Dez 10 2007
Wirklich Kunst

Oded Ezer, der sich der experimentellen hebräischen Typografie verschrieben hat, schuf als neuestes Werk eine wirklich sehenswerte Ketubbah. Wer sich anschließend genauer mit Oded Ezer befassen will, kann sich ein Interview mit ihm im japanischen PingMag durchlesen (hier)
und erkunden, welchen modernen Einflüsse die hebräische Schrift heute haben kann und warum er sich dazu entschlossen hat, mehr mit Hebräisch zu arbeiten als mit Englisch.
2 Kommentare






Assyrische Schrift heißt es. Die hebräische ist ja seit sehr, sehr langem nicht mehr in Gebrauch. Wenn man übrigens syrisch-aramäische Kirchen besichtigt, fällt es einem gleich auf, wo unsere heutige Schrift herkommt. Auf dem ersten Blick glaubt man da Hebräisch gesehen zu haben.
Ansonsten ist die Ktubah tatsächlich sehr schön gestaltet.
Naja… Die hebräische Quadratschrift wie wir sie heute kennen, wird im Talmud „ktav aschuri” – also „assyrische Schrift” genannt (Sanhedrin 21b -22a). Soweit ich weiß, sagen Linguisten statt dessen „ktav meruba”, also „nur” Quadratschrift. Heute nennen wir diese Schrift „Hebräische Schrift”. Ich denke, wenn man heute „hebräische Schrift” sagt, ist klar, welche man meint. Ich meinte jedenfalls „ktav Meruba”