Archiv für die Kategorie 'Deutschland'

Feb 17 2010

Wer sagt was über den Kiddusch?

von Chajm unter Deutschland, Jüdisches

Wenn es um Gemeinden, Synagogen und ihren Kiddusch geht, kann man sich nicht auf alle Aussagen darüber verlassen. Mancherlei Berichterstatter scheint eine eigene Agenda zu haben. Welche Typen es da gibt, steht in meinem neuesten Artikel zu Neulich beim Kiddusch für die Jüdische Allgemeinehier-online.

Ein Kommentar

Feb 17 2010

Neue Synagoge im März

von Chajm unter Deutschland, Jüdisches

In der Diskussion und schon im Text zur gegenwärtigen Situation des Judentums in Deutschland wurde immer wieder gefragt, warum einige Gemeinden große Synagogen bauen, obwohl der Kurs und der Ausblick für die nächsten Jahre nicht ganz klar ist.
Es scheint Einigkeit darüber zu herrschen, dass Synagogen aus einer lebendigen Gemeinde heraus wachsen sollen und dementsprechend angemessen proportioniert sein müssen.
Im kommenden Monat (Mitte März 2010) wird eine Synagoge eröffnet, von der noch nicht ganz klar sein dürfte, wie es in den nächsten Jahren weitergeht. Die Synagoge wird 90 Plätze haben, die bauende Gemeinde, nämlich Herford hat etwa 100 Mitglieder. 2002 waren nur etwa 11 Gemeindemitglieder unter 21. Die Frage nach der Zukunftsperspektive steht also im Raum, auch wenn die Gemeinde durch ein paar Personen unterstützt wird, die der Gemeinde in Bielefeld den Rücken gekehrt haben (siehe hier), die selber nur etwas mehr als 280 Mitglieder zählt. Ambitioniert wäre also eine passende Bezeichnung für das Gesamtprojekt.
Auf den Internetseiten des Jüdischen Kulturzentrums Bielefeld findet man auch eine Kurzdarstellung des Projekts „Synagoge Herford
Die Synagoge selbst ist nach dem Vorbild der Vorkriegssynagoge gestaltet worden und gleicht ihr äußerlich; das dürfte für einen Synagogenneubau in Deutschland einmalig sein. Architektonisch ist es also ein interessantes Projekt. Nebenan befindet sich das Gemeindehaus.
Die Baukosten belaufen sich auf 1,7 Mio. €, wobei jeweils ein Drittel von der Gemeinde, der Kommune und dem Land NRW getragen wird.

12 Kommentare

Feb 07 2010

Juden in Deutschland – Bestandsaufnahme

von Chajm unter Deutschland, Jüdisches

Die Berichterstattung über Juden in Deutschland in den Medien erreicht gelegentlich große Veröffentlichungsfrequenzen, wenn neue Synagogen eröffnet werden oder sonst irgendeine Gemeinde ein besonderes Ereignis begeht. Häufig fällt die Wendung von der »Renaissance des deutschen Judentums«, obwohl die Realität anders ausschaut und wir heute mehr oder weniger wissen, dass von den vielen Gemeinden nicht alle eine große Perspektive haben. Julius Schoeps rechnete vor, dass es von derzeit 104 jüdischen Gemeinden in knapp 30 Jahren zwei Drittel nicht mehr geben wird. In Osnabrück wurde kürzlich eine neue Synagoge eröffnet, eine in Ulm wird folgen. So frug angesichts des Baubooms in letzter Zeit Heide Sobotka, Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen, in der ersten Ausgabe 2010, warum man nicht erst einmal jüdische Gemeinden aufbaut (hier), bevor man große Synagogen eröffnet.

