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	<title>Kommentare zu: Judentum und Christentum</title>
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	<description>Chajms Sicht über talmud.de hinaus</description>
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		<title>Von: Shabbes-goi</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2009/07/01/judentum-und-christentum/comment-page-1/#comment-48988</link>
		<dc:creator>Shabbes-goi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 18:15:05 +0000</pubDate>
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		<description>Ich k&#228;mpfe mich gerade durch den Kizzur Schulchan Aruch, wobei es k&#228;mpfen nicht eigentlich trifft, es ist eher eine Mischung aus Irritation und Faszination, aber schon ganz sch&#246;n anstrengend .
Na ja, und ich mu&#223; sagen, daf&#252;r das Dienemann das Konstrukt der Erbs&#252;nde f&#252;r das Judentum ablehnt, ist der Kizzur Schulchan Aruch schon sehr gespickt mit Anweisungen zur Verunreinunigungsvermeidung, die eine sehr gro&#223;e Affinit&#228;t zum Begriff der S&#252;nde haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich k&#228;mpfe mich gerade durch den Kizzur Schulchan Aruch, wobei es k&#228;mpfen nicht eigentlich trifft, es ist eher eine Mischung aus Irritation und Faszination, aber schon ganz sch&#246;n anstrengend .<br />
Na ja, und ich mu&#223; sagen, daf&#252;r das Dienemann das Konstrukt der Erbs&#252;nde f&#252;r das Judentum ablehnt, ist der Kizzur Schulchan Aruch schon sehr gespickt mit Anweisungen zur Verunreinunigungsvermeidung, die eine sehr gro&#223;e Affinit&#228;t zum Begriff der S&#252;nde haben.</p>
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		<title>Von: Shabbes-Goi</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2009/07/01/judentum-und-christentum/comment-page-1/#comment-48457</link>
		<dc:creator>Shabbes-Goi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 08:47:16 +0000</pubDate>
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		<description>Hier noch ein Artikel aus dem Forward als Erg&#228;nzung zum Dienemann.
Der Zusammenhang liegt nicht vordergr&#252;ndig auf der Hand,
liegt aber f&#252;r mich im Aspekt des s&#228;kularisierten Hakodeschen als liberaler
Grundzug, der eine echte Bereicherung sein kann, wenn man die eigentlichen Wurzeln nicht kappt sondern neu definiert: http://forward.com/articles/110372/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier noch ein Artikel aus dem Forward als Erg&#228;nzung zum Dienemann.<br />
Der Zusammenhang liegt nicht vordergr&#252;ndig auf der Hand,<br />
liegt aber f&#252;r mich im Aspekt des s&#228;kularisierten Hakodeschen als liberaler<br />
Grundzug, der eine echte Bereicherung sein kann, wenn man die eigentlichen Wurzeln nicht kappt sondern neu definiert: <a href="http://forward.com/articles/110372/" rel="nofollow">http://forward.com/articles/110372/</a></p>
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	</item>
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		<title>Von: Shabbes-Goi</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2009/07/01/judentum-und-christentum/comment-page-1/#comment-48338</link>
		<dc:creator>Shabbes-Goi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 20:10:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sprachkasse.de/blog/?p=1529#comment-48338</guid>
		<description>Boah, siebzig Seiten. 10 Seiten mehr und man k&#246;nnte es als Zumutung an Blogleser auffassen. Aber grunds&#228;tzlich sehr spannend. Waren anscheinend doch andere Zeiten damals, wenn sich Dienemann so klar, beredt und vor allem souver&#228;n vom Christentum absetzt.
Hier ein paar Einsprengsel und Gedankenf&#252;rze zu Stellen der ersten H&#228;lfte, die mir irgendwie in´s Auge gesprungen sind:

Dienemann Seite 5&quot;
so wahr ist es auch, dass man sich in den beson- 
deren Geist jeglicher Religion hinein f&#252;hlen, sie in ihrer 
Geschlossenheit begreifen und in ihrer Eigenart erleben 
muss, wenn jeder in seiner Religion diese letzten und 
h&#246;chsten gemeinsamen Endziele ﬁnden soll.&quot;
Das ist ja ein sehr frommer Wunsch, und eigentlich in sich sehr schl&#252;ssig, aber nicht realisierbar. Die meisten Gl&#228;ubigen schaffen es doch meistens nicht einmal,sich mit der eigenen Religion dezidiert und gleichzeitig dann im zweiten Schritt auch noch notwendigerweise abstrahiert auseinanderzusetzen.
