »It’s Really All About God: Reflections of a Muslim Atheist Jewish Christian«: Über den interkonfessionellen Dialog – nicht in Form von Selbstverneinung und ständiges gegenseitiges Zurücknehmen der eigenen Traditionen, sondern über das Entdecken der eigenen Religion und ihrer Werte. Im christlich-jüdischen Dialog führt das häufig nur zu einem Monolog über das Judentum und Debatten darüber, statt zu weiterführenden Diskussionen.
Was gemeint ist, stellt er in einem Video selber ganz gut vor:

Hier kann man einen Auszug lesen, der sich damit beschäftigt, wer Samir Selmanovic selber ist. Heute ist er Pfarrer bei den Siebenten-Tags-Adventisten, was auch erklärt, warum er in seinem Buch nach einem Ort für das Gebet am Schabbat sucht. Diese Freikirche feiert anscheinend den Samstag als Ruhetag, statt des Sonntags – allerdings ohne es dabei auf die Missionierung von Juden abgesehen zu haben -obwohl es auch in dieser Strömung Vertreter gibt, die das gerne tun würden. Sein Engagement ist übrigens nicht nur literarischer Art. Er gehört zu den Begründern einer interkonfessionellen Initiative in Manhattan, dem »Faithouse«.
Über amazon kann man das Buch hier bestellen.

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Jan 21 2010

Deutschtürken und der Holocaust

Die Zeit bringt recht überraschend ein dreiseitiges Feature über das Verhältnis der Deutschtürken zur Schoah, inklusive einer Umfrage und kommt zu dem Schluss

In Deutschland lebende Türken sehen die Beschäftigung mit dem Holocaust auch als ihre Sache an. Aber sie sympathisieren wenig mit Israel. von hier

Die vollständigen Grafiken der Umfrage kann man hier herunterladen.
Interessant wäre es gewesen, die Antworten auf die gleichen Fragen von Deutschen zu lesen, die keinen türkischen Hintergrund haben. Vermutlich mögen sie den Staat Israel ebenso wenig. Über allgemeine antisemitische Ressentiments erfahren wir sehr wenig.
Zudem lesen wir auch über Ufuk Topkara, der in verschiedenen Artikeln mal der Moslem ist, der das Judentum und die Schoah erklärt, manchmal der Deutschtürke, oder einfach der Mann mit Migrationshintergrund (siehe beispielsweise hier einen Artikel aus der FAZ und hier aus der taz über ihn, sogar hier im Blog war er bereits Thema).

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Jan 10 2010

Kritik der Kritiker

von Chajm unter Deutschland, Dialog Trialog

Henryk Broders Argumente gegen den Islam werden im Internet gerne weiterverarbeitet und abgeschrieben. Bemerken konnten Leser dieses Blogs das unter anderem in den Kommentaren zu diesem Artikelhier. Nun meldet sich der Leiter der Feuilletonredaktion, Claudius Seidl, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu Wort und kritisiert die Argumente der Kritiker (hier). Das tut er in Einzelschritten und recht genau und kommt zu dem Schluss:

Diese Befunde sind schon deshalb deprimierend, weil sie keinen anderen Schluss zulassen, als dass die Muslime in unsere westlichen, säkularisierten Gesellschaften nicht integriert werden können – es sei denn, sie hörten auf, Muslime zu sein. von hier

Wenn Henryk Broder das tun würde, was er an anderen ankreidet (den Muslimen), nämlich sich für die Rechte der Frauen einzusetzen (beispielsweise), dann sollte er sich vor der Kölner Synagoge in den Sitzstreik begeben und fordern, dass Frauen unten bei ihren Männern sitzen dürften. Hat er das jemals gemacht oder öffentlich kritisiert? Wohl eher nicht.

