Rabbiner wechseln die Städte

Nicht nur mit Bundesligastart gab es ein paar interessante Transfers. Auch einige Rabbiner auf dem deutschen Markt haben die Gemeinden gewechselt, oder sind neu:

  • Schlomo Freyshist wechselt von Kassel in die Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg (hier). Die Gemeinde Kassel habe mit nur 900 Mitgliedern keine finanziellen Mittel für eine Weiterbeschäftigung. In dem entsprechenden Zeitungsartikel heißt es übrigens, die Gemeinde beschäftige zwei Türsteher. Vermutlich meint Autorin zwei Personen, die für die Sicherheit verantwortlich sind und Einlasskontrollen durchführen.
  • 800 Mitglieder hat die Gemeinde Lübeck und stellte nun einen neuen Rabbiner ein: Dr. Yakov Yosef Harety (zuvor Fürth und Hannover; Artikel hier).
  • Schon seit vergangenem Jahr ist Rabbiner Teitelbaum Rabbiner in Bremen (etwa 900 Mitglieder; Artikel hier). Rabbiner Teitelbaum war früher in Köln tätig und gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Orthodoxen Rabbinerkonferenz. Derzeit wird er auf der Website der ORD allerdings noch nicht als Mitglied geführt.

Chajm

Chajm ist nicht nur Autor dieses Blogs und Bewohner des Ruhrgebiets, sondern auch Herausgeber von talmud.de und Organisator des Minchah-Schiurs im Ruhrgebiet. Einige seiner Artikel gibt es nicht nur im Internet, sondern beispielsweise auch in der Jüdischen Allgemeinen. Über die Kontaktseite kann man Chajm eine Nachricht senden. Man kann/soll Chajm auch bei twitter folgen: @chajmke. Chajms Buch »Badatz!« 44 Geschichten, 44 zu tiefe Einblicke in den jüdischen Alltag, gibt es im Buchhandel und bei amazon.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Und ist nicht die orthodoxe Synagoge in der Joachimsthaler Strasse ohne Rabbiner inzwischen?
    Und Rabbiner Folger von München nach Karlsruhe gewechselt?
    (Auf der Seite der ORD scheint mir einiges nicht mehr ganz aktuell zu sein: Köln ist ohne Rabbiner (der Rabbiner ging nach Israel) und Rabbiner Rubins amtiert nicht mehr in Karlsruhe).
    Und ist nicht Rabbiner Rothschild (laut Jüdischer Allgemeiner) mit einem neugegründeten Minjan wieder in Berlin aktiv?

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  2. Moshe Baumel, ehemaliger Rabbiner von Osnabrück, der im streng orthodoxen Rabbinerseminar Berlin ausgebildet wurde, ist als Nachfolger von Yaron Nisenholz zum Rabbiner der IGB Basel gewählt worden.
    Die Gemeinde war bezüglich seiner Wahl wohl recht ambivalent (die Wahl war äusserst knapp), aber da es schwer ist Rabbiner zu finden (er war der einzige Kandidat) haben sie ihn dann genommen.
    Dazu gibt es eine Sendung auf dem SRF:
    http://www.srf.ch/sendungen/kultur-kompakt/rabbiner-sind-immer-weniger-lokal-verwurzelt

    Ich dachte, es ist interessant, wo junge deutsche Rabbiner landen – ist ja auch ein Rabbinerwechsel, wenn auch ins Ausland.

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  3. PS Die anderen beiden Kandidaten – Rabbi Benjamin Elton und Rabbi Joe Wolfson – hatten bessere Posten in Aussicht (und dann bekommen, der eine nach NYC zur OU und der andere nach Sydney an die Great Synagogue).
    Schade eigentlich, ich glaube, die wären beide passendere Kandidaten gewesen.

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  4. … bessere Posten in Aussicht (und dann bekommen, der eine nach NYC zur OU und der andere nach Sydney an die Great Synagogue) …

    Reine Neugier: Was ist denn in etwa der Jahreslohn eines Rabbis in D? Hat da jemand eine Indikation? 🙂

    Shalom

    Miles

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  5. Nicht zu vergessen aktuell die Jüdische Gemeinde Frankfurt. Nach dem Ausscheiden von Rabbiner Menachem Halevi Klein wechselte Rabbiner Julian Chaim Soussan von Düsseldorf über Mainz nach Frankfurt, nun kommt ein weitere Bereicherung durch Gemeinderabbiner Avichai Appel aus Dortmund dazu. Ferner hat Frankfurt die Chabad Rabbiner Zalman und Shmulik Gurevitch, Yosef Havlin, Moishi Mendelsohn, Schlomo Raskin, den Rabbiner Andrew Steinman. Nicht unbeachtlich für eine Jüdische Gemeinde in Deutschland. Man darf nicht vergessen, dass bis vor einigen Jahren immer nur ein Gemeinderabbiner seit Ende der Shoah in Frankfurt offiziell tätig war. Das jüdische Leben in Frankfurt scheint aufzublühen mit so einer Vielfalt. es gibt Rabbiner für jung und alt, modern-traditionelle und orthodoxe Ausrichtungen. Harmonie und gegenseitiger Respekt wäre es eine Ideallösung für alle Gemeindemitglieder.

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