Au&#223;erdem, wieviele Religionen gibt es auf der Welt ?
Soll man sich in deren aller Geist hineinf&#252;hlen ?

Dienemann Seite 6:
&quot; Innerhalb der j&#252;dischen Kreise hat sich infolge 
der vielfachen auf das Judentum gerichteten Angriffe fast 
alles Interesse in der Verteidigung ersch&#246;pft, so dass man 
nur selten Gelegenheit fand, positiv die besondere Art der 
j&#252;dischen Ideenwelt hervorzuheben.&quot;
Hinzukommt, dass einige heute als fundamental j&#252;dische gewertete Ans&#228;tze eigentlich Reaktionen auf das Christentum bzw. auf dessen Angriffe auf das Judentum sind.
Wieweit sind die Messianischen Aspekte im Talmud Reaktionen auf das Christentum ?
Oder schlicht und einfach Kippa! Ist das Tragen einer Kippa nicht die j&#252;dische Gegenreaktion auf das Entbl&#246;&#223;en des Hauptes bei Christen, wenn sie eine Kirche betreten ?

Dienemann Seite 11:
&quot; Mit aller Sch&#228;rfe ist diese ganze Lehre in den Briefen des 
Apostels Paulus ausgesprochen, so im Briefe an die R&#246;mer: 
 „Denn ich wei&#223;, dass in mir, das ist in meinem Fleische, 
wohnet nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbrin- 
gen das Gute ﬁnde ich nicht....&quot;
Wie wahr, wie wahr, vorallem wenn man bedenkt, dass Paulus eigentlich Pharis&#228;er und  hyperorthodox war, bevor er anfallartig zum Christentum &#252;bergetreten ist,
Vorallem aber auch dadurch, dass es sehr stark Paulus zu verdanken ist,
dass sich das Christentum aus dem Status einer j&#252;dischen Sekte vom Judentum abgespalten hat und darin dann die Wurzel des Antisemitismus liegt.

Dienemann Seite 12:
&quot;Notwendigkeit und Unentbehrlichkeit der Person Christi, des 
Erl&#246;sers, und seiner Sendung aus der &#220;berzeugung: von 
der religi&#246;sen und sittlichen Unzul&#228;nglichkeit des Men- 
schen. Nun kann man ja allerdings den auf den ersten 
Blick sehr berechtigt erscheinenden Einwand erheben: 
Ist denn das alles noch eine dem heutigen christlichen Bewusstsein eingeschriebene Anschauung? 
Ist denn das  noch der Glaube, der die gesamte Christenheit umfasst?&quot;

Na diese Frage w&#252;rde ich doch dann gerne an &quot;unseren&quot; Benedikt und die Klerikalen weiterleiten.
Anscheinend war das Christentum zu Dienemanns Zeiten weiter als heute.

Dienmann Seite 14/15:
&quot;
&quot;&quot;Wir treten“, 
so hat es Guttmann klassisch formuliert, „wir treten in 
das Leben ein in der  vollen Reinheit und Urspr&#252;nglich- 
keit unseres gottentsprungenen Wesens, als ob wir das 
erste Menschengebilde w&#228;ren, das aus Gottes Sch&#246;pfer- 
hand hervorgegangen ist. Jeder Morgen, zu dem wir er- 
wachen, l&#228;sst  uns zu neuer Gottesebenbildlichkeit erste- 
hen und kann  f&#252;r uns zum Ausgangspunkt eines neuen, 
alle Irrungen der Vergangenheit &#252;berwindenden Lebens 
und  Strebens werden.“ &quot;
Na ja, wenn ich mit mal den Lau ziehe und ein paar Blicke reinwerfe,
stimmt das sogar f&#252;r die morgendlichen Segensspr&#252;che,
aber dann bei der Shacharit und der Anlehnung an die Opferung Isaaks,
hat man in Sachen Gottes&#228;hnlichkeit schon so seine Zweifel.