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Nov 30 2009

Minarettdiskussion

von Chajm unter Dialog Trialog

Stopp Ja
Die Schweiz ist ein Land, in dem es ganze vier Minarette gibt (wie Jörg Lau informiert) und nun gibt es kaum einen Ort im Internet, an dem sich Befürworter und Gegner der Schweizer Volksabstimmung nicht heftigst angehen. Das ist beim erwähnten Blogeintrag von Jörg Lau der Fall, aber beispielsweise auch bei Spreeblick. Dabei gibt es einige wenige Punkte die man der Diskussion noch hinzufügen kann. Während einige das (vorläufige?) Minarettverbot als Sieg der direkten Demokratie feiern, schlagen andere die Hände über dem Kopf zusammen. Kann also die direkte Demokratie direkte Grundwerte – und das Recht auf freie Religionsausübung ist ein solches, zumindest im deutschen Grundgesetz (Artikel 4, §2) – aushebeln? Was ist, wenn morgen mit 50,1 Prozent der Stimmen beschlossen wird, Nichtchristen aus dem Land zu verweisen? Oder die Ausübung des Judentums aus irgendeinem Grunde zu verbieten? Offenbar reicht es ja nur aus, bestimmte Ängste anzusprechen, damit das Abstimmungsergebnis wie gewünscht ausfällt. Tatsächlich dürfte die Abstimmung nur der Beginn sein. Weitere Initiativen zum Verbot von Moscheen generell und islamischen Kulturzentren werden wohl folgen. Wenn man schon einmal dabei ist, kann man ja gleich auch Synagogen verbieten. Ein Schächtverbot besteht übrigens bereits.
Es sollte klar sein, dass nicht wichtig ist, was architektonisch passiert, sondern in den Köpfen der Menschen. Sollte der Schweizer Bürger sich tatsächlich um eine vermeintliche Islamisierung sorgen, dann sollte er sich Sorgen um Staaten machen, die mit Schweizer Hilfe tatsächlich ein solches Programm fahren, aber der Iran ist ein guter Handelspartner der Schweiz.
Eine Diskussion über Minarette und den Bau von Moscheen im Allgemeinen kann, meines Erachtens nach, nur auf baubehördlicher Ebene geführt werden (passt es architektonisch ins Straßenbild? ist es sicher? welche Änderungen müssen vorgenommen werden, damit es passt) und nicht, ob man es grundsätzlich erlaubt oder nicht, ob eine Gruppe ihre religiösen Einrichtungen ausstatten darf wie sie es wünscht. De facto sollte da gleiches Recht für alle gelten.
Lassen wir einen prominenten jüdischen Architekten zu Wort kommen – Salomon Korn- Weiterlesen »

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Aug 10 2009

Veranstaltung: Was nach Dresden?

von Chajm unter Dialog Trialog, Jüdisches

Veranstaltungshinweis:
Auf tragische Weise hat uns der Mord an Marwa El-Sherbini in einem Dresdner Gerichtssaal vor Augen geführt, wie virulent und gefährlich menschenverachtende Ressentiments in unserer Gesellschaft sein können. Der tödliche Vorfall in der sächsischen Hauptstadt wirft zahlreiche Fragen auf, die, wie viele glauben, im Nachgang zum Mord unbeantwortet blieben: Haben unsere Gesellschaft, unsere Institutionen und Politiker bei der Bekämpfung des Hasses und Diskriminierung versagt? Wird das Problem der religiös oder rassistisch bezogenen Menschenfeindlichkeit immer noch als Problem „der Anderen“ behandelt? Und wie, wenn überhaupt, soll die politische Klasse in Deutschland auf solche Vorfälle reagieren?
In der muslimischen Community wurden die Reaktionen auf den Mord an Marwa El-Sherbini als unausreichend angesehen, und als Zeichen für die fehlende Anerkennung von Musliminnen und Muslimen in unserem Land gedeutet. Auch jüdische Menschen haben häufig das Gefühl mit wachsenden antisemitischen Ressentiments in Deutschland allein gelassen zu sein.
Wo stehen wir als Vielfaltsgesellschaft angesichts dieser Entwicklungen? Und wohin bewegen wir uns in der Zukunft? Darüber wollen wir mit führenden Politikern diskutieren.

