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	<title>Kommentare zu: Ein Projekt zum Novemberpogrom</title>
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	<description>Chajms Sicht über talmud.de hinaus</description>
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		<item>
		<title>Von: elishamaJesusfan</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2008/10/31/ein-projekt-zum-novemberpogrom/comment-page-1/#comment-13450</link>
		<dc:creator>elishamaJesusfan</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 16:06:09 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;9. November 1938 - Nie&#160;Wieder!...&lt;/strong&gt;



&#8220;Ich kann mich erinnern, der beste Sch&#252;ler in unserer Klasse hie&#223; &#8220;Blau&#8221;.
Er war Jude.
Als wir am 9. November 1938 in seine Stra&#223;e einbogen, waren seine Fenster eingeschlagen, und heraus flog ein Klavier - Sein Klavier.&#8221; Ei...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>9. November 1938 &#8211; Nie&nbsp;Wieder!&#8230;</strong></p>
<p>&#8220;Ich kann mich erinnern, der beste Sch&#252;ler in unserer Klasse hie&#223; &#8220;Blau&#8221;.<br />
Er war Jude.<br />
Als wir am 9. November 1938 in seine Stra&#223;e einbogen, waren seine Fenster eingeschlagen, und heraus flog ein Klavier &#8211; Sein Klavier.&#8221; Ei&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Yankel Moishe</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2008/10/31/ein-projekt-zum-novemberpogrom/comment-page-1/#comment-13373</link>
		<dc:creator>Yankel Moishe</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 22:39:08 +0000</pubDate>
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		<description>@SG: Ich weiss nicht, ob ranghohe Redner die Qualit&#228;t
einer derartigen Veranstaltung steigern.
So habe ich es jedenfalls sicher nicht gemeint.
Ich sehe das nur als Indikator f&#252;r betriebenen Aufwand.
Ich stehe dem ganzen ohnehin etwas skeptisch gegen&#252;ber,
weil ich dahinter eine Motivation vermute, die mir nicht gef&#228;llt.

Dass so manche Gemeinde in die Vorbereitung dieser Veranstaltung
offenbar mehr Energie steckt als in das,
was nach meiner bescheidenen Auffassung ihr
&quot;Kerngesch&#228;ft&quot; sein sollte, l&#228;&#223;t mich bef&#252;rchten,
dass f&#252;r manche aus der Vernichtung eine Art
sinnstiftende Ersatzreligion gemacht haben.
Das funktioniert aber auf lange Sicht nicht.

W&#252;rde auch das &quot;Kerngesch&#228;ft&quot; mit gleichem Aufwand betrieben,
w&#228;re ich weniger skeptisch.
Kann aber nat&#252;rlich auch sein, dass ich v&#246;llig falsch verstehe,
was das Kerngesch&#228;ft ist/sein soll...

&gt; NPD Verbotsverfahren

W&#252;rde das die Krankheit oder die Symptome bek&#228;mpfen?

YM</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@SG: Ich weiss nicht, ob ranghohe Redner die Qualit&#228;t<br />
einer derartigen Veranstaltung steigern.<br />
So habe ich es jedenfalls sicher nicht gemeint.<br />
Ich sehe das nur als Indikator f&#252;r betriebenen Aufwand.<br />
Ich stehe dem ganzen ohnehin etwas skeptisch gegen&#252;ber,<br />
weil ich dahinter eine Motivation vermute, die mir nicht gef&#228;llt.</p>
<p>Dass so manche Gemeinde in die Vorbereitung dieser Veranstaltung<br />
offenbar mehr Energie steckt als in das,<br />
was nach meiner bescheidenen Auffassung ihr<br />
&#8220;Kerngesch&#228;ft&#8221; sein sollte, l&#228;&#223;t mich bef&#252;rchten,<br />
dass f&#252;r manche aus der Vernichtung eine Art<br />
sinnstiftende Ersatzreligion gemacht haben.<br />
Das funktioniert aber auf lange Sicht nicht.</p>
<p>W&#252;rde auch das &#8220;Kerngesch&#228;ft&#8221; mit gleichem Aufwand betrieben,<br />
w&#228;re ich weniger skeptisch.<br />
Kann aber nat&#252;rlich auch sein, dass ich v&#246;llig falsch verstehe,<br />
was das Kerngesch&#228;ft ist/sein soll&#8230;</p>
<p>&gt; NPD Verbotsverfahren</p>
<p>W&#252;rde das die Krankheit oder die Symptome bek&#228;mpfen?</p>
<p>YM</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: shabbes-goi</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2008/10/31/ein-projekt-zum-novemberpogrom/comment-page-1/#comment-13370</link>
		<dc:creator>shabbes-goi</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 19:26:35 +0000</pubDate>
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		<description>@ YM: &quot;In meiner alten Heimatgemeinde war die Synagoge randvoll,
auch mit nichtjuedischen Gaesten,
und die Rednerliste enthielt stets ranghohe
politische Vertreter aus Bund, Land und Stadt.&quot;
Volle Synagoge zum 09.11. find ich super, Respekt.