Es sei denn, Adoshem w&#228;re genau wie Abraham bereit, seinen Sohn zu opfern, und da w&#252;rde sich dann ja wieder die Katze in den Schwanz bei&#223;en, wir w&#228;ren wieder beim Christentum.

Dienemann Seite 19/20:
&quot;Umgekehrt ist bei dem Juden der Ausgangspunkt  aller Fr&#246;m- 
migkeit: zu f&#252;hlen, dass er mit der Kraft zu sittlichem 
Handeln begabt ist, und wie er durch seine Tat sich und 
seine Nachwelt emporsteigern kann und emporzustei- 
gern verpﬂichtet ist. Die j&#252;dische Fr&#246;mmigkeit erh&#228;lt ihre 
eigene Note durch das stete Ankn&#252;pfen an die Kraft des 
Menschen, sodass man es geradezu als die Erziehungsme- 
thode des Judentums bezeichnen kann, das K&#246;nnen des 
Menschen zu verdoppeln und seinen Willen anzuspan- 
nen, indem man ihm fort und  fort seine St&#228;rke predigt 
und ins Bewusstsein hebt:&quot;

Dahinter kann  sogar ich stehen, obwohl ich apikoir bin.
Ein grundlegender Ansatz, mit dem man die Welt etwas menschlicher gestalten kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Boah, siebzig Seiten. 10 Seiten mehr und man k&#246;nnte es als Zumutung an Blogleser auffassen. Aber grunds&#228;tzlich sehr spannend. Waren anscheinend doch andere Zeiten damals, wenn sich Dienemann so klar, beredt und vor allem souver&#228;n vom Christentum absetzt.<br />
Hier ein paar Einsprengsel und Gedankenf&#252;rze zu Stellen der ersten H&#228;lfte, die mir irgendwie in´s Auge gesprungen sind:</p>
<p>Dienemann Seite 5&#8243;<br />
so wahr ist es auch, dass man sich in den beson-<br />
deren Geist jeglicher Religion hinein f&#252;hlen, sie in ihrer<br />
Geschlossenheit begreifen und in ihrer Eigenart erleben<br />
muss, wenn jeder in seiner Religion diese letzten und<br />
h&#246;chsten gemeinsamen Endziele ﬁnden soll.&#8221;<br />
Das ist ja ein sehr frommer Wunsch, und eigentlich in sich sehr schl&#252;ssig, aber nicht realisierbar. Die meisten Gl&#228;ubigen schaffen es doch meistens nicht einmal,sich mit der eigenen Religion dezidiert und gleichzeitig dann im zweiten Schritt auch noch notwendigerweise abstrahiert auseinanderzusetzen.<br />
Au&#223;erdem, wieviele Religionen gibt es auf der Welt ?<br />
Soll man sich in deren aller Geist hineinf&#252;hlen ?</p>
<p>Dienemann Seite 6:<br />
&#8221; Innerhalb der j&#252;dischen Kreise hat sich infolge<br />
der vielfachen auf das Judentum gerichteten Angriffe fast<br />
alles Interesse in der Verteidigung ersch&#246;pft, so dass man<br />
nur selten Gelegenheit fand, positiv die besondere Art der<br />
j&#252;dischen Ideenwelt hervorzuheben.&#8221;<br />
Hinzukommt, dass einige heute als fundamental j&#252;dische gewertete Ans&#228;tze eigentlich Reaktionen auf das Christentum bzw. auf dessen Angriffe auf das Judentum sind.<br />
Wieweit sind die Messianischen Aspekte im Talmud Reaktionen auf das Christentum ?<br />
Oder schlicht und einfach Kippa! Ist das Tragen einer Kippa nicht die j&#252;dische Gegenreaktion auf das Entbl&#246;&#223;en des Hauptes bei Christen, wenn sie eine Kirche betreten ?</p>
