
Jiddisches Straßenschild - USA
Ein Artikel zum »Internationalen Tag der Muttersprache« für die Jüdische Allgemeine beschäftigt sich in aller Kürze damit, was wohl DIE jüdische Sprache sein könnte. Hebräisch? die häusliche Muttersprache? Jiddisch? Ladino? Ist Englisch doch die Kommunikationssprache für alle Juden. Den Artikel/die Meinung ist hier online verfügbar.
24. Februar 2012 – 1 Adar 5772 um 11:33 Uhr
Egal, ob es eine ‘Muttersprache der Juden’ gibt oder nicht, sowohl Hebräisch als auch Jiddisch sind einfach supertolle Sprachen! Ich selbst spreche beides sehr gern, jedenfalls wenn sich ein entsprechender Anlass dafür ergibt – einfach deshalb, weil ich ein guter Jude sein möchte!
Shalom
Miles
24. Februar 2012 – 1 Adar 5772 um 12:03 Uhr
Aha! Das ist ja ein guter Punkt: Macht einen das zum guten Juden, wenn man Hebräisch oder Jiddisch spricht? Sollte man das können?
24. Februar 2012 – 1 Adar 5772 um 14:14 Uhr
Hmm, Chajm, ich glaube, ich muss Dir da Recht geben! Hiermit korrigiere ich meinen o.a. letzten Satz wie folgt:
1. Es mit absoluter Sicherheit sehr viel ‘bessere’, heisst ‘gläubigere’, ‘observantere’ – Juden als mich! 2. Von diesen Gläubigen verstehen nicht wenige Null Hebräisch oder Jiddisch, ja, einige davon haben nicht gelernt, die Hebräische Schrift zu lesen. 3. Ich selbst kriege zwar einerseits beide Sprachen – wie sagt man so schön – ‘muttersprachlich’ hin, bin andererseit aber nur ein recht schlapper Dreitage-Jude, der manchmal sogar Hugo Boss-Klamotten trägt und sich deswegen eigentlich schämen müsste. Ergo: Ein ‘guter’ Jude muss nicht zwingend Hebräisch oder Jiddisch können und geschliffene Sprachkenntnisse machen längst noch keinen guten Juden aus – stimmts?
Shalom
Miles
28. Februar 2012 – 5 Adar 5772 um 09:35 Uhr
Musst Dich doch nicht korrigieren
Hast ja Recht. Sprachkenntnisse machen noch keinen guten Juden aus, würde ich mal ganz mutig behaupten. Auch nicht die Kenntnis aller Quellentexte die man sich draufgeschafft hat. Da gehört ja auch dazu, dass man Mentsch (also מענטש) ist. Nicht?