Aber ich verstehe nicht so ganz, warum eine Rednerliste mit
ranghohen politische Vertretern aus Bund, Land und Stadt
die Qualit&#228;t dieser Veranstaltung steigern.
Politiker reden gerne, sogar sehr gerne in Synagogen, 
lang und breit von der Verantwortung, die f&#252;r Bundesb&#252;rger heute aus den Greueln des Dritten Reiches erw&#228;chst. Aber wie stellen sie sich selbst als beschlu&#223;fassende Politiker dieser Verantwortung?
Der Pr&#228;sident des Bundestages, Dr. Lammert, z.B., hat eine lange und breite Rede zur Er&#246;ffnung der Bochumer Synagoge gehalten ( Chajm wird sich wahrscheinlich noch daran erinnern) und wenige Tage vorher hat er sich in der gleichen Funktion als Pr&#228;sident des Bundestages schlichtweg ohne jedwede Argumentation ganz arrogant geweigert, die 170.000 unterzeichneten Aufrufe von B&#252;rgern zu einer Wiederaufnahme der NPD Verbotsverfahrens entgegenzunehmen.
Und in dieser Hinsicht ist er nicht das einzige Beispiel.
&quot;Seht, Euer Reden salbt meine Ohren, doch das, was sich dazwischen befindet, wird nur durch Taten &#252;berzeugt.&quot;
Aber wir d&#252;rfen ja hoffen, denn der Bundestag hat ja jetzt die Regierung aufgefordert, ein Expertengremium einzurichten, das  regelm&#228;&#223;ig einen Antisemitismus Bericht verfassen soll. Jetzt bestimmt alles viel besser.-)
La&#223; es Dir trotzdem gutgehen,
Dein
Shabbes-goi
P.S.: In der Erkl&#228;rung steht ebenfalls:
&quot;Zudem solle der Aufbau j&#252;discher Institutionen aus Kultur und Wissenschaft vom Bund gef&#246;rdert werden. Modellprojekte sollten dauerhaft abgesichert sein.&quot; Wetten, das Hagalil wieder leer ausgeht,
genau wie damals bei entimon?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ YM: &#8220;In meiner alten Heimatgemeinde war die Synagoge randvoll,<br />
auch mit nichtjuedischen Gaesten,<br />
und die Rednerliste enthielt stets ranghohe<br />
politische Vertreter aus Bund, Land und Stadt.&#8221;<br />
Volle Synagoge zum 09.11. find ich super, Respekt.<br />
Aber ich verstehe nicht so ganz, warum eine Rednerliste mit<br />
ranghohen politische Vertretern aus Bund, Land und Stadt<br />
die Qualit&#228;t dieser Veranstaltung steigern.<br />
Politiker reden gerne, sogar sehr gerne in Synagogen,<br />
lang und breit von der Verantwortung, die f&#252;r Bundesb&#252;rger heute aus den Greueln des Dritten Reiches erw&#228;chst. Aber wie stellen sie sich selbst als beschlu&#223;fassende Politiker dieser Verantwortung?<br />
Der Pr&#228;sident des Bundestages, Dr. Lammert, z.B., hat eine lange und breite Rede zur Er&#246;ffnung der Bochumer Synagoge gehalten ( Chajm wird sich wahrscheinlich noch daran erinnern) und wenige Tage vorher hat er sich in der gleichen Funktion als Pr&#228;sident des Bundestages schlichtweg ohne jedwede Argumentation ganz arrogant geweigert, die 170.000 unterzeichneten Aufrufe von B&#252;rgern zu einer Wiederaufnahme der NPD Verbotsverfahrens entgegenzunehmen.<br />
Und in dieser Hinsicht ist er nicht das einzige Beispiel.<br />
&#8220;Seht, Euer Reden salbt meine Ohren, doch das, was sich dazwischen befindet, wird nur durch Taten &#252;berzeugt.&#8221;<br />
Aber wir d&#252;rfen ja hoffen, denn der Bundestag hat ja jetzt die Regierung aufgefordert, ein Expertengremium einzurichten, das  regelm&#228;&#223;ig einen Antisemitismus Bericht verfassen soll. Jetzt bestimmt alles viel besser.-)<br />