<p>Dienemann Seite 11:<br />
&#8221; Mit aller Sch&#228;rfe ist diese ganze Lehre in den Briefen des<br />
Apostels Paulus ausgesprochen, so im Briefe an die R&#246;mer:<br />
 „Denn ich wei&#223;, dass in mir, das ist in meinem Fleische,<br />
wohnet nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbrin-<br />
gen das Gute ﬁnde ich nicht&#8230;.&#8221;<br />
Wie wahr, wie wahr, vorallem wenn man bedenkt, dass Paulus eigentlich Pharis&#228;er und  hyperorthodox war, bevor er anfallartig zum Christentum &#252;bergetreten ist,<br />
Vorallem aber auch dadurch, dass es sehr stark Paulus zu verdanken ist,<br />
dass sich das Christentum aus dem Status einer j&#252;dischen Sekte vom Judentum abgespalten hat und darin dann die Wurzel des Antisemitismus liegt.</p>
<p>Dienemann Seite 12:<br />
&#8220;Notwendigkeit und Unentbehrlichkeit der Person Christi, des<br />
Erl&#246;sers, und seiner Sendung aus der &#220;berzeugung: von<br />
der religi&#246;sen und sittlichen Unzul&#228;nglichkeit des Men-<br />
schen. Nun kann man ja allerdings den auf den ersten<br />
Blick sehr berechtigt erscheinenden Einwand erheben:<br />
Ist denn das alles noch eine dem heutigen christlichen Bewusstsein eingeschriebene Anschauung?<br />
Ist denn das  noch der Glaube, der die gesamte Christenheit umfasst?&#8221;</p>
<p>Na diese Frage w&#252;rde ich doch dann gerne an &#8220;unseren&#8221; Benedikt und die Klerikalen weiterleiten.<br />
Anscheinend war das Christentum zu Dienemanns Zeiten weiter als heute.</p>
<p>Dienmann Seite 14/15:<br />
&#8221;<br />
&#8220;&#8221;Wir treten“,<br />
so hat es Guttmann klassisch formuliert, „wir treten in<br />
das Leben ein in der  vollen Reinheit und Urspr&#252;nglich-<br />
keit unseres gottentsprungenen Wesens, als ob wir das<br />
erste Menschengebilde w&#228;ren, das aus Gottes Sch&#246;pfer-<br />
hand hervorgegangen ist. Jeder Morgen, zu dem wir er-<br />
wachen, l&#228;sst  uns zu neuer Gottesebenbildlichkeit erste-<br />
hen und kann  f&#252;r uns zum Ausgangspunkt eines neuen,<br />
alle Irrungen der Vergangenheit &#252;berwindenden Lebens<br />
und  Strebens werden.“ &#8221;<br />
Na ja, wenn ich mit mal den Lau ziehe und ein paar Blicke reinwerfe,<br />
stimmt das sogar f&#252;r die morgendlichen Segensspr&#252;che,<br />
aber dann bei der Shacharit und der Anlehnung an die Opferung Isaaks,<br />
hat man in Sachen Gottes&#228;hnlichkeit schon so seine Zweifel.<br />
Es sei denn, Adoshem w&#228;re genau wie Abraham bereit, seinen Sohn zu opfern, und da w&#252;rde sich dann ja wieder die Katze in den Schwanz bei&#223;en, wir w&#228;ren wieder beim Christentum.</p>
<p>Dienemann Seite 19/20:<br />
&#8220;Umgekehrt ist bei dem Juden der Ausgangspunkt  aller Fr&#246;m-<br />
migkeit: zu f&#252;hlen, dass er mit der Kraft zu sittlichem<br />
Handeln begabt ist, und wie er durch seine Tat sich und<br />
seine Nachwelt emporsteigern kann und emporzustei-<br />
gern verpﬂichtet ist. Die j&#252;dische Fr&#246;mmigkeit erh&#228;lt ihre<br />
eigene Note durch das stete Ankn&#252;pfen an die Kraft des<br />
