Zitat

Archaische Tötungsbefehle

Es ist die allgemeine Menschenverachtung des israelischen Judentums gegenüber nichtjüdischen Menschen, speziell gegenüber arabischen, die für Israel keine Menschen im vollen Sinne sind.
Es ist der Geist des überwundenen westlichen Nationalismus und Kolonialismus, der den Zionismus bestimmt und heute noch in Israel seine Blüten treibt.

Er wird verstärkt durch archaische Tötungsbefehle gegenüber Nicht-Israeliten in der Hebräischen Bibel.

Peter Bingel, evangelischer Theologe (hier)

Das Zitat stammt aus der Zeitung der Arbeitsgemeinschaft Völkerrecht und Menschenrechte in Palästina und Israel e.V., im Impressum steht:

Gefördert durch Brot für die Welt
Evangelischer Entwicklungsdienst

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The Pin

Wer hätte das gedacht? Ein Film aus den Kanada, gedreht in jiddischer Sprache. Nicht von irgendeiner chassidischen Gruppe, sondern ein Film für ein Mainstream-Publikum. Eine interessante Geschichte (nachzulesen hier) – vermutlich mit wenig Aussichten, den Sprung nach Europa zu schaffen. Wenn ja: Dann bitte nur mit Untertitel.

Im Trailer wird nicht ganz klar, ob die gezeigten Szenen in Litauen spielen. Falls dies der Fall ist, sieht die Landschaft aber dennoch sehr amerikanisch oder kanadisch aus.

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Kippahkunde

Kippakunde

Damit man weiß, wer wohin gehört und schön in die entsprechende Schublade passt, muss man Dinge auch kategorisieren.
In der englischsprachigen Wikipedia hat das jemand gemacht:

Wikipedia Artikel Kippah

Wikipedia (en) Artikel Kippah


Die gehäkelte Kippah ist aber etwas unscharf. Sie wird von Reformjuden, Anhänger des konservativen Judentums, modernorthodoxen und Anhängern des religiösen Zionismus getragen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Reformjuden unheimlich viele Berührungspunkte zum religiösen Zionismus hätten. Satinkippot (macht man daraus nicht Bett- oder Unterwäsche?) seien dem linken Flügel der Strömungen zuzuordnen (Reform und konservativ). Schwarze Samtkippah dagegen bedeutet, der Träger zählt sich zum charejdischen Judentum. Was ist jetzt aber mit den Rekonstruktionisten, mit den liberalen Juden, mit den neologen? Was ist mit den Synagogen, in denen einfach 40 Kippot vor dem Eingang der Synagoge liegen, damit man sich überhaupt eine aufsetzt, wenn man zum Gebet kommt. Müssen die im Rahmen der Einheitsgemeinde jetzt jeweils eine Kippah für jede Strömung anbieten?

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Limmud.de 2011

Dieses Jahr größer denn je! Rund 500 Teilnehmer, mit vielen bekannten Gesichtern und vielen Neuen, und einem, objektiv gesehen, im Vergleich doch etwas gesenkten Altersdurchschnitt, tummeln sich bei strahlendem Sommerferienwetter in der EJB-Idylle am Werbellinsee. Intensiver Kiefernduft auf der großen Wiese, vom See weht ein laues Lüftchen. Aus den offenen Fenstern des Seminarhauses klingt es angeregt vielsprachig heraus, während mich die Verdauung des exzellenten Mittagessens zu einem Nickerchen in der Sonne verführt. Aus der Disko klingen smirot Schabbat, die für heute Abend schon mal geübt werden.
Die einmalige und so besondere Atmosphäre ist wieder da, die aus anfangs noch vorsichtig-erwartungsvollen Erstteilnehmern überzeugte Limmudniks und Wiederholungstäter macht.
Schon am Donnerstag, gleich nach der Anmeldung bei den fleißigen Freiwilligen und Organisatoren in den Limmud-T-Shirts, geht es direkt rein ins Vergnügen. Während eine musikalisch umrahmte Einführungsveranstaltung die Neulinge einstimmt, wird schon lebhaft gelauscht, gelernt und diskutiert.
Die Organisatoren haben sich wieder mal selbst übertroffen! Das Programm ist so vielfältig, dass es wirklich schwer fällt, sich für jeweils eine Veranstaltung pro Zeit zu entscheiden, und viele der Dozenten sind schon von vorigen Jahren bekannt und beliebt, so dass man allein schon auf Grund des Dozenten eine Entscheidung trifft. Die Kurse und Veranstaltungen in den Kategorien „Religion“, „Geschichte“, „Literatur/Kunst/Musik“, „Gesellschaft“, „Politik/Israel“ und „Ethik/Philosophie“ sind jeweils gut besucht. Interessenten, die des Deutschen nicht mächtig sind, finden eine große Auswahl an Shiurim in Englisch und Russisch, und die Dolmetscher der letzten Jahre sind auch wieder im vollen Einsatz.

