Jun 02 2009

Heute gibt es die orthodoxe Smicha

von Chajm 09:25 unter Deutschland,Jüdisches

Zsolt Balla und Avraham Radbill werden heute ihre orthodoxe Smicha in München erhalten. Damit sind sie die erstern Rabbiner, die nach der Schoah in Deutschland für eine Tätigkeit in Deutschland ausgebildet und ordiniert worden sind. Unterstützt wird das Rabbinerseminar (Jeschivat Beit Zijon) in Berlin durch den Zentralrat und die Ronald S. Lauder Foundation. Unter anderem berichtet das Bayerische Fernsehen aus der Münchner Synagoge. Berichte darüber gibt es auch auf den Internetseiten der Welt und der Orthodox Union. Dort kommen auch die Absolventen selber zu Wort. Die Jüdische Allgemeine brachte in der vergangenen Woche ein Porträt der Jewschiwah in Berlin.

7 Kommentare

7 Kommentare to “Heute gibt es die orthodoxe Smicha”

  1. Yankel Moisheam 2. Juni 2009 um 11:07 1

    Masal tow!

    Ich kenne beide (Zsolt und Avrohom Yitzchok) persönlich
    als sehr spezielle Individuen.

    Und den Smicha gebenden Rabbiner,
    Dajan Chanoch Ehrentreu, schlita, aus London.
    Dessen Grossvater, Rabbiner Dr. Chanoch Ehrentreu, sz”l,
    war vor dem Krieg Rabbiner in München.
    Dessen Synagoge hieß “Ohel Jakob”.
    Es schließt sich hier quasi ein Kreis…

    Das Rabbinerseminar heißt übrigens “Esriel Hildesheimer”,
    sowie die Vorgängerinstitution, an es anknüpfen möchte.
    Also eine von der Jeschiwa formal eigenständige Institution.

    YM

  2. Konstantin Palam 2. Juni 2009 um 11:23 2

    Glückwünsche an die Brunnenstrasse!!! Mal sehen wie schnell sie de alten Gebäude bekommen werden, wo das Semnar mal saß. Das Gebäude der Hochschule wird wohl nie zum rechtmäßigen Nachfolger zurückkommen :-(

  3. Yankel Moisheam 2. Juni 2009 um 22:46 3

    Apropos Bayrisches Fernsehen.
    Welcher Fachmann hat denn den (einschlägig bekannten)
    Co-Moderator ausgewählt?
    Der Herr Professor hat uns mit solchen unglaublichen Weisheiten,
    wie dass ein jüdischer Monat 28 Tage habe,
    dass Dajan Ehrentreu der Kategorie
    “modern orthodox” zuzuordnen sei, beglückt.
    Und er wirft eine Smicha mit einer Priesterweihe
    in einen Topf .

    Wenn deren andere “Experten” genauso viel
    Expertenwissen haben, muss man alles was von dort kommt,
    wohl mit größter Vorsicht genießen.

    Interessant auch, dass so manche(r) Redner(in) jedenfalls
    mir den Eindruck vermittelte, er/sie sei unterschwellig der Meinung,
    Aufgabe eines Rabbiners sei, stellvertretend für andere
    observant zu leben…
    Und wer den deutsch-orthodoxen Vordenker S. R. Hirsch liest,
    wird wohl kaum Judentum als “Religion” bezeichnen, im Gegenteil.

    YM

  4. Chajmam 2. Juni 2009 um 23:47 4

    @Yankel: Das ist doch nicht unterschwellig die Meinung. Das ist ganz offensichtlich eine verbreitete Auffassung…

  5. Yankel Moisheam 3. Juni 2009 um 10:35 5

    @Chajm: Ist mir natürlich klar.
    Ich fand es nur etwas seltsam, das ausgerechnet bei diesem Event
    vor ausgerechnet diesem Publikum so durchschimmern zu lassen.

    YM

  6. Chajmam 3. Juni 2009 um 10:37 6

    @Yankel: Ist vielleicht eine Frage der Wahrnehmung. Wenn Du vollkommen von der Richtigkeit einer Aussage überzeugt bist, wirst Du sie natürlich auch ohne weiteres äußern ;-) Vermutlich gibt es noch Menschen, die dieses Modell nicht hinterfragen…

  7. Shabbes-Goiam 3. Juni 2009 um 21:34 7

    @YM: Hallo Yankel, schön Dich auch mal wieder zu sehen.
    Hier ein Artikel, der mit dem Artikel hier überhaupt nichts zu tun hat,
    aber wie für Dich geschrieben zu sein scheint.
    Viel Spaß damit, Dein Shabbes-goi!
    http://forward.com/articles/107089/

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