Menschen, sodass man es geradezu als die Erziehungsme-<br />
thode des Judentums bezeichnen kann, das K&#246;nnen des<br />
Menschen zu verdoppeln und seinen Willen anzuspan-<br />
nen, indem man ihm fort und  fort seine St&#228;rke predigt<br />
und ins Bewusstsein hebt:&#8221;</p>
<p>Dahinter kann  sogar ich stehen, obwohl ich apikoir bin.<br />
Ein grundlegender Ansatz, mit dem man die Welt etwas menschlicher gestalten kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Chajm</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2009/07/01/judentum-und-christentum/comment-page-1/#comment-45221</link>
		<dc:creator>Chajm</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 09:13:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sprachkasse.de/blog/?p=1529#comment-45221</guid>
		<description>Heute kann man wohl nur noch vom Menschenbild der Torah, des rabbinischen Judentums, des orthodoxen Judentums (aber auch da gibt es ja Untergruppen), des liberalen Judentums (auch da gibt es keine einheitliche Haltung - heute), des humanistischen Judentums etc. sprechen. Juden die &#252;berzeugt sind, mit ihrer Auslegung auf dem richtigen Pfad zu sein, werden aber dennoch vom Judentum sprechen, wenn sie ihre Sicht darlegen und erkl&#228;ren. Zeitgen&#246;ssische Werke gibt es in vielen Sprachen, die das „Judentum“ erkl&#228;ren. Also kann es auch vorkommen, dass ein liberaler Rabbiner und ein orthodoxer Rabbiner ein Buch namens &quot;Judaism&quot; ver&#246;ffentlichen und vollkommen verschiedene Dinge erkl&#228;ren. Der Kontext kann da helfen.
Max Dienemann erkl&#228;rt das in einem Artikel zum liberalen Judentum selber:
&lt;blockquote&gt;
„Liberales Judentum ist eine bestimmte Seelenhaltung, von der aus man das Gesamtph&#228;nomen Judentum begreift und in die Wirklichkeit zu &#252;bertragen versucht. 
Daraus folgt, dass es eine j&#252;dische Fr&#246;mmigkeit eigner Art und Pr&#228;gung ist, die sich nicht als orthodoxes Judentum minus einzelner Glaubenss&#228;tze und Handlungen darstellt. 
Es folgt ferner daraus, dass es sich selbst nicht als eine Partei im Judentum erfasst, sondern von dem Bewusstsein getragen ist, Judentum in der F&#252;lle seiner Idee und Aufgabe zu verwirklichen.“
&lt;/blockquote&gt;
Wenn wir, in Abgrenzung zu sozialistischen Juden, von Torahjudentum reden wollten, also eines, welches auf die Torah und den Talmud etc. referenziert, w&#252;rde das heute die abgrenzende Selbstbezeichnung orthodoxer Gruppen treffen...

Dienemann entwickelt in seiner Darstellung also eine m&#246;gliche Konzeption - j&#252;dische Leser mit entsprechendem Hintergrundwissen werden das vielleicht abstrahieren k&#246;nnen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Heute kann man wohl nur noch vom Menschenbild der Torah, des rabbinischen Judentums, des orthodoxen Judentums (aber auch da gibt es ja Untergruppen), des liberalen Judentums (auch da gibt es keine einheitliche Haltung &#8211; heute), des humanistischen Judentums etc. sprechen. Juden die &#252;berzeugt