Verantwortung der Politik und Gesellschaft angesichts alter und neuer Formen der Menschenfeindlichkeit:

Centrum Judaicum
Oranienburger Strasse 28-30 Berlin
19.00 – 20.30 Uhr
13. August 2009
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Feb 10 2009

Kleine Moschee

von Chajm unter Dialog Trialog

“You call the mosque ‘the cross-less church’?”
“Sometimes…”
“What do you call a synagogue?”
“Synagogue. I don’t want to offend anybody.”


Jewschool
bringt einen Hinweis auf Little Mosque on The Prairie (hier online schauen).
Die Sendung läuft offensichtlich im Schweizer Fernsehen unter dem Titel „Unsere kleine Moschee“ . Nicht zufällig ist wohl die Assoziation mit dem Titel „Unsere kleine Farm“ (diese Sendung habe ich übrigens immer als Einschlafhilfe empfunden).
Beschrieben wird von Muslimen in der (fiktiven) kanadischen Stadt Mercy in der Prärie von Saskatchewan mit 14.000 Einwohnern. Eine Rolle spielt die lokale Moschee, die sich im (gemieteten) Gemeindehaus der Anglikanischen Kirche befindet und in Fatimas Café, einem Diner. Der „große Macher” der muslimischen Gemeinschaft Yasir Hamoudi,hat als Unternehmer das Gebäude für die Einrichtung der Moschee unter dem Vorwand gemietet, Büroräume für sein Unternehmen pachten zu wollen.
Bürgermeisterin von Mercy ist eine Dame namens Ann Popowicz (könnte ein jüdischer Nachname sein) regiert. Lustigerweise wird der Vorsitzende der Gemeinschaft von Carlo Rota gespielt, der auch bei 24 mitwirkt.
In dem Mikrokosmos werden viele Stereotype aufgegriffen und mit ausreichend Ironie bedacht, so gibt es den Radiojournalisten Fred Tupper, für den Muslime allesamt Terroristen sind, die Teenagerin Layla Siddiqui, die ihre Rolle sucht und zugleich an Jungs interessiert ist. Das Haus ihres Vaters ist für sie „Baberistan“. Dann gabt es Sarah Hamoudi, die zum Islam konvertiert ist und so ihre eigenen Probleme mit dem religiösen Alltag hat.
Der Humor ist bissig (wie man dem Zitat oben entnehmen kann).

Erste Folge:

Auch großartig und vermutlich auch auf einige Gijurkandidaten zutreffend ist die Folge The Convert.

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Jan 19 2009

In Berlin: Antisemitismusbekämpfung in Berlin und Deutschland

Angesichts der aktuellen Entwicklungen dürfte die Veranstaltung einen Nerv treffen:

Neue Strategien gegen ein altes Phänomen:
Antisemitismusbekämpfung in Berlin und Deutschland
Am Mittwoch, den 28. Januar 2009
17.30 – 19.00 Uhr
Centrum Judaicum (Grosser Saal)
Oranienburger Strasse 28-30
10117 Berlin

Wieder mal macht sich unter jüdischen Menschen in Deutschland die Verunsicherung breit: Vor dem Hintergrund der Zuspitzung des Nahostkonflikts fallen wieder antisemitische Äußerungen, auf Berliner Strassen werden judenfeindliche Parolen skandiert, jüdische Menschen und sogar das Wachpersonal vor jüdischen Einrichtungen werden zur Zielscheibe tätlicher Angriffe.
Ein Senator, eine Abgeordnete und ein prominenter Historiker diskutieren am 28. Januar 2008 mit Sergey Lagodinsky über ihre Einschätzung der Lage in der Hauptstadt und darüber, was Politik und Gesellschaft tun können, um den alten Hass in seinen neuen Formen effektiv zu bekämpfen

Dr. Ehrhart Körting, Innensenator des Landes Berlin
Bilkay Öney (Grüne), – Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses
Prof. Dr. Michael Wolffsohn, Bundeswehruniversität München, Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München

Sergey Lagodinsky (Moderation) – Präsidium der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Grußwort: Lala Süsskind – Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Am Mittwoch, den 28. Januar 2009
17.30 – 19.00 Uhr
Centrum Judaicum (Grosser Saal)
Oranienburger Strasse 28-30
10117 Berlin

Bitte beachten, dass der Einlass durch Sicherheitsmaßnahmen am Eingang verzögert werden kann.