La&#223; es Dir trotzdem gutgehen,<br />
Dein<br />
Shabbes-goi<br />
P.S.: In der Erkl&#228;rung steht ebenfalls:<br />
&#8220;Zudem solle der Aufbau j&#252;discher Institutionen aus Kultur und Wissenschaft vom Bund gef&#246;rdert werden. Modellprojekte sollten dauerhaft abgesichert sein.&#8221; Wetten, das Hagalil wieder leer ausgeht,<br />
genau wie damals bei entimon?</p>
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	<item>
		<title>Von: shabbes-goi</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2008/10/31/ein-projekt-zum-novemberpogrom/comment-page-1/#comment-13369</link>
		<dc:creator>shabbes-goi</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 19:01:25 +0000</pubDate>
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		<description>@ Yael: &quot;Diese Gedenktage werden f&#252;r allem f&#252;r Nichtjuden initiiert, das ist der Sinn dieser Veranstaltungen.&quot;
Da stimme ich Dir hundertprozentig zu! Ich w&#252;rde sogar sagen, sie werden eigentlich ausschlie&#223;lich f&#252;r Nichtjuden initiiert und zelebriert.
Aber in genau diesem Sinne sind dann diese Gedenktage mit dieser Form des Gedenkens absolut sinnlos.
Gedenken leitet sich ja von Denken ab, Denken steht nicht f&#252;r sich, sondern soll Handeln bestimmen, sonst wird es zur akademischen Luftnummer. Die offiziell abgefeierten BRD Shoah Gedenktage appellieren aber nur an ein ganz diffuses Gef&#252;hl der fernen Betroffenheit, oft gepaart mit einem ganz eigent&#252;mlichen pseudofolkloristischem Aspekt.
Es werden aber in den allerseltensten F&#228;lle Handlungsperspektiven f&#252;r Heute aufgezeigt, aus denen positive Konsequenzen aus diesem Gedenken erwachsen k&#246;nnten. In dieser Form kann man sich den ganzen Quatsch dann auch sparen und sich stattdessen zu Hause gem&#252;tlich mit ´ner Packung Tempo-Taschent&#252;cher und ´ner T&#252;te Chips die DVD mit
&quot;Fiddler on the Roof&quot; reinziehen und dabei das eine oder andere Tr&#228;nchen verdr&#252;cken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Yael: &#8220;Diese Gedenktage werden f&#252;r allem f&#252;r Nichtjuden initiiert, das ist der Sinn dieser Veranstaltungen.&#8221;<br />
Da stimme ich Dir hundertprozentig zu! Ich w&#252;rde sogar sagen, sie werden eigentlich ausschlie&#223;lich f&#252;r Nichtjuden initiiert und zelebriert.<br />
Aber in genau diesem Sinne sind dann diese Gedenktage mit dieser Form des Gedenkens absolut sinnlos.<br />
Gedenken leitet sich ja von Denken ab, Denken steht nicht f&#252;r sich, sondern soll Handeln bestimmen, sonst wird es zur akademischen Luftnummer. Die offiziell abgefeierten BRD Shoah Gedenktage appellieren aber nur an ein ganz diffuses Gef&#252;hl der fernen Betroffenheit, oft gepaart mit einem ganz eigent&#252;mlichen pseudofolkloristischem Aspekt.<br />
Es werden aber in den allerseltensten F&#228;lle Handlungsperspektiven f&#252;r Heute aufgezeigt, aus denen positive Konsequenzen aus diesem Gedenken erwachsen k&#246;nnten. In dieser Form kann man sich den ganzen Quatsch dann auch sparen und sich stattdessen zu Hause gem&#252;tlich mit ´ner Packung Tempo-Taschent&#252;cher und ´ner T&#252;te Chips die DVD mit<br />