sind, mit ihrer Auslegung auf dem richtigen Pfad zu sein, werden aber dennoch vom Judentum sprechen, wenn sie ihre Sicht darlegen und erkl&#228;ren. Zeitgen&#246;ssische Werke gibt es in vielen Sprachen, die das „Judentum“ erkl&#228;ren. Also kann es auch vorkommen, dass ein liberaler Rabbiner und ein orthodoxer Rabbiner ein Buch namens &#8220;Judaism&#8221; ver&#246;ffentlichen und vollkommen verschiedene Dinge erkl&#228;ren. Der Kontext kann da helfen.<br />
Max Dienemann erkl&#228;rt das in einem Artikel zum liberalen Judentum selber:</p>
<blockquote><p>
„Liberales Judentum ist eine bestimmte Seelenhaltung, von der aus man das Gesamtph&#228;nomen Judentum begreift und in die Wirklichkeit zu &#252;bertragen versucht.<br />
Daraus folgt, dass es eine j&#252;dische Fr&#246;mmigkeit eigner Art und Pr&#228;gung ist, die sich nicht als orthodoxes Judentum minus einzelner Glaubenss&#228;tze und Handlungen darstellt.<br />
Es folgt ferner daraus, dass es sich selbst nicht als eine Partei im Judentum erfasst, sondern von dem Bewusstsein getragen ist, Judentum in der F&#252;lle seiner Idee und Aufgabe zu verwirklichen.“
</p></blockquote>
<p>Wenn wir, in Abgrenzung zu sozialistischen Juden, von Torahjudentum reden wollten, also eines, welches auf die Torah und den Talmud etc. referenziert, w&#252;rde das heute die abgrenzende Selbstbezeichnung orthodoxer Gruppen treffen&#8230;</p>
<p>Dienemann entwickelt in seiner Darstellung also eine m&#246;gliche Konzeption &#8211; j&#252;dische Leser mit entsprechendem Hintergrundwissen werden das vielleicht abstrahieren k&#246;nnen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Yoav Sapir</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2009/07/01/judentum-und-christentum/comment-page-1/#comment-45219</link>
		<dc:creator>Yoav Sapir</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 08:57:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sprachkasse.de/blog/?p=1529#comment-45219</guid>
		<description>@ Chajm: Und was ist mit dem Menschenbild von, sagen wir mal, sozialistischer Juden? Kann man &#252;berhaupt von &quot;dem&quot; Menschenbild &quot;des&quot; Judentums reden, als ob alle Juden sich zur selben Weltanschauung bekennen w&#252;rden?

Nat&#252;rlich kann man auch im Christentum schwer verallgemeinern (wobei ich hier notabene nicht behaupte, dass Dienemann in puncto Christentum unzul&#228;ssigerweise verallgemeinern w&#252;rde), aber da das Christentum in welcher Auspr&#228;gung auch immer doch eine (religi&#246;se) Weltanschauung ist, kann man sich fragen, was f&#252;r ein Menschenbild darin vermittelt wird.

Die Frage hingegen, was f&#252;r ein Menschenbild im &quot;Judentum&quot; bzw. im j&#252;dischen Denken vermittelt wird, wo Juden sich im Laufe der Geschichte doch so viel Entgegengesetztes einfallen lie&#223;en, finde ich genauso tragf&#228;hig wie die Frage, was f&#252;r ein Menschenbild das Deutschtum enth&#228;lt, als ob Ernst Th&#228;lmann und Alfred Rosenberg sich zu ein und derselben Weltanschauung bekannt h&#228;tten.