Und was für Leute trifft man hier so? Alle Sorten!
Die bunte Mischung aus dem ganzen Spektrum jüdischen Lebens ist ein ganz besonders prägendes Merkmal von Limmud. Von orthodoxer Seite hörte ich schon wiederholt, dass Limmud ja eine liberale Veranstaltung sei, und dass man da lieber nicht hingehen sollte, weil man da sowieso nichts lerne, oder jedenfalls wenn dann nicht das „Richtige“. Das scheint diejenigen Orhodoxen, die hier her gefunden haben, nicht abgeschreckt zu haben, und entspricht auch keineswegs der Realität. Ohne hier eine Diskussion des ewigen Konflikts auslösen zu wollen: Limmud ist wirklich für alle da, und in der Durchführung (Kashrut, Schabbat) möglicherweise sogar deutlich orthodoxer, als manche das aus ihrem täglichen Leben kennen. Und so sind hier eben alle richtig, sowohl die Damen mit Hüten, Scheitels und langen Röcken, als auch die Mädels in hot pants und die Frauen mit Kippa. Und natürlich entsprechende männliche Äquivalente. Nur so kann ein lebendiger Dialog zwischen den Welten entstehen!

Jetzt noch schnell auf dem Weg zum Caf am Shuk vorbei (Bücher, Gummibärchen, Krimskrams), und dann ist auch schon Zeit für den nächsten Workshop!

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Bundesliga und Gemeinden

Die Analogie ist ein wenig schief, eigentlich vollständig daneben. Aber irgendwie reizvoll. Nämlich die, zwischen Bundesliga-Transfermarkt und dem Rabbiner-Markt in Deutschland. Auch weil es der erste Begriff war, den ich assoziierte, als ich die jüngsten Entwicklungen vernahm (dazu weiter unten mehr).
Es ist natürlich offen, welcher Gruppe die Rabbiner in der der Bundesliga entsprächen Spieler oder Trainer? Vielleicht eher Trainer. Spieler und nachdrängende Nachwuchskräfte gibt es zuhauf. Der Trainermarkt dagegen scheint auf hoher Ebene eher weniger Personal zu bieten. Trainer können heute für Verein X tätig sein, dann aber auch bei Y und dann bei Z landen und schließlich wieder bei X anheuern.

In der Bundesliga gibt es die Mannschaften mit besonders viel Prestige, die immer ganz oben spielen und deshalb nicht das unattraktivste Umfeld für den neuen Spieler oder Trainer darstellen. Dann gäbe es noch die sympathischen Underdogs, für die man zum Teil auch aus Berufung spielt oder zumindest sein Engagement gut verkauft. St. Pauli hat diesbezüglich ja einen recht guten Namen. Fröhliche Fans, dafür irgendwie immer irgendwie vom Abstieg bedroht. München wäre also München und Düsseldorf wäre ja welche Mannschaft? Bekannt, gut aufgestellt (Mitgliederzahl), aber irgendwie doch nicht der Top-Club? Schalke möglicherweise.
Jetzt hat jedenfalls wieder eine Transferperiode eingesetzt. Rabbiner Mosche Flomenmann (Außen jung innen weise) beispielsweise ist Landesrabbiner in Sachsen-Anhalt gewesen und ist nun Rabbiner in Lörrach.