Das Beth Midrasch hält nur so lange, wie seine Säulen von jüdischer Tradition und Religion getragen werden. von hier

In Deutschland hatten wir häufig die umgekehrte Entwicklung – meist unter dem Verweis, es fehle an geeigneten Räumlichkeiten. Hier wurden zunächst große Synagogen eröffnet und dann mit der Arbeit begonnen. Nur ist es für die wenigen Beter angenehmer, in einem kleinen Raum mit 14 anderen Personen zu beten, als in einem großen Synagogenraum, der für 200 Personen angelegt ist. Zudem wissen wir, dass mittlerweile die Anzahl der Gemeindemitglieder sinkt (hier). Wie auch Ron Yitzchak berichtet, bereitet die Fokussierung auf die falsche Gruppe bei der Gemeindearbeit uns heute Probleme. Die jungen Eltern und die Generation 30 plus, die mit ihren Kindern Judentum aufbauen könnte, wurde in kaum einer Gemeinde betreut.
Jörg Lau hat nun für die Zeit einen unaufgeregten Bericht bzw. eine kleine Bestandsaufnahme verfasst und dabei eben nicht auf die vermeintliche »Renaissance des deutschen Judentums« herbeigeschrieben, sondern geschaut, was sich tut. Natürlich stellt er auch fest, dass die Zahlen zurückgehen. Viel wichtiger ist der Punkt, dass Jörg Lau nicht nach den Funktionären schaut, sondern sich einige Vertreter herausgesucht hat, die über ihr jüdisches Leben Auskunft geben. Nebenher erfährt der nichtjüdische Leser, dass die jüngere Generation mit dem Konstrukt Zentralrat eigentlich recht wenig anfangen kann – eben weil ihre Interessen vollkommen andere sind. Oliver Polak ist einer derjenigen, über die berichtet wird:

Einer wie Oliver Polak will, wie er sagt, kein »Klassensprecher« für junge Juden sein. Er will auch nicht, dass in seinem Namen permanent mahnend gefaxt und gemailt wird: »Wenn ich mal schlecht gelaunt oder deprimiert bin«, ätzt er, »dann googel ich die aktuellen Pressemitteilungen des Zentralrats der Juden. Und dann geht es mir gleich besser, weil ich sehe, dass ich im Vergleich doch gar nicht so mies drauf bin.« von hier

Im Allgemeinen schneidet er alle Themen kurz an, leider aber nur das. Die Zeit hätte vielleicht für das Dossier eine runde Bestandsaufnahme machen können, mit mehr Stimmen zum Judentum in Deutschland.

In einem Punkt aber irrt Lau übrigens: die Einwanderung der Juden aus den ehemaligen Staaten der Sowjetunion ist nicht Helmut Kohl zu verdanken, sondern im Prinzip den letzten Tagen der DDR. Diese hatte die Regelung geschaffen und diese Regelung hat es geschafft, mit wiedervereinigt zu werden (siehe Bericht hier).

181 Kommentare

Jan 30 2010

Entdeckungen

von Chajm unter Deutschland, Jüdisches

There was a mesusah

Man parkt den Wagen in der Innenstadt, geht um das Auto herum und wundert sich, dass es in Gelsenkirchen auch ein paar schöne alte Häuser gibt. Ich bewundere eine nette Haustür und entdecke die überspachtelte Stelle oben rechts im Rahmen der Tür. Neigungswinkel und Höhe würden passen. Es könnte die Aussparung für eine Mesusah sein. Ich bin offensichtlich ein Freak, weil ich Dinge uminterpretiere, damit sie in mein Weltbild passen. Dennoch beginne ich vorsichtshalber eine kleine Recherche und finde Bestätigung.
Das Haus Husemannstraße 75 wurde 1921-1922 von einem Architekten namens Josef Franke für den Kinderarzt Dr. med. Max Meyer erbaut und Dr. Max Meyer war orthodoxer Jude. Wenn man hinabtaucht in seine Geschichte, erfährt man, dass er in der Stadt eine Austrittsgemeinde Adass Jisroel gründen wollte:

Geboren am 10. Februar 1884 in Gelsenkirchen, (nach 1969 New York) Dr. med., Kinderarzt, Hindenburgstr. 75. Studiert in Straßburg, München, Berlin, Approbation 1909; Dissertation Berlin 1909.
Mitteilung über die Aberkennung des akademischen Grades veröffentlicht in »Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger« am 17. Januar 1941, Medizinische Fakultät Berlin.
10.5.1939 Emigration zunächst nach London, 83 Lordship Park, N16. Ehefrau folgt über Belgien im Januar 1940: gemeinsam weiter nach den USA. License 40, Ped. 645 West End Ave., New York City
aus: »Jüdische Kinderärzte 1933-1945« von Eduard Seidler, Karger, 2007.

Dort gibt es auch einen Hinweis auf Meyers Aktivitäten in der orthodoxen Vereinigung.
Mehr gab es nicht. Monographien über die jüdische Geschichte der Stadt enthalten fast ausschließlich Informationen über die liberale Gemeinde. Wenn man die Quellen betrachtet ist es klar. Fast alle beziehen sich auf Personen, die früher dort Mitglied waren und wenig über die orthodoxe Gemeinde berichten wollten.
Derzeit suche ich nach der Enkelin von Dr. Meyer, die vermutlich in Monsey lebt und auch Medizinerin sein soll. Wie ich bisher erfahren habe, war das Haus von Dr. Meyer der zentrale Ort für die lokale Orthodoxie. Es gab dort einen Raum für gemeinsame Gebete, er zahlte einen Rabbiner und er organisierte von dort aus zahlreiche Aktivitäten. Übrigens zusammen mit dem Vater von Recha Fröhlich, der Frau des nicht ganz unbekannten Shimon Schwab mit dessen Sohn ich ebenfalls Kontakt aufnahm, um mehr über die lokale Orthodoxie zu erfahren. Die Ergebnisse halte ich laufend hier fest.
So brachte mich eine Haustür zu einem verblüffenden Mann, der mit persönlichen Mitteln und viel Einsatz versuchte, etwas aufzubauen aber dessen Wirken in seiner Heimatstadt vollständig in Vergessenheit geraten ist.

3 Kommentare

Jan 28 2010

So ein Schlamassel

von Chajm unter Deutschland, Filme & Videos

Am Freitag den 28. Januar steht den jüdischen Videorekordern (der Film läuft nach Schabatbeginn, am Freitag um 20:15 Uhr) vermutlich schlimmes bevor. Eine Produktion der Degeto für die ARD namens So ein Schlamassel kommt auf uns zu (Infos zum Film hier). Bisher konnte kaum eine allgemein gelobte Produktion über das Jüdische Leben in Deutschland auch nur ansatzweise das jüdische Publikum begeistern. Große Ausnahme bietet der nahezu (leider) unbekannte Film Zores (siehe auch hier). Die Geschichte von So ein Schlamassel ist im Prinzip schnell erzählt: Nichtjude trifft Jüdin. Liebe. Er gibt den Juden für die Familie. Familie trifft auf Familie. Alles wird gut.
Dazwischen wird natürlich jiddisch gesprochen (von Focus Herausgeber Helmut Markwort) und ein wenig ironielos geschaut, wie sich jüdische Familien in Deutschland wohl so verhalten.
Unvermeidbar also die Situation in der sich ein Nichtjude plötzlich im Mittelpunkt jüdischer Rituale sieht. Gut, dass es eine chassidische Lesbe gibt, die dem Mann die wichtigsten Eckpunkte erklärt. Damit ist er gegenüber Victor Buntspecht im Vorteil. Das ist der Mann, der in Die Abenteuer des Rabbi Jakob von Louis de Funès, ebenfalls in einer ähnlichen Lage ist.
Oder es kommt alles ganz anders und der Film zeigt auf amüsante Art und Weise, wie Juden in Deutschland leben (?)
Spannend ist, dass Drehbuchautor Daniel Wolf auch das Drehbuch für oben genannten, sehr famosen Film Zores geschrieben hat und auch mal das vorauseilend affirmative Verhalten gegenüber Juden aufs Korn genommen hat.

107 Kommentare

Jan 28 2010

Rabbiner Teitelbaum ist wieder da

von Chajm unter Deutschland, Jüdisches

Vor etwa zwei Jahren verließ Rabbiner Teitelbaum überraschend und schnell die jüdische Gemeinde Köln (siehe auch hier). Aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen, wie es hieß. Weitere Spekulationen folgten, aber etwas genaues wussten vermutlich nur einige wenige.
Nun ist er wieder da. Von einer mittelgroßen Gemeinde wie Köln (etwa 4500 Mitglieder) in eine kleine Gemeinde: Bremen mit etwa 1000 Mitgliedern. Wie der Weser Kurier berichtet, habe Teitelbaum eine Initiativbewerbung an die Gemeinde gesendet. Es sei bekannt gewesen, dass Bremen einen Rabbiner suche und Teitelbaum würde passen. Weiter wird berichtet, dass Rabbiner Teitelbaum die Staatsbürgerschaft besitzt und seine Deutsch- und Russischkenntnisse für diese Position ideal seien. Seine Tätigkeit in Köln hat jedoch keine Erwähnung gefunden.

2 Kommentare

Jan 21 2010

Deutschtürken und der Holocaust

Die Zeit bringt recht überraschend ein dreiseitiges Feature über das Verhältnis der Deutschtürken zur Schoah, inklusive einer Umfrage und kommt zu dem Schluss

In Deutschland lebende Türken sehen die Beschäftigung mit dem Holocaust auch als ihre Sache an. Aber sie sympathisieren wenig mit Israel. von hier

Die vollständigen Grafiken der Umfrage kann man hier herunterladen.
Interessant wäre es gewesen, die Antworten auf die gleichen Fragen von Deutschen zu lesen, die keinen türkischen Hintergrund haben. Vermutlich mögen sie den Staat Israel ebenso wenig. Über allgemeine antisemitische Ressentiments erfahren wir sehr wenig.
Zudem lesen wir auch über Ufuk Topkara, der in verschiedenen Artikeln mal der Moslem ist, der das Judentum und die Schoah erklärt, manchmal der Deutschtürke, oder einfach der Mann mit Migrationshintergrund (siehe beispielsweise hier einen Artikel aus der FAZ und hier aus der taz über ihn, sogar hier im Blog war er bereits Thema).

3 Kommentare

Jan 10 2010

Haus jüdischer Kultur

von Chajm unter Deutschland, Jüdisches

Das Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt 2010! Das bedeutet natürlich, dass sich kulturell eine Menge tut und einige Dinge in Bewegung gekommen sind.
Auf der Seite der Stadt Essen der Homepage für die Kulturhaupstadtsgeschichte fand ich einen kleinen Beitrag über die Umbauten der Alten Synagoge Essen in ein Haus jüdischer Kultur (hier), gefördert durch die Stadt Essen und das Land Nordhein-Westfalen. Dort heißt es:

Das zukünftige Haus jüdischer Kultur wird aber nicht museal und historisch, sondern als Begegnungsort mit jüdischer Kultur und jüdischem “Way of Life” präsentiert. Juden werden häufig auf die Rolle von Opfern in der NS-Zeit reduziert, die jüdische Kultur oft auf eine Religionsgemeinschaft verkürzt. Die Alte Synagoge wählt einen neuen Zugang. von hier

Das könnte also bedeuten, der neue Zugang ist inklusive? Wenn ich mich erinnere, wie harsch man damals auf die Anfrage reagiert hat, die ehemalige Wochentagssynagoge für liberale G-ttesdienste nutzen zu dürfen (hier zum Nachlesen), vermute ich nicht, dass die Einrichtung ihre Ausrichtung geändert hat, sondern, dass uns hier alter Wein in neuen Schläuchen kredenzt wird.
Dazu gehört übrigens auch eine interaktive Ausrichtung der Aktivitäten, wie YouTube Präsentationen:

und eine Präsentation im FaceBook. Ich freue mich jedenfalls auf die Nachricht über die FaceBook Post Hallo, Dank unseres neuen Konzeptes freuen wir uns, dass Sie nun einmal monatlich unseren Raum XY mit jüdischem Leben füllen. Über eine Spende würden wir uns freuen.. Naja, man wird ja noch träumen dürfen…

10 Kommentare

Jan 10 2010

Kritik der Kritiker

von Chajm unter Deutschland, Dialog Trialog

Henryk Broders Argumente gegen den Islam werden im Internet gerne weiterverarbeitet und abgeschrieben. Bemerken konnten Leser dieses Blogs das unter anderem in den Kommentaren zu diesem Artikelhier. Nun meldet sich der Leiter der Feuilletonredaktion, Claudius Seidl, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zu Wort und kritisiert die Argumente der Kritiker (hier). Das tut er in Einzelschritten und recht genau und kommt zu dem Schluss:

Diese Befunde sind schon deshalb deprimierend, weil sie keinen anderen Schluss zulassen, als dass die Muslime in unsere westlichen, säkularisierten Gesellschaften nicht integriert werden können – es sei denn, sie hörten auf, Muslime zu sein. von hier

Wenn Henryk Broder das tun würde, was er an anderen ankreidet (den Muslimen), nämlich sich für die Rechte der Frauen einzusetzen (beispielsweise), dann sollte er sich vor der Kölner Synagoge in den Sitzstreik begeben und fordern, dass Frauen unten bei ihren Männern sitzen dürften. Hat er das jemals gemacht oder öffentlich kritisiert? Wohl eher nicht.

11 Kommentare

Dez 14 2009

Chanukkah – Lichterfest mit Schatten

von Chajm unter Deutschland, Jüdisches

Jüdisches Lichterfest – mit Schatten nannte der WDR einen Beitrag zu Chanukkah. Darin geht es weniger um das Fest selber, als vielmehr um die auflodernden Konflikte in den Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (hier). Allerdings wirft der Artikel einiges durcheinander. So heißt es etwa

Ultra-Orthodoxe kamen ins Land, die eine strenge Form des Judentums propagieren, vereinzelt auch messianische Juden, die Jesus als den Messias verstehen. Den größten Zulauf aber hatten die progressiven Juden, wie sie sich selber nennen

Bisher ist mir noch kein einziger ultra-orthodoxes Gemeindemitglied begegnet, welches mit dieser Einstellung nach Deutschland gekommen ist (vielleicht mag es eine Ausnahme geben, mir ist sie nicht begegnet). Auch kamen wahrscheinlich kaum messianische und noch weniger progressive ins Land. Dieser Markt entstand erst in Deutschland unter der Aufbruchsstimmung. Jedenfalls liefert der Artikel ein kleines Stimmungsbild von dem, was in Nordrhein-Westfalen derzeit passiert, auch wenn nicht alle Aspekte vollkommen richtig oder ausführlich ausgeleuchtet wurden. Wenn man den Hinweis der sinkenden Mitgliederzahlen ernst nimmt, dann könnte man den Eindruck gewinnen, nach dem Höhenflug hat nun eine lange Talfahrt begonnen. Um dies zu stoppen, gilt, was ich im Artikel über die sinkenden Mitgliederzahlen schrieb:

Für die jüngere Generation, die jüdisches Leben draußen kennt, oder sich im Internet über die Aktivitäten nahezu jeder Gemeinde überall auf der Welt informieren kann, führt das zu Problemen, wenn man auf stark formalisierte Gemeinden im eigenen Land trifft und zunächst nicht das findet, was man zu finden erhofft hatte. Jüdinnen und Juden, die bereit sind sich zu organisieren, werden das tun – gerade über das Internet. Die Gemeinden müssten genau diese Menschen an sich binden und für sich gewinnen. Die entscheidende Frage ist also: Werden sie das tun?

Viele personelle Ressourcen werden gebunden um an Gelder zu gelangen, dabei kann viel Arbeit durch persönlichen Einsatz schon getan werden. Das geht in kleinen Strukturen natürlich einfacher, als in großen und vielleicht werden sich zunächst einmal diese kleinen entwickeln.

7 Kommentare

Ältere Einträge »