Da w&#228;re es m. E. besser, vom Rabbinismus bzw. Rabbinertum zu reden, oder vom Menschenbild des Pentateuchs, oder von dem der Propheten etc., je nachdem, was man genau erfahren m&#246;chte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Chajm: Und was ist mit dem Menschenbild von, sagen wir mal, sozialistischer Juden? Kann man &#252;berhaupt von &#8220;dem&#8221; Menschenbild &#8220;des&#8221; Judentums reden, als ob alle Juden sich zur selben Weltanschauung bekennen w&#252;rden?</p>
<p>Nat&#252;rlich kann man auch im Christentum schwer verallgemeinern (wobei ich hier notabene nicht behaupte, dass Dienemann in puncto Christentum unzul&#228;ssigerweise verallgemeinern w&#252;rde), aber da das Christentum in welcher Auspr&#228;gung auch immer doch eine (religi&#246;se) Weltanschauung ist, kann man sich fragen, was f&#252;r ein Menschenbild darin vermittelt wird.</p>
<p>Die Frage hingegen, was f&#252;r ein Menschenbild im &#8220;Judentum&#8221; bzw. im j&#252;dischen Denken vermittelt wird, wo Juden sich im Laufe der Geschichte doch so viel Entgegengesetztes einfallen lie&#223;en, finde ich genauso tragf&#228;hig wie die Frage, was f&#252;r ein Menschenbild das Deutschtum enth&#228;lt, als ob Ernst Th&#228;lmann und Alfred Rosenberg sich zu ein und derselben Weltanschauung bekannt h&#228;tten.</p>
<p>Da w&#228;re es m. E. besser, vom Rabbinismus bzw. Rabbinertum zu reden, oder vom Menschenbild des Pentateuchs, oder von dem der Propheten etc., je nachdem, was man genau erfahren m&#246;chte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Chajm</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2009/07/01/judentum-und-christentum/comment-page-1/#comment-45073</link>
		<dc:creator>Chajm</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 22:03:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sprachkasse.de/blog/?p=1529#comment-45073</guid>
		<description>@Yoav:  Tjaha. Da haben wir es schon. So einfach ist es nicht. Es geht um das Menschenbild bei Dienemann und dass es im Judentum und im Christentum eben nicht gleich ist. Dein Argument ist nur ein anderes, aber kein ausschlie&#223;liches. Wohingegen nat&#252;rlich die Einzelperson davon profitiert, wenn eine Gesellschaft die Welt verbessert. 
Man kann also durchaus einen Apfel beschreiben und dann einen Stuhl und die Menschen werden sehen, dass es da nichts gemeinsames gibt. Na gut, beides sind immer noch Entit&#228;ten...  Genau das ist ja der Sinn der &#220;bung - zu erkennen, wo es nicht passt...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Yoav:  Tjaha. Da haben wir es schon. So einfach ist es nicht. Es geht um das Menschenbild bei Dienemann und dass es im Judentum und im Christentum eben nicht gleich ist. Dein Argument ist nur ein anderes, aber kein ausschlie&#223;liches. Wohingegen nat&#252;rlich die Einzelperson davon profitiert, wenn eine Gesellschaft die Welt verbessert.<br />
Man kann also durchaus einen Apfel beschreiben und dann einen Stuhl und die Menschen werden sehen, dass es da nichts gemeinsames gibt. Na gut, beides sind immer noch Entit&#228;ten&#8230;  Genau das ist ja der Sinn der &#220;bung &#8211; zu erkennen, wo es nicht passt&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Shabbes-goi</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2009/07/01/judentum-und-christentum/comment-page-1/#comment-45068</link>
		<dc:creator>Shabbes-goi</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 21:53:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.sprachkasse.de/blog/?p=1529#comment-45068</guid>
		<description>@Yoav: Na ich seh´s genau andersherum! Das Judentum ist eine Religion f&#252;r ein Volk, und da kann sie funktionieren. Wenn man aber aus dieser Religion eine f&#252;r die ganze Menschheit machen will, kann es nur in die Hose gehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Yoav: Na ich seh´s genau andersherum! Das Judentum ist eine Religion f&#252;r ein Volk, und da kann sie funktionieren. Wenn man aber aus dieser Religion eine f&#252;r die ganze Menschheit machen will, kann es nur in die Hose gehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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		<title>Von: Yoav Sapir</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2009/07/01/judentum-und-christentum/comment-page-1/#comment-45055</link>
		<dc:creator>Yoav Sapir</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 21:03:19 +0000</pubDate>
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		<description>Der Hauptunterschied ist bei alledem ganz einfach: Das Christentum ist eine Religion, das Judentum hingegen keine. Im NT steht der Mensch als Einzelperson im Mittelpunkt, im AT ein Volk. Man vergleicht hier nicht einmal einen Apfel mit einer Birne, sondern einen Apfel mit einem Stuhl.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hauptunterschied ist bei alledem ganz einfach: Das Christentum ist eine Religion, das Judentum hingegen keine. Im NT steht der Mensch als Einzelperson im Mittelpunkt, im AT ein Volk. Man vergleicht hier nicht einmal einen Apfel mit einer Birne, sondern einen Apfel mit einem Stuhl.</p>
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