&#8220;Fiddler on the Roof&#8221; reinziehen und dabei das eine oder andere Tr&#228;nchen verdr&#252;cken.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Yael</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2008/10/31/ein-projekt-zum-novemberpogrom/comment-page-1/#comment-13362</link>
		<dc:creator>Yael</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 23:17:46 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Ist es ein Wunder, wenn juedische Menschen
Judentum deprimierend finden,
wenn alles, was sie vom Judentum sehen,
Gedenkveranstaltungen an Zerstoerung und Vernichtung sind?&quot;

Das w&#252;rde ich auch auf Nichtjuden beziehen. Gerade in Deutschland kennen die meisten nur &quot;tote Juden&quot; die sie so sch&#246;n betrauern k&#246;nnen. Lebende Juden st&#246;ren dabei im Grunde. Daran sind sicher wir selber ein wenig schuld, denn anders pr&#228;sentieren wir uns ja kaum. Das Judentum als lebensbejahende und durchaus fr&#246;hliche Religion erleben Nichtjuden kaum. Leider.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ist es ein Wunder, wenn juedische Menschen<br />
Judentum deprimierend finden,<br />
wenn alles, was sie vom Judentum sehen,<br />
Gedenkveranstaltungen an Zerstoerung und Vernichtung sind?&#8221;</p>
<p>Das w&#252;rde ich auch auf Nichtjuden beziehen. Gerade in Deutschland kennen die meisten nur &#8220;tote Juden&#8221; die sie so sch&#246;n betrauern k&#246;nnen. Lebende Juden st&#246;ren dabei im Grunde. Daran sind sicher wir selber ein wenig schuld, denn anders pr&#228;sentieren wir uns ja kaum. Das Judentum als lebensbejahende und durchaus fr&#246;hliche Religion erleben Nichtjuden kaum. Leider.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Yael</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2008/10/31/ein-projekt-zum-novemberpogrom/comment-page-1/#comment-13361</link>
		<dc:creator>Yael</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 23:10:00 +0000</pubDate>
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		<description>Ich w&#252;rde doch eher von einem deutschen Gedenktag sprechen, denn um die geht es im Besonderen. Juden m&#252;ssen ihren Toten nicht gedenken, das tun die meisten, die Familienmitglieder verloren haben, jeden Tag. Diese Gedenktage werden f&#252;r allem f&#252;r Nichtjuden initiiert, das ist der Sinn dieser Veranstaltungen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich w&#252;rde doch eher von einem deutschen Gedenktag sprechen, denn um die geht es im Besonderen. Juden m&#252;ssen ihren Toten nicht gedenken, das tun die meisten, die Familienmitglieder verloren haben, jeden Tag. Diese Gedenktage werden f&#252;r allem f&#252;r Nichtjuden initiiert, das ist der Sinn dieser Veranstaltungen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: shabbes-goi</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2008/10/31/ein-projekt-zum-novemberpogrom/comment-page-1/#comment-13359</link>
		<dc:creator>shabbes-goi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 20:56:47 +0000</pubDate>
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		<description>@ Chajm:&quot;Es gibt den 27. Januar als „offiziellen” deutschen Holocaustgedenktag…&quot;

Ich wei&#223;, wir machen als Theater sogar eine Veranstaltungsreihe dazu,
Yemej haShoah,
und der 27. Januar hat ganz unstrittig mit vollem Fug und Recht seine Berechtigung als j&#252;discher Gedenktag.
Aber als offizieller bundesrepublikanisch ausgerufener Gedenktag ist es doch Schmonzes. Es geht um die Befreiung von Auschwitz, das von der Sowjetarmee befreit wurde. ( rein &quot;faktisch&quot;, oder nennen wir es historisch, wurden &quot;nur&quot; 3.000 Gefangene befreit, die zu schwach oder zu krank waren, um sie zu &quot;evakuieren&quot;, die Mehrzahl der noch lebenden Auschwitzgefangenen, mehrere 10.000, befand sich am 27.01.1945 auf einem der Todesm&#228;rsche oder schon ein einem anderen KZ, um dort zu verhungern oder Schlimmeres. Das Grauen hatte also noch kein wirkliches Ende) 
Was hat die BRD oder meinetwegen auch die &quot;Deutschen&quot; mit der Befreiung von Auschwitz zu tun? Nix, abgesehen von der direkten oder undirekten Schuld an Auschwitz. Letztendlich ist der 27.01. als bundesrepublikanischer Gedenktag zur Shoah auch nichts weiter als eine Vereinnahmung, um sich nicht wirklich mit der T&#228;terschaft auseinandersetzen zu m&#252;ssen. 
Man schl&#228;gt sich einfach dreist auf die Seite der Opfer.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Chajm:&#8221;Es gibt den 27. Januar als „offiziellen” deutschen Holocaustgedenktag…&#8221;</p>
<p>Ich wei&#223;, wir machen als Theater sogar eine Veranstaltungsreihe dazu,<br />
Yemej haShoah,<br />
und der 27. Januar hat ganz unstrittig mit vollem Fug und Recht seine Berechtigung als j&#252;discher Gedenktag.<br />
Aber als offizieller bundesrepublikanisch ausgerufener Gedenktag ist es doch Schmonzes. Es geht um die Befreiung von Auschwitz, das von der Sowjetarmee befreit wurde. ( rein &#8220;faktisch&#8221;, oder nennen wir es historisch, wurden &#8220;nur&#8221; 3.000 Gefangene befreit, die zu schwach oder zu krank waren, um sie zu &#8220;evakuieren&#8221;, die Mehrzahl der noch lebenden Auschwitzgefangenen, mehrere 10.000, befand sich am 27.01.1945 auf einem der Todesm&#228;rsche oder schon ein einem anderen KZ, um dort zu verhungern oder Schlimmeres. Das Grauen hatte also noch kein wirkliches Ende)<br />
Was hat die BRD oder meinetwegen auch die &#8220;Deutschen&#8221; mit der Befreiung von Auschwitz zu tun? Nix, abgesehen von der direkten oder undirekten Schuld an Auschwitz. Letztendlich ist der 27.01. als bundesrepublikanischer Gedenktag zur Shoah auch nichts weiter als eine Vereinnahmung, um sich nicht wirklich mit der T&#228;terschaft auseinandersetzen zu m&#252;ssen.<br />
Man schl&#228;gt sich einfach dreist auf die Seite der Opfer.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Chajm</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2008/10/31/ein-projekt-zum-novemberpogrom/comment-page-1/#comment-13358</link>
		<dc:creator>Chajm</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 20:18:35 +0000</pubDate>
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		<description>Es gibt den 27. Januar als „offiziellen” deutschen Holocaustgedenktag...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt den 27. Januar als „offiziellen” deutschen Holocaustgedenktag&#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: shabbes-goi</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2008/10/31/ein-projekt-zum-novemberpogrom/comment-page-1/#comment-13357</link>
		<dc:creator>shabbes-goi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 19:46:50 +0000</pubDate>
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		<description>@ Chajm : Meinst Du, der 9. November wird in besonderem Ma&#223;e durch die Gemeinden „begangen”? ... 

Also, bei &quot;uns&quot; in Bochum l&#228;uft das zweigleisig, 
mittlerweile sogar dreigleisig ab. 

Zum einen gibt es da die offizielle kommunale Gedenkfeier, die vom Jugendring Bochum veranstaltet wird, mit Kranzniederlegung, 
Rede der Oberb&#252;rgermeisterin, Rede des Vorsitzenden der j&#252;dischen Gemeinde, historische Gedenkrede (Referat) vom Stadtarchiv 
und anschlie&#223;endem Kaddisch vom neuen Bochumer Rabbiner. 
Insgesamt eine sehr z&#228;he Angelegenheit, die mehr als zu kurzes Deckm&#228;ntelchen f&#252;r das schlechte Gewissen herhalten mu&#223;.

In der Gemeinde selbst gibt es an dem Erew Shabbath, der vor dem 9.11. liegt, eine erweiterte Kabbalat Shabbath,
bei der ein koreh alle Namen der Bochumer Shoah-Opfer verliest, knapp 4.500, im Anschluss verlesen die anwesenden Gemeindmitglieder die Namen der Shoahopfer aus ihrer Familie, dann wird Kaddish Jatom gesagt. Betroffenheit oder Ergriffenheit w&#228;ren die falschen Begriffe, um diese Veranstaltung zu beschreiben. Im letzten Jahr war es vielmehr eine Mischung aus gro&#223;er Trauer und dem Gef&#252;hl: &quot;Nicht nochmal mit uns, wir werden uns das nicht bieten lassen!&quot;, wobei bei den &#228;lteren Gemeindemitgliedern aus der ehemaligen Sowjetunion, nennen wir sie die Veteranen, auch ganz klar ein berechtigter Stolz mitschwang, zu denen zu geh&#246;ren, die das Nazi-Regime niedergerungen haben. Insgesamt also kein Ged&#228;chtnis mit falschen Untert&#246;nen, sondern ein echtes Trauer-Ritual mit einer geh&#246;rigen Portion Trotz &amp; Wut, das neben der Trauer Mut macht, die neuen Antisemiten und Faschisten in ihre Grenzen zu weisen.
Zugegebenerma&#223;en waren hier gr&#246;&#223;tenteils sehr wenig junge, sondern meistenteils betagte Gemeindemitglieder anwesend.

Als dritte Ebene kommt dann die kirchlich-alternative Fraktion hinzu, die das schon erw&#228;hnte Klezmatics Konzert am 08.11. in der Christuskirche mit dem Ank&#252;ndigungstext: &quot; Ein wunderbares Zimmes - das jiddische Wort f&#252;r Eintopf, t&#252;rkisch t&#252;rl&#252; - aus demmelting pot New York. Etwas, das alle Ahmadinedschads dieser Welt zur Verzweiflung bringt, das alle Nazis stillvergn&#252;gt in Grund und Boden spielen kann, das wie geschaffen ist daf&#252;r, an den 70. Jahrestag des Nazi-Pogroms zu erinnern ...&quot;  etwas gewollt in einen Kontext zum 09.11. setzen.

Unter dem Strich, sieht man mal vom Kaddish Jatom in der Gemeinde ab, 
bleibt dieser 09. November als Gedenktag zum 09.11.1938 wohl meistens eine typisch bundesrepublikanische Einrichtung. Typisch bundesrepublikanisch in dem Sinne, dass die BRD als halber Rechtsnachfolger des III. Reiches und gleichzeitig schnellhingezimmertes Bollwerk des Kapitalismus gegen den Kommunismus niemals wirklich entnazifiziert worden ist, vorallem nicht in der Justiz und der Verwaltung. ( Die DDR wahrscheinlich auch eher weniger.)  Nur als Beispiel, die Brandstifter, die in Bochum die Synagoge angez&#252;ndet haben, sind im Durchschnitt mit anderhalb Jahren auf Bew&#228;hrung davongekommen, diejenigen, die in Bochum organisatorisch und faktisch f&#252;r die Deportationen verantwortlich waren,
sind &#252;berhaupt nicht zur Rechenschaft gezogen worden. 
Nicht umsonst haben sie sich also den 9. November als Gedenkt ausgesucht, den Tag, ohne die 91 Opfer &#252;bergehen zu wollen, an dem die Synagogen brannten. So schmerzlich der Verlust der Synagogen auch ist, letztendlich sind es nur Steine gewesen. Aber beim Gedenken an die Opfer der Shoah geht es um Menschen.
Eigentlich wird mit dieser Terminierung auf den 09.11. das Grauen der Shoah verharmlost, da die brennenden Synagogen als Bild im Vordergrund des &#246;ffentlichen Bewu&#223;tseins h&#228;ngen bleiben und die verbrannten menschlichen Opfer verdr&#228;ngen. Aber, Steine sind ersetzbar, wie man an den Synagogenneubauten erkennen kann, Menschen nicht! 
Wollte man das &#246;ffentliche Gedenken an die Shoah in der BRD wirklich als eine Form des Schuldbekenntnisses mit Konsequenzen f&#252;r die Gegenwart und Zukunft ernst nehmen, m&#252;&#223;te entweder der Tag, an dem die N&#252;rnberger Rassegesetze in Kraft getreten sind oder der Tag, an dem zum ersten Mal Zyklon B als Massenvernichtungsgift zum Einsatz kam, zum offiziellen Gedenktag erkl&#228;rt werden und zwar komplett mit den gleichen Auflagen, die f&#252;r den Volkstrauertag gelten. Und es d&#252;rfte nicht nur beim reinen Gedenken  bleiben, sondern m&#252;&#223;te faktische Konsequenzen zeitigen.
Aber da wir keinen anderen Shoahgedenktag haben und wohl auch nicht mehr in der BRD bekommen werden, m&#252;ssen wir aus dem 09.11. das Beste machen, was daraus zu machen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Chajm : Meinst Du, der 9. November wird in besonderem Ma&#223;e durch die Gemeinden „begangen”? &#8230; </p>
<p>Also, bei &#8220;uns&#8221; in Bochum l&#228;uft das zweigleisig,<br />
mittlerweile sogar dreigleisig ab. </p>
<p>Zum einen gibt es da die offizielle kommunale Gedenkfeier, die vom Jugendring Bochum veranstaltet wird, mit Kranzniederlegung,<br />
Rede der Oberb&#252;rgermeisterin, Rede des Vorsitzenden der j&#252;dischen Gemeinde, historische Gedenkrede (Referat) vom Stadtarchiv<br />
und anschlie&#223;endem Kaddisch vom neuen Bochumer Rabbiner.<br />
Insgesamt eine sehr z&#228;he Angelegenheit, die mehr als zu kurzes Deckm&#228;ntelchen f&#252;r das schlechte Gewissen herhalten mu&#223;.</p>
<p>In der Gemeinde selbst gibt es an dem Erew Shabbath, der vor dem 9.11. liegt, eine erweiterte Kabbalat Shabbath,<br />
bei der ein koreh alle Namen der Bochumer Shoah-Opfer verliest, knapp 4.500, im Anschluss verlesen die anwesenden Gemeindmitglieder die Namen der Shoahopfer aus ihrer Familie, dann wird Kaddish Jatom gesagt. Betroffenheit oder Ergriffenheit w&#228;ren die falschen Begriffe, um diese Veranstaltung zu beschreiben. Im letzten Jahr war es vielmehr eine Mischung aus gro&#223;er Trauer und dem Gef&#252;hl: &#8220;Nicht nochmal mit uns, wir werden uns das nicht bieten lassen!&#8221;, wobei bei den &#228;lteren Gemeindemitgliedern aus der ehemaligen Sowjetunion, nennen wir sie die Veteranen, auch ganz klar ein berechtigter Stolz mitschwang, zu denen zu geh&#246;ren, die das Nazi-Regime niedergerungen haben. Insgesamt also kein Ged&#228;chtnis mit falschen Untert&#246;nen, sondern ein echtes Trauer-Ritual mit einer geh&#246;rigen Portion Trotz &amp; Wut, das neben der Trauer Mut macht, die neuen Antisemiten und Faschisten in ihre Grenzen zu weisen.<br />
Zugegebenerma&#223;en waren hier gr&#246;&#223;tenteils sehr wenig junge, sondern meistenteils betagte Gemeindemitglieder anwesend.</p>
<p>Als dritte Ebene kommt dann die kirchlich-alternative Fraktion hinzu, die das schon erw&#228;hnte Klezmatics Konzert am 08.11. in der Christuskirche mit dem Ank&#252;ndigungstext: &#8220; Ein wunderbares Zimmes - das jiddische Wort f&#252;r Eintopf, t&#252;rkisch t&#252;rl&#252; - aus demmelting pot New York. Etwas, das alle Ahmadinedschads dieser Welt zur Verzweiflung bringt, das alle Nazis stillvergn&#252;gt in Grund und Boden spielen kann, das wie geschaffen ist daf&#252;r, an den 70. Jahrestag des Nazi-Pogroms zu erinnern &#8230;&#8221;  etwas gewollt in einen Kontext zum 09.11. setzen.</p>
<p>Unter dem Strich, sieht man mal vom Kaddish Jatom in der Gemeinde ab,<br />
bleibt dieser 09. November als Gedenktag zum 09.11.1938 wohl meistens eine typisch bundesrepublikanische Einrichtung. Typisch bundesrepublikanisch in dem Sinne, dass die BRD als halber Rechtsnachfolger des III. Reiches und gleichzeitig schnellhingezimmertes Bollwerk des Kapitalismus gegen den Kommunismus niemals wirklich entnazifiziert worden ist, vorallem nicht in der Justiz und der Verwaltung. ( Die DDR wahrscheinlich auch eher weniger.)  Nur als Beispiel, die Brandstifter, die in Bochum die Synagoge angez&#252;ndet haben, sind im Durchschnitt mit anderhalb Jahren auf Bew&#228;hrung davongekommen, diejenigen, die in Bochum organisatorisch und faktisch f&#252;r die Deportationen verantwortlich waren,<br />
sind &#252;berhaupt nicht zur Rechenschaft gezogen worden.<br />
Nicht umsonst haben sie sich also den 9. November als Gedenkt ausgesucht, den Tag, ohne die 91 Opfer &#252;bergehen zu wollen, an dem die Synagogen brannten. So schmerzlich der Verlust der Synagogen auch ist, letztendlich sind es nur Steine gewesen. Aber beim Gedenken an die Opfer der Shoah geht es um Menschen.<br />
Eigentlich wird mit dieser Terminierung auf den 09.11. das Grauen der Shoah verharmlost, da die brennenden Synagogen als Bild im Vordergrund des &#246;ffentlichen Bewu&#223;tseins h&#228;ngen bleiben und die verbrannten menschlichen Opfer verdr&#228;ngen. Aber, Steine sind ersetzbar, wie man an den Synagogenneubauten erkennen kann, Menschen nicht!<br />
Wollte man das &#246;ffentliche Gedenken an die Shoah in der BRD wirklich als eine Form des Schuldbekenntnisses mit Konsequenzen f&#252;r die Gegenwart und Zukunft ernst nehmen, m&#252;&#223;te entweder der Tag, an dem die N&#252;rnberger Rassegesetze in Kraft getreten sind oder der Tag, an dem zum ersten Mal Zyklon B als Massenvernichtungsgift zum Einsatz kam, zum offiziellen Gedenktag erkl&#228;rt werden und zwar komplett mit den gleichen Auflagen, die f&#252;r den Volkstrauertag gelten. Und es d&#252;rfte nicht nur beim reinen Gedenken  bleiben, sondern m&#252;&#223;te faktische Konsequenzen zeitigen.<br />
Aber da wir keinen anderen Shoahgedenktag haben und wohl auch nicht mehr in der BRD bekommen werden, m&#252;ssen wir aus dem 09.11. das Beste machen, was daraus zu machen ist.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: shabbes-goi</title>
		<link>http://www.sprachkasse.de/blog/2008/10/31/ein-projekt-zum-novemberpogrom/comment-page-1/#comment-13356</link>
		<dc:creator>shabbes-goi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 17:53:26 +0000</pubDate>
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		<description>@ YM: klar ist pilpul eine dialektische Auseinandersetzung zu halachischen Fragen,
aber die urspr&#252;nglich Bedeutung ist schlicht und einfach Pfeffer,
im hebr&#228;ischen wie im jiddischen.
http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_721544812/Pilpul.html
Und genau das meinte ich damit:
Du kannst laff gedenken, wie Suppe ohne Salz, 
oder eben mit Pfeffer.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ YM: klar ist pilpul eine dialektische Auseinandersetzung zu halachischen Fragen,<br />
aber die urspr&#252;nglich Bedeutung ist schlicht und einfach Pfeffer,<br />
im hebr&#228;ischen wie im jiddischen.<br />
<a href="http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_721544812/Pilpul.html" rel="nofollow">http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_721544812/Pilpul.html</a><br />
Und genau das meinte ich damit:<br />
Du kannst laff gedenken, wie Suppe ohne Salz,<br />
oder eben mit Pfeffer.</p>
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