Archiv für die Kategorie 'Bloggen'

Feb 12 2010

Kommentare (in eigener Sache)

von Chajm unter Bloggen

Eigentlich mag ich Beiträge in eigener Sache, also praktisch Metabeiträge nicht besonders, aber es soll an dieser Stelle noch einmal extra auf die Vereinbarung zu Kommentaren hier im Blog hingewiesen werden, vielleicht hat es der ein oder andere ja schon bemerkt, dass es oben einen Reiter namens Kommentare gibt. Die Inspiration davon kommt von Cem Basmans Kommentarregeln. Auch für diesen Text von meiner Seite gilt natürlich, dass ihn jeder auch ohne Referenz weiterverwenden darf. Manchmal muss man einfach deutlich machen, dass man sich auch hier in den Kommentaren fair verhalten sollte und so miteinander umgeht, als würde man sich Auge in Auge gegenüberstehen. Häufig begegnet man auch Leuten, die im Netz richtig auf die Pauke hauen, aber im Leben draußen rot werden, wenn man sie darauf anspricht. Ich bitte also um freundliche Beachtung.

Ein Kommentar

Nov 18 2009

Kommentarfunktionen hier

von Chajm unter Bloggen

In eigener Sache:

  • Die Kommentarfunktion hier läßt zu, dass man seine Beiträge korrigieren kann. Sieben Minuten Zeit habt Ihr von nun an für Änderungen an den Texten Zeit. Sogar löschen kann man seine eigenen Kommentare, wenn man unzufrieden damit ist.
  • Auf der rechten Seite des Blogs sieht man die aktuellsten Beiträge, darunter die neuesten Kommentare und nun auch die 3 meistkommentierten Beiträge (neu)

Die neueste Übersicht ist ein nettes Spielzeug um zu sehen, was einmal heftigst diskutiert wurde. Interessant ist, dass es nicht die Kommentare sind, von denen ich ursprünglich dachte, sie hätten die meisten Kommentare. In meiner Erinnerung hatte Auf dem Obersalzberg jüdisch werden hunderte von Kommentaren…

3 Kommentare

Okt 13 2009

Amos Oz – Bilder aus dem Dorfleben

von Chajm unter Bloggen, Jüdisches

Amos Oz & Chajm Die knappe Beschreibung der Lesung von Amos Oz in der Bochumer Jahrhunderthalle (noch knapper und uninformativer schaffte es nur die Lokalpresse) enthielt einige Elemente nicht. Zum einen meine Verwunderung darüber, dass ich es für selbstverständlich hielt, dass Amos Oz in diesem Jahr den Nobelpreis für Literatur erhält. Sein literarisches Werk ist breit gefächert und sein Vermögen, mit Sprache umzugehen, spiegelt sich sogar in den deutschen und englischen Übersetzungen wieder. Sein politisches Engagement, welches nicht immer und überall in gleichen Maßen geschätzt wird, ist bekannt und wird in Deutschland häufig von den falschen Personen beklatscht, weil sie nur einzelne Ausschnitte betrachten. So lehnt er zwar die Siedlungstätigkeit vehement ab, ist aber ausdrücklich kein Gegner des Zionismus und der zionistischen Idee. So befürwortete er auch Ideen, die nicht bei jedem antizionistischen Applaudierer mit Begeisterung aufgenommen wurde. Die israelische Sperranlagen etwa, die Israel vom Westjordanland abgrenzen – aber nicht ihren Verlauf (siehe auch hier). Er befürwortete auch den letzten Krieg im Libanon, aber nur im Rahmen von Selbstverteidigung (siehe hier).
Mit einem Blick in die deutsche Leserschaft, war ich mir nicht immer sicher (und bin es noch immer nicht), welcher Aspekt seines Wirkens von den deutschen (nichtjüdischen) Lesern besonders geschätzt wird. Ich bin mir nicht einmal ganz sicher, ob die Leserschaft das selber sagen kann. Auch wenn er der meist übersetzte israelische Schriftsteller ist, so stellt sich diese Frage für Deutschland, denke ich, ganz speziell.
Er selber sagte am Sonntag, dass er in Israel nicht einmal eine Geschichte über das Taschengeld eines Mädchens schreiben könne. Sofort würde man darin eine Anspielung an die Wirtschaftskrise erkennen, in der Mutter die Öffentlichkeit sei und in der Tochter die Jugend des Landes. Etwas später fiel mir ein, woher ich das Argument schon kannte:

You’re always expected to have something to say about the political situation.
“Look, if I write a story about a father, a mother, a daughter and an allowance, someone will say the father is the government, the mother is the public, the daughter is the younger generation and the allowance is the economic crisis. What can I do? The new book takes place in Israel more or less, but it’s more about the human situation than the Israeli one. I know that people read the Israeli situation into it, because the Israeli situation is so painful that people read it into everything. I can’t tell people how to read.” von hier – HaAretz

Die FAQ der oberflächlichen Leser an den Autor, hat Oz bereits in seinem vorletzten, kurzen Roman, »Verse auf leben Tod« (hier bei amazon) verarbeitet: » Jeder Schriftsteller kennt und fürchtet die »wichtigsten Fragen« der Leser. Von »Warum schreiben Sie?« über »Sind Ihre Geschichten autobiographisch oder erfunden?« zu »Was wollten Sie mit Ihrem letzten Buch sagen?«.
Wer einen Blick in »Geschichten aus Tel Ilan«, תמונות מחיי הכפר also »Bilder aus dem Dorfleben« wirft, der versteht schnell, worin die Meisterschaft besteht, nämlich im gekonnten Aufspannen eines Mikrokosmos, in dem alle miteinander interagieren und in dem Personen durch scheinbare Nebensächlichkeiten einen Charakter erhalten.
Tel Ilan ist ein fiktiver Ort im Galil, der umgeben ist von Weinbergen und Obsthainen. Der Ort hat Geschichte, geht auf die Gründer des Staates zurück, ist aber heute Rückzugsgebiet für Menschen aus der Stadt und bietet ihnen dementsprechend Galerien, Boutiquen und Restaurants. Der Ort lebt zum größten Teil von den Wochenendtouristen und zwischen ihnen die Bewohner. Sie werden vorgestellt und verheddern sich irgendwann in Geschichten, die ein wenig an Kafka erinnern und zuweilen etwas deprimierend wirken. Den Beginn kann man hier online lesen.
Geschichten aus Tel Ilan bei amazon.de

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Sep 22 2009

Rosch haShanah 5770

von Chajm unter Bloggen, Jüdisches, Siddur



Rosch haShanah 5770, ursprünglich hochgeladen von Chajm

Rosch haSchanah ist vorüber. Wir schauen auf den nächsten Punkt – Jom Kippur. Wie man sehen kann, gab es im Hause des Ba’al ha Blog natürlich gefillte Fisch und jede Menge interessanter Dinge und ein recht aufschlussreiches Schacharit am ersten Tag Rosch haSchanah (nicht im Hause natürlich).
Zugleich möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Mechilah zu erbitten für den Einsatz der falschen Worte oder gar Taten!

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Sep 18 2009

Schanah Tovah 5770

von Chajm unter Bloggen, Jüdisches

Schanah Tovah!
Allen Leserinnen & Lesern und Diskutierenden alles Gute und Schöne für das kommende Jahr 5770. Mögen wir alle eingeschrieben werden in das Buch des Lebens!

8 Kommentare

Aug 21 2009

Jüdische Blogs gespammt und nun beleidigt

von Chajm unter Bloggen, Deutschland, Jüdisches

Andere Blogger kennen das Phänomen vielleicht: Gelegentlich erhält man Besuch von anderen Blogbetreibern die nicht einmal einen Pseudokommentar verfassen, sondern direkt einfach nur einen Link zu ihrem Blog in das Kommentarfeld packen. Eine andere Variante ist das Setzen von so genannten Trackbacks ohne tatsächlich auf die jeweiligen Blogs zu verweisen. Ziel ist es, auf sich selbst aufmerksam zu machen.
Ähnliches hat ein Aktiver einer christlichen Seite gemacht. Zufällig besuchte er die Seiten, die in meinem Artikel über jüdische Blogs erwähnt wurden (zumindest einige von ihnen) inklusive meines eigenen Blogeintrages darüber und parkte einen Link drunter. Anna fand das wenig charmant und bloggte das, freilich ohne den Urheber zu nennen. Nun legt aber der Urheber der Links in den Kommentaren nach und gibt sich beleidigt. Er habe einen Dialog gewollt, Anna würde den nicht wollen. Hier lässt er sich darüber aus und eskaliert so diese Geschichte, die sonst niemand auf den Tisch gepackt hätte.
Wie so häufig, wenn Juden sich der Umarmung erwehren, wird es dann auch schon mal unangenehm und der Ton schärfer und auch herablassender:

In Deutschland haben wir Religionsfreiheit und es sollte kein Thema sein, Deine Religion hier zu leben und zu praktizieren. Was meinst Du damit, wenn Du sagst, das sei schwieriger als an vielen anderen Orten der Welt ? Denkst Du, im Iran oder Irak wäre das leichter ? von hier

und später in einem Kommentar:

Irgendwie kommt es mir aber so vor, dass möglicherweise viele Juden so eine Art Paranoia haben, dass man ihnen was will ? von hier

Ansonsten gibt sich der Urheber ahnungslos und sieht nicht, dass es offenbar auch Personen mit anderer Meinung geben könnte. Er habe nur die Blogger einladen wollen, auf seinem Portal zu bloggen. Einladungen schauen jedoch anders aus und poltern nicht als reine Linkablage in die Blogs. Mit einer vernünftigen Vorgehensweise hätte man sich die darauf folgende Selbstentblößung ersparen können…

15 Kommentare

Aug 13 2009

Jüdische Blogs in deutscher Sprache

von Chajm unter Bloggen, Deutschland, Jüdisches

Im Juli erschien in der Jüdischen Allgemeinen der Artikel Digitale Freistilringer in dem eine ganze Reihe proisralischer Blogs kurzerhand zu jüdischen Blogs erklärt wurden. Wie Jüdisches Berlin feststellte, wurde auch jemand zum Geburtshelfer der deutschsprachigen jüdischen Blogosphäre erklärt, der damit zunächst überhaupt nichts zu tun hatte. Dementsprechend wurde nun nachgelegt und ein kurzer Gang durch die deutschsprachige jüdische Blogosphäre unternommen. Ach ja, der Artikel ist von mir… und hier abrufbar.

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Mai 28 2009

Ein Mann wehrt sich gegen den Vorwurf jüdisch zu sein

von Chajm unter Bloggen, Jüdisches

Richard Herzinger beschreibt in seinem Text Wie ich im Internet zum Juden erklärt wurde darüber, dass ihn jemand bei der Wikipedia zum Juden erklärt hatte (siehe hier). Dort war er über Nacht ein jüdischer Literaturwissenschaftler. Bei der deutschen Wikipedia ist man aber vorsichtig geworden und listet Juden nur in einer speziellen Kategorie auf, wenn ihr Judentum einen Einfluss auf ihr Werk hatten oder sonst von Wichtigkeit für sie war. Die englische Version führt dagegen einfach eine Liste von Juden, auch speziell von deutschen Juden bei denen die Religionszugehörigkeit eigentlich keine Rolle spielen sollte (hier). Bei Personen wie Goethe oder Rilke ist hingegen nicht vermerkt, welcher Religion sie angehören. Goethe wurde dafür aber der Kategorie Mitglied der Illuminaten zugeordnet.
Aber Herzinger lässt sich das nicht gefallen und geht dagegen vor und schließlich wird der Zusatz aus dem Beitrag zu seinem Namen gelöscht. Auf den Diskussionsseiten des Artikels kündigt er auch rechtliche Schritte an, sollte weiterhin behauptet werden, er sei Jude (hier) – als sei das ehrenrührig und läuft damit in eine geschickt gestellte Falle. Aber das ahnt er selber:

Denn das Perfide an der Stigmatisierung, die der unbekannte Wikipedia-Eintragschreiber bezweckte, ist, dass sie nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen ist. Warum sollte denn ein deutscher Publizist eigentlich nicht jüdisch sein?
Die Verbreiter der Legende, ich sei Jude, verfolgen damit aber eine bestimmte Absicht. Sie wollen die Botschaft aussenden, ein Autor, der solche Ansichten über Israel und die Juden vertritt wie Herzinger, könne kein richtiger Deutscher sein. Und in nicht wenigen, vielleicht nicht offen antisemitischen, aber doch für klischeehafte Vorstellungen anfälligen Gehirnen könnte diese Verunglimpfung durchaus hängen bleiben. von hier

Das ist ein perfides Spiel, weil derjenige, der es dementiert, zeigt, dass es ihm unbehaglich ist, als Jude gesehen zu werden und auf der anderen Seite ist es den Antisemiten egal, wer tatsächlich Jude ist und wer nicht. Antisemitismus speist sich ja nicht aus Sachargumenten. So ist es auch mit sachlichen Argumenten die man anführt um zu zeigen, was hinter der weit verbreiteten Israelfeindschaft steckt. Es ist nicht die Abneigung gegen die Politik irgendeines Staates, sondern es ist die Abneigung gegen irgendetwas, was der Staat Israel tut und gegen alle, die das kritisieren. Das es etwas schlechtes ist, jüdisch zu sein wird dann anschließend dadurch bestätigt, dass sich Menschen dagegen wehren, als Juden bezeichnet zu werden. Teufelskreis, Teufelskreis… Wie man dagegen ankommt? Vielleicht, wenn es etwas entspannter mit dem Vorwurf umgeht und nicht in 2000 Zeichen begründet, warum es auf gar keinen Fall sein kann, dass man jüdisch wäre. Es reicht in der Wikipedia auch durchaus eine Quelle einzufordern, statt mit rechtlichen Schritten zu drohen. Wobei es ein interessanter Prozess wäre bei dem erörtert wird, ob es strafbar ist, jemanden jüdisch zu nennen… Schauen wir mal, ob Wolf Biermann sich wehrt, in der Liste der deutschen Juden aufzutauchen, denn der ist auch kein Jude. Oder ein Kollege Herzingers, Alan Posener der als Jude geführt wird, aber ebenfalls keiner ist.

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Apr 22 2009

Kommentare komfortabel

von Chajm unter Bloggen

Einer der wenigen Beiträge in eigener Sache: Die Kommentarfunktion hier läßt nun auch zu, dass man seine Kommentare nachträglich noch bearbeiten kann. Fünf Minuten Zeit habt Ihr nun für Änderungen an den Texten. Cookies müssen natürlich zugelassen werden… Viel Spaß damit!

3 Kommentare

Apr 14 2009

Pessach, Sonne und langes Wochenende

von Chajm unter Bloggen, Jüdisches

Pessach Seder 5769

Pessach, die Sonne (der warme Punkt am Himmel) und ein langes Wochenende haben meine Tätigkeiten hier auf ein Minimum zusammengedampft. Nun geht es, unterbrochen nur durch das Ende von Pessach, weiter…

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