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Jan 15 2009

Antisemitismus ist kein Symptom des Konflikts

In Israel ist man schon wieder einen Schritt weiter. Am Montag beteten in Haifa Mitglieder der liberalen Or Chadash Gemeinde mit Katholiken und Muslimen gemeinsam für den Frieden. Reform Judaism berichtete darüber hier.

In Deutschland ist die Situation dagegen am Wochenende vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Es waren zahlreiche Demonstrationen gegen den Einsatz israelischen Militärs angemeldet und aus vielen Orten wurde berichtet, dass ein Mob antisemitische Parolen grölte, dass die Flaggen verfassungsfeindlicher Organisationen gezeigt wurden oder das die Wut des Mobs nur durch Nachgeben seitens der Polizei im Zaum gehalten werden konnte. Dieser Antisemitismus hat jedoch nichts mit dem Krieg in Gaza zu tun. Der ist nur Auslöser für die Mechanismen und Kräfte, welche die Menschen auf die Straße treiben und aus Demonstrationen Hasskundgebungen machten. Aus Gelsenkirchen berichtete ich bereits. Aus Berlin gibt es ebenfalls keinen schönen Bilder:

(Mit Dank an Jörg Lau für diesen Hinweis)

In Duisburg brach die Polizei eine Wohnung auf, um aus ihr eine Israelfahne zu entfernen (siehe hier), Menschen brüllten antisemitische Parolen und bewarfen das Haus mit Gegenständen. Unter Gejohle entfernte dann die Polizei die Fahne. Später wird das damit begründet, die Fahne Israels sei eine Provokation für die Demonstranten. Aus Mannheim berichtet ein Blogger ebenfalls wenig friedliches. Aus Mainz ebenfalls.
Die Polizei wird sich fragen lassen müssen, was sie tun wird, wenn man Synagogen als Provokation empfindet, oder die Präsenz von Juden in einer Stadt. Weiterlesen »

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Jan 01 2009

Israel ist Opium für das Volk

von Chajm unter Dialog Trialog, Israel und so

Diese Überschrift eines Artikels von Mona Eltahawy, der in der ägyptischen Zeitung Daily News Egypt resümiert eigentlich, was ich in zahlreichen Diskussionen hier bereits schrieb. Israel und der Hass auf Israel ist nur Mittel zum Zweck und dient vor allem denjenigen, die den Hass schüren und eine Feindschaft aufrecht erhalten. Welchen Grund hätte Israel gehabt, den nächsten Abschnitt auf dem Weg zu einem palästinensischen Staat nicht zu gehen, wenn die Raketen nach einem Abzug der Siedler und der Armee aus Gaza nicht geflogen wären?
Zurück zum Artikel von Mona Eltahawy:

On Sunday, a man on a bicycle blew himself up in the middle of an anti-Israel demonstration in the Iraqi city of Mosul. The technique legitimized and blessed by clerics throughout the Arab world as a weapon against Israel had gone haywire and was used against Arabs protesting Israel’s bombardment of Gaza.
That twisted and morbid full circle completed on the streets of Mosul can be captured only by paraphrasing Karl Marx – Israel is the opium of the people.
What else explains the collective amnesia on display this weekend in the Middle East?
Has Israeli Foreign Minister Tzipi Livni forgotten already that just last year she was close to ousting Prime Minister Ehud Olmert for his handling of Israel’s 2006 war on Lebanon launched under very similar circumstances to those that preceded the bombardment of Gaza? And yet there she was making the rounds of U.S. Sunday news shows to explain why Israel had to act against the Muslim militant Hamas movement in power in Gaza. von hier

Sie hat aber auch konkrete Vorstellungen von dem, was folgen muss:

We honor the dead by smashing through the region’s amnesia until we break through to the taboos and continue to smash. Talking to Hamas? Israel should do it if it will end the violence. Focusing on internal issues in each Arab country and ignoring the opium that is Israel? Egyptians, Jordanians, Lebanese, Syrians et al should do it before their respective states fail for the sake of Palestine.
Palestinians still have no state. What a shame it would be for one Arab state after the other to fail in the name of Palestine. auch von hier

Eine andere muslimische Stimme:

The Muslim Canadian Congress (MCC) has expressed alarm at the on-going Israeli attacks on Gaza and has asked the international community to intervene and bring about an immediate ceasefire. In a statement, the MCC condemned the disproportionate response by the IDF to the rocket attacks by Hamas, leading to hundreds of casualties. von hier

via Jewschool.

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Dez 10 2008

Bericht aus dem Iran

von Chajm unter Dialog Trialog, Jüdisches

Das Verhältnis der Juden zum Iran ist einerseits durch Solidarität zu Israel geprägt und der Angst vor einem möglichen Nuklearschlag gegen Israel (der auch sehr viele nichtjüdische, arabische Opfer fordern würde und eventuell den Felsendom in Mitleidenschaft ziehen würde) und Misstrauen. Dabei ist es die Führung des Iran der man misstrauisch gegenübertreten sollte und nicht dem gesamten Volk dort. Während also vielerorts lamentiert wird, fuhr Rabbi Brant Rosen einfach hin und informierte sich selber. Irgendwie liegt auf der Hand, zu welchem Ergebnis er kam, wenn er in seinem Blog auf die Reise zurückblickt:

The most essential thing I’ve learned is in some ways the most basic: Iran is a beautiful country with a venerable history and wonderful, gracious people. It is also a powerfully complicated country, marked by a myriad of cultural/political/religious/historical layers. I am now more convinced than ever that we in the West harbor egregiously stereotypical assumptions about this country – and that we harbor them at our mutual peril. von hier

Die einzelnen Beiträge in Rabbiner Brants Blog zeichnen ein sehr persönliches Bild des Lebens im Iran, aber natürlich schaut er auch, wie Juden im Iran leben:

Earlier in the day, we visited with the leaders of the Shiraz Jewish community. It’s obviously a smaller community than the Jewish community of Tehran, but it’s vital and active nonetheless. We learned that there are approximately 6,000 Jews in Shiraz and that their presence here dates all the way back to Cyrus the Great. The current Shiraz Jewish Community Center was founded 70 years ago ; there are 17 active synagogues and though there is no rabbi specifically the city, the community has been trained to take care of all of its essential religious needs. von hier

Auch aus der Hauptstadt berichtete er:

In short: there are roughly 20 – 22,000 Jews in Iran. The majority live in Tehran, followed by Shiraz and Esfahan. Jews have had a long and noble presence in Persia – they have lived there for almost 3000 years, making them the oldest Diaspora Jewish community in the world. von hier

Natürlich blieb er auch über Schabbat in Teheran:

Later in the afternoon we went to Shabbat services at the Abad Yosef synagogue, also in Tehran. Although it is a relatively new shul by Iranian standards, it definitely has a venerable quality about it. The sanctuary is breathtaking, the ark decorated by exquisite tiling and mosaic in the Persian/Middle Eastern style (see pic above). We were the first to arrive and when we settled in for services there were maybe only 20 elderly worshippers with us. That soon changed. Like shuls everywhere, folks gradually trickled in and before we knew it, we were surrounded by over 200 people. The vitality and vibrancy of the community was truly something to behold – older men davening, people chatting animatedly, young children running and playing throughout the sanctuary. The service was led by a variety of members at different points, including young teenagers. The style of the service was what is typically referred to as Mizrahi (Eastern), sung in distinctive Middle Eastern nusach (melody). von hier

Im Großen und Ganzen ist die gesamte Reihe von Artikeln aus dem Iran lesenswert, insbesondere dann, wenn man schauen will, wie es im Iran mit dem Miteinander ausschaut…

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