Spektakulärer sind dagegen anstehende Transfers: Rabbiner Julian Chaim Soussan aus Düsseldorf wird seine Gemeinde in Kürze verlassen.
Die Gemeinde München und ihr Rabbiner Steven Langnas trennen sich ebenfalls voneinander:

Nach 13 Jahren als unser Gemeinderabbiner hat Rabbiner Steven Langnas seine Entscheidung mitgeteilt, seine Tätigkeit in der IKG aufgeben zu wollen, um neue berufliche Herausforderungen anzunehmen. [] von hier tachles

Interessant wäre ein Rabbinertausch. Das wäre fast so spektakulär wie der nahtlose Trainerwechsel bei Schalke 04. Magath ging bzw. musste gehen und Ralf Rangnick stand praktisch schon bereit. Düsseldorf kann derweil auf die Dienste des Chabad Rabbiners Chaim Barkhan zurückgreifen und so entspannt einen neuen Kandidaten suchen; sofern dies nicht schon geschehen ist.

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Nach Ma’aleh Adumim

Ein junger Mann arbeitet in Ma’aleh Adumim, also in einem Ort der gerne als Siedlung beschrieben wird, tatsächlich aber eine Stadt in der Nähe von Jeruschalajim ist. Recht häufig fahren Menschen von dort nach Jeruschalajim um zu arbeiten, unser Mann fährt in die Gegenrichtung. Was hier folgt ist aber kein Bericht, sondern inhaltliches etwas vollkommen anderes als das, was es hier sonst gibt. Eine Kurzgeschichte. Sie ist nicht für das Blog entstanden, wird aber nun exklusiv hier veröffentlicht. Hier als pdf herunterladen: Ma’aleh Adumim.pdf

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Kinot



Kinot, ursprünglich hochgeladen von Chajm

Donnerstag ist Tischa beAw, ein Live Webcast der Kinnot wird es hier geben yutorah.org/tishabav/ . Es ist schon längere Zeit her, dass ich in einer Synagoge war in der wir bei Kerzenlicht auf dem Boden sitzend Kinot gesprochen haben. Danach waren es eher konventionelle Gebete zu Maariw und Schacharit… Wer die Möglichkeit hat, diese Form des Maariw besuchen zu können, der sollte das unbedingt auch wahrnehmen…

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Was kommt?

Ein längerer Artikel ist Herring in heaven, es lohnt sich, ihn auszudrucken. Was wissen wir über die kommende Welt? Nathaniel Deutsch hat eine Geschichte darüber gemacht; sie ist im Guilt & Pleasure Magazin erschienen:

The first time my father died, he came back and told us what it was like to be dead and Jewish. My father didnt see a light at the end of a tunnel; he saw his ancestor, a famous rabbi known as the Hasam Sofer, who stood at the end of a long hallway and gestured for my father to join him. Although they had never met, my father had always had a close relationship with the Hasam Sofer, a Hungarian rabbi widely considered to be the founder of ultra-Orthodoxy. Having a noble yihus (lineage) was very precious to my father, and it gave him solace during the many difficulties he experienced after escaping from Europe during World War II. Along with his good name, yihus was the one thing that no one could take away from him and that he could bequeath to his own descendants. It was, in effect, a kind of immortality.

Hier gibt es den ganzen Artikel.

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Jom HaZikaron



????? ???????, ursprünglich hochgeladen von RonAlmog

??? ?????? ????? ?????? ????? ??????? ?????? ?????? Gedenktag an die gefallenen israelischen Soldaten und Opfer des Terrorismus. Das ist heute.
22 570 gefallene Soldaten und Opfer des Terrorismus in Israel.
133 Namen mehr als im vergangenen Jahr am Jom HaZikaron.
Zuletzt starb Lior Furman am 22 April 2009. Die Nähe zu Jom Ha’atzmaut ist nicht zufällig. Beide Tage